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Zwei Göttinger Tischtennis-Talente auf dem Weg nach oben

Deutschen Meisterschaften Zwei Göttinger Tischtennis-Talente auf dem Weg nach oben

Bei den Deutschen Meisterschaften der Tischtennis-Schüler U 15 im rheinland-pfälzischen Waldfischbach waren in diesem Jahr zwei junge Göttingerinnen vertreten: Katharina Overhoff (12) und Marie-Sophie Wiegand (13), designierte Landesliga-Meisterinnen mit den Torpedo-Damen. Mit ihrem Ehrgeiz und Trainingseifer gehören sie zu den großen Hoffnungen nicht nur der Göttinger Tischtennis-Gemeinde.

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Ambitionierter Tischtennis-Nachwuchs: Marie-Sophie Wiegand.

Quelle: Vetter

Wiegand schnupperte bei Mini-Meisterschaften in Langenholtensen in den Sport hinein, Overhoff stand erstmals im heimatlichen Bilshausen am Tisch. Ihr Vater, ein erfahrener Trainer mit dem richtigen Auge, holte sie in den Leistungskader nach Langenholtensen. Nach Turniererfolgen landeten beide Talente bei Torpedo, wo sie an der Seite zweier erfahrener Top-Akteurinnen den Aufstieg in die Verbandsliga praktisch geschafft haben.

Hier soll noch nicht Schluss sein: „Zweite Liga wäre echt cool“, sagt Katharina, und auch Marie-Sophie möchte einmal auf nationaler Ebene spielen, am liebsten mit Torpedo. Was die zwei Talente in ihren Sport investieren, ist immens: dienstags zwei bis drei Stunden Training bei Torpedo, zuweilen noch Extra-Einheiten beim anschließenden Erwachsenen-Training, donnerstags das gleiche in Langenholtensen. Montags und mittwochs wird beim Landeskader in Hannover trainiert. Davon haben auch die Eltern etwas: Sie sind für den Transport verantwortlich und tragen die recht hohen Kosten. Katharina und Marie-Sophie wissen, dass sie die Auslagen niemals einspielen werden: Beim Damen-Tischtennis gebe es „fast nirgendwo Geld“, unterstreichen sie.

Die beiden Talente verstehen sich auch außerhalb der Sporthallen gut, der Spielraum für andere Hobbys ist allerdings begrenzt. „Zeit zum Telefonieren mit meiner besten Freundin nehme ich mir einfach“, sagt Katharina. Früher habe sie auch Ballett getanzt und Flöte gespielt. Auch Marie-Sophie ist musikalisch, spielt seit mehreren Jahren Geige und hat schon bei Wettbewerben wie „Jugend musiziert“ teilgenommen.

Vorteilhaft wirkt sich die Tischtennis-Leidenschaft auf die schulischen Leistungen der beiden aus. Katharina, Schülerin am Eichsfeld-Gymnasium in Duderstadt, hat die Erfahrung gemacht, dass ihre beim Sport trainierte Konzentrationsfähigkeit auch dem Lernen zugute kommt. „Die Lehrer unterstützen mich, fragen auch schon mal nach, wie ein Spiel gelaufen ist“, berichtet sie. Marie-Sophie hat vom Max-Planck-Gymnasium für das Turnier in Ungarn zwei Tage frei bekommen. „Aber unterwegs haben wir auch gelernt“, erzählt sie.

Ihre Klassenkameraden realisieren nicht immer sofort, dass die beiden Leistungssport betreiben. „Viele denken, dass sie das auch können, Schläger in die Hand und los. Die können sich nicht vorstellen, wie hart man das trainieren muss, die denken immer, das ist so wie auf den Tischen im Freibad oder auf dem Schulhof“, sagen die beiden.

Vielleicht schauen sich die Mitschüler das nächste Ligaspiel an, auf das sich die beiden schon freuen: „Wir haben ein tolles Klima im Team, die beiden Älteren unterstützen uns sehr. Vor allem wenn manche Gegnerinnen mal wieder sehr komisch werden, wenn sie gegen uns viel Jüngere verlieren.“ Bei den Deutschen Meisterschaften haben die beiden wieder viel dazu gelernt. Zahlreiche Satzgewinne und sogar ein Spielgewinn von Marie-Sophie sind ein weiterer Motivationsschub auf dem Weg nach oben.

Von Ralf Budde

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