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„Wolff ist eine imposante Erscheinung“

Torhüter aus Region über EM-Helden „Wolff ist eine imposante Erscheinung“

Andreas Wolff, Keeper der deutschen Handball-Nationalmannschaft, ist angesichts seiner Leistungen bei der EM derzeit in aller Munde. Auch bei den Torhüter der Region, denen vor allem seine Coolness und sein gutes Stellungsspiel gefällt.

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Siegerpose: Andreas Wolff, der Torhüter der deutschen Handball-Nationalmannschaft ist derzeit in bestechender Form.

Quelle: dpa

Göttingen. Martin Post, ehemaliger Keeper des Verbandsligisten TV Jahn Duderstadt, hat bislang nur das Spiel gegen Schweden gesehen. Doch die Leistung, die Torwart Andreas Wolff zwischen den Pfosten der Nationalmannschaft zeigte, hat ihm schon recht gut gefallen. „Er zeigt Emotionen, das finde ich schon einmal gut. Allerdings könnte er für meinen Geschmack seine Vorderleute noch mehr in den Allerwertesten treten“, sagt Post, der außerhalb des Spielfeldes eher ein ruhiger Vertreter ist, während der Spieler aber immer regelrecht explodiert ist. Die Größe verbindet die beiden Schlussmänner, und aus diesem Grund ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich Post mit dem Stil des Nationalkeepers „anfreunden kann.“

„Am besten ist er, wenn er freie Würfe entschärfen muss“, sagt Julian Krüger, Torhüter des Oberligisten HG Rosdorf-Grone. „Wolffs Stärke sind Situationen, in denen er dem Angreifer gegenübersteht. Dann ist er schon respekteinflößend.“ Der 25-jährige HG-Schlussmann weiß, wovon er spricht, denn schließlich hat er dem heutigen Nationalkeeper vor Jahren einmal im A-Jugendspiel gegenübergestanden: Krüger spielte für Eisenach, Wolff stand für den TV Kirchzell zwischen den Pfosten. „Da war ich 18, wir haben uns allerdings nur im Vorbeigehen begrüßt“, sagt der HG-Torwart. „Wolff ist eine imposante Erscheinung und hat sich enorm weiter entwickelt.“

Ein anderer Aspekt: Der Erfolg des Nationaltorhüters hat auch in großem Maße mit Körpersprache zu tun. „Er kann sich regelrecht in die Köpfe der Schützen arbeiten“, unterstreicht Krüger. Eine solche Torhüter-Fähigkeit sei auch „Typsache“, schließlich gebe es auch ruhige Keeper, die trotzdem Erfolg haben. Andreas Wolff gehöre hingegen zu jenen, die ihre Freude über einen gehaltenen Wurf herausschreien – und damit den Gegner einschüchtern.

Sich selbst zu pushen und damit den Gegner zu irritieren, „kann man lernen“, unterstreicht der HG-Torhüter. „Man darf sich nur nicht darauf versteifen. Es geht darum herauszufinden, wie es für einen selbst am besten ist.“ Steht eine Körpersprache à la Wolff ganz oben auf Krügers Wunschzettel? „Ich würde auch seinen Vertrag in Kiel nehmen“, sagt der HG-Keeper – für den THW spielt Wolff in der kommenden Saison.

Christian Wedemeyer, Keeper bei Verbandsliga-Spitzenreiter HSG Plesse-Hardenberg, gefällt besonders die Athletik von Wolff. Das Vorbild von Wedemeyer, der hofft, mit seiner HSG den Aufstieg in die Oberliga zu schaffen, war und ist Jan Holpert, ehemaliger Nationalkeeper und Leistungsträger bei der SG Flensburg/Handewitt. Bei der derzeitigen Nummer eins im bundesdeutschen Team gefällt Christian Wedemeyer, der lange Jahre zwischen den Pfosten des TV Jahn Duderstadt stand, vor allem die Präsenz, die der Wetzlarer von der ersten Minute an zeigt und das gute Stellungsspiel. Trotz der guten Leistungen der Deutschen denkt Wedemeyer nicht, dass sie über die Hauptrunde hinauskommen.

Julian  Zwengel, aktueller Torhüter des TV Jahn Duderstadt, weiß ganz genau, was er gern von Nationalkeeper Andreas Wolff hätte. „Die Größe und die Coolness“, kommt es von ihm wie aus der Pistole geschossen. „Wolff ist so schön unaufgeregt“, sagt Zwengel, der durchaus versucht, sich etwas für das eigene Spiel abzugucken.

Von Vicki Schwarze und Eduard Warda

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