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Erst Playdowns bringen Entscheidung

Kanupolo-Bundesliga Erst Playdowns bringen Entscheidung

Zwei Tage lang hat das Wasser am Westufer des Kiessees gebrodelt, zwei Tage lang waren die besten Kanupolo-Spieler Deutschlands zu Gast in Göttingen, um den letzten Bundesliga-Spieltag auszutragen, ehe es in drei Wochen in Essen um die Deutsche Meisterschaft und den Ligaverbleib geht.

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Sucht eine Anspielstation: Göttingens Hans Kürsten (r.) orientiert sich in der Offensive beim Bundesliga-Heimspieltag.

Quelle: Swen Pförtner

Göttingen. Mit Hoffnungen, am Heimspieltag noch den Kopf aus der Schlinge ziehen zu können und die Playoffs zu erreichen, war die Mannschaft des Göttinger Paddler Clubs (GPC) in den Heimspieltag gegangen. Daraus wurde allerdings nichts, wenngleich es nach dem ersten Tag noch gut aussah. Dem 2:5 gegen KSV Rothe Mühle Essen (2.) folgte ein deutliches 1:10 gegen den als Tabellenführer in die Playoffs gehende Wasserfreunde Liblar. „Das waren kalkulierte Niederlagen, die anschließenden Spiele mussten wir gewinnen“, sagte GPC-Spieler Johannes Frey. Mit einem knappen 3:2-Erfolg gegen KC Wetter und einem 7:2 gegen das insgesamt sieglos gebliebene Schlusslicht TSV Warfleth beendeten die Gastgeber den ersten Tag als Tabellenachter - und somit Playoff-Teilnehmer.

Mit einem Sieg und einem Unentschieden in den verbleibenden zwei Sonntagsspielen hätte dieser Platz verteidigt werden können. In der ersten Begegnung gegen die 1. Meidericher Kanuclub aus Duisburg schien das GPC-Team auf einem guten Weg zu sein. 4:3 führten sie kurz vor Schluss, wollten - so Frey - „einfach nur noch die Uhr runterspielen“. Das gelang nicht, denn die Westdeutschen glichen nicht nur aus, sondern gewannen das Spiel schließlich mit 5:4.

Und weil der direkte Konkurrent Coburg seine Partien auch noch deutlich gewann und damit viel für sein Torverhältnis tat, war das letzte Spiel der GPCer nur noch für die Statistik. 2:3 unterlagen die Göttinger der KG Wanderfalke Essen und spielen damit in den Playdowns der schwächsten vier Mannschaften der Liga in drei Wochen um einen der beiden Plätze, die gleichbedeutend mit dem Klassenverbleib sind. „Da bekommt so eine Deutsche Meisterschaft natürlich eine ganz andere Bedeutung. Statt einfach hinzufahren und in den Playoffs Spaß zu haben, ist der Druck natürlich nun sehr groß“, so Frey.

Er hatte, wie seine Mitspieler auch, ordentlich zu tun am zurückliegenden Wochenende. Neben den sportlichen Anforderungen waren alle auch in die Organisation eingebunden. Hinzu kamen noch 20 Helfer aus dem Verein, die sich um das Catering gekümmert haben. „Nicht alle Teams sind scharf darauf einen Heimspieltag auszurichten, sodass wir in Göttingen regelmäßig Gastgeber sein können“, erklärte Frey.

Viele Zuschauer, immer wieder auch Spaziergänger, kamen ans Ufer des Kiessees, um aus unmittelbarer Nähe die Kämpfe um Ball und Positionen zu beobachten. Beeindruckt waren sie davon, wie gekämpft wurde, wie immer wieder Boote und Paddel zusammen rasselten und einige Spieler nach einem Zweikampf schon mal ihre Hand in das kühle Seewasser zum Schmerzstillen tauchten. „Da braucht man aber auch Kraft, guck dir mal die Oberkörper an“, sagte eine ältere Zuschauerin zu ihrem Begleiter, als die Spieler ihre Boote verließen.

Nationalteams auf dem Kiessee

Weniger Arbeit: Die Spielfelder auf dem Kiessee mussten am Sonntagnachmittag nicht abgebaut werden, die Stege im Wasser, von denen aus immer einer von zwei Schiedsrichtern agierte, blieben auch liegen. Schon am kommenden Wochenende werden sie erneut benötigt, dann steht in Göttingen ein Lehrgang für die Herren- und U21-Herren-Nationalmannschaft auf dem Programm. Beide Mannschaften bereiten sich auf die vom 29. August bis 4. September im italienischen Siracusa stattfindende Weltmeisterschaft vor.

Und weil die Göttinger Herren keinen aktuellen Nationalspieler stellen, der an der sizilianischen Ostküste starten wird, können sie sich als Trainingspartner zur Verfügung stellen und auf hohem Niveau für die Bundesliga-Playdowns in drei Wochen trainieren.

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