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Zweimal um die ganze Welt

WM der Standardformationen Zweimal um die ganze Welt

Sie tanzen, er fährt: Hans-Jürgen Mattausch ist seit mehr als 15 Jahren Chauffeur des Tanzsportteams Göttingen - auch Anfang Dezember, wenn es nach Ungarn zur Weltmeisterschaft der Standardformationen geht.

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Hans-Jürgen Mattausch mit Tänzern und Anhängern des Tanzsportteams Göttingen, das am Wochenende bei der WM in Ungarn antritt.

Quelle: Arne Bänsch

Göttingen. Freitag, 2. Dezember, 8 Uhr, ASC-Heim: Das Tanzsportteam Göttingen bricht per Bus zur größten Reise der Vereinsgeschichte ins rund 1200 Kilometer entfernte Pécs in Ungarn auf - inklusive einer Zwischenübernachtung und einer Trainingseinheit in Wien. Am Sonntag steigt dann ab 14 Uhr in Pécs in der Dezsö-Lauber-Sporthalle die Weltmeisterschaft der Standardformationen. Am Steuer des modernen Reisebusses, einem Setra-Hochdecker, sitzt Hans-Jürgen Mattausch vom „gemeinnützigen Fahrdienst“, wie er sagt - so wie immer in den vergangenen Jahren.

Seit der Jahrtausendwende fährt der 63-jährige Heiligenstädter die Göttinger Tänzer quer durch die Republik. Rund 80 000 Kilometer sind dabei schon zusammengekommen - zweimal um die Erde. Nicht selten hat er einen Feldkieker, eine Eichsfelder Wurstspezialität, im Gepäck, die auch den Tänzern mundet.

„Das sind alles liebe nette Menschen, diese junge Leute“, schwärmt Mattausch. Die jüngsten Tänzer könnten vom Alter her Enkelkinder des fürsorglichen Busfahrers sein. „Er gehört schon zu unserer Familie“, heißt es aus den Reihen der Tänzer. „Dem können wir unsere Kinder anvertrauen“, unterstreicht Silvia Siegmann-Liwocha, Mutter des Teamsprechers Steffen Sieber. Siegmann-Liwocha, seit der Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften in Bamberg in Fankreisen zur „Vizemutter“ erkoren, ist diesmal selbst als Fan im ausverkauften Bus dabei, ebenso die 77-jährige Oma Brunhilde: „Die ist fit wie ein Turnschuh“, sagt Tochter Silvia.

Apropos Schuh: Wenn Tänzer mal wichtige Sportutensilien im Bus vergessen, dann ist Hans-Jürgen Mattausch schnell zu Stelle. So wie damals beim Turnier in Oldenburg, als der „Steuermann“ seine wertvolle Fracht schon längst ausgeladen hatte und durch die Stadt bummelte. „Da ging auf einmal das Handy, und eine aufgeregte Stimme heulte den im Bus vergessenen Tanzschuhen nach“, berichtet Mattausch. „Da bin ich schnell in ein Taxi gestiegen und zum Bus gefahren“ - schon war das Malheur behoben. Schließlich ist sich Mattausch als Mädchen für alles für nichts zu schade, gerade wenn er mit den Tänzern unterwegs ist. Ob in Oldenburg, Nürnberg, Berlin - oder am Wochenende in Pécs.

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