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Zweites WM-Gold für Tonie Lenz

Kanupolo-Weltmeisterschaft Zweites WM-Gold für Tonie Lenz

Eine Sternstunde hat die Göttinger Kanupolospielerin Tonie Lenz bei den Weltmeisterschaften im polnischen Posen erlebt: Durch einen 4:1-Sieg im Finale über Großbritannien holte sie mit der deutschen Damen-Nationalmannschaft zum zweiten Mal in ihrer Karriere WM-Gold.

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Gold-Jubel: Tonie Lenz (unten links) und die deutsche Damen-Nationalmannschaft.

Quelle: Uhlmann

Göttingen/Posen. Der zweite Vertreter des Göttinger Paddler-Clubs (GPC) bei den Weltmeisterschaften, Lukas Richter, sicherte sich in seinem ersten Jahr bei den Herren auf Anhieb Silber. Fehlte Richter und seinen Mannschaftskameraden, die sich im Finale gegen die Niederlande erst in der Verlängerung geschlagen geben mussten, nur etwas Glück zum Titelgewinn, gewann das Damenteam sämtliche Spiele – was nicht unbedingt zu erwarten war.

„Eigentlich war uns von Anfang an klar, dass wir sehr stark sind. Aber wir haben super wenig zusammengespielt, und deswegen wussten wir nicht, wie es geht“, sagt die 24-jährige Lenz. Unter anderem wegen Verletzungen sei die Vorbereitung „gar nicht optimal“ gewesen. „Doch dann lief es einfach.“

In die Karten habe den deutschen Damen die „relativ einfache Vorrunde“ gespielt. In der Zwischenrunde habe man sich daraufhin gegen den „eigentlich schwächsten Gegner“ Italien „relativ blöd angestellt“ und erst vier Sekunden vor Spielende durch einen Treffer der Torfrau Fabienne Töhle mit 3:2 gewonnen. Nach dem deutlichen 5:2-Erfolg gegen Neuseeland stand das Team bereits im Halbfinale, nahm aber im letzten Zwischenrunden-Spiel beim 2:1 gegen Frankreich Revanche für das Aus im EM-Halbfinale des vergangenen Jahres – indem man seinerseits die Franzosen aus dem Turnier warf.

Halbfinale gegen Australien durch Golden Goal entschieden

Das Halbfinale gegen Australien musste durch Golden Goal entschieden werden. „Wir hatten gut gespielt, wurden aber etwas nervös, und so wurde es noch mal richtig knapp“, berichtet Lenz. Schließlich war es Alexandra Bonk, die das Tor zum Finaleinzug erzielte. Lenz war im Verlauf des Turniers einmal, in der Vorrunde, erfolgreich – steuerte einen Treffer bei.

Das Endspiel war dann für das deutsche Team eine klare Sache. Bereits zur Halbzeit hatten sich die Deutschen eine 3:1-Führung herausgespielt, und als Großbritannien im zweiten Abschnitt auf Manndeckung umstellte, gelang noch das 4:1 – der Jubel war grenzenlos, und Tonie Lenz darf sich seitdem zweimalige und amtierende Kanupolo-Weltmeisterin nennen. „Ich bin zwar am längsten dabei, aber nur die drittälteste. Wir haben ein sehr junges Team“, unterstreicht die Göttingerin, die zuvor bei den Deutschen Meisterschaften mit dem GPC Bronze geholt hatte.
Für Lukas Richter, Deutscher Meister, endete das Finale demgegenüber mit einer Enttäuschung: Im Finale gegen die Niederlande hatte sich das Herrenteam mehr ausgerechnet, zumal Frankreich als eigentlich schärfster Kontrahent angesehen worden war. Außerdem ging das Endspiel unglücklich in der Verlängerung verloren, obwohl Richter auch hier seine Treffsicherheit unter Beweis stellte – bis auf die Partie gegen Dänemark traf er in jedem WM-Spiel mindestens einmal.

Lohn für den 23-Jährigen war nach dem WM- und dem EM-Titel als U-21-Junior Silber mit der Herrenmannschaft – und die Teilnahme an den World Games in Kolumbien im Sommer 2013: Wenn nichts dazwischen kommt, ist Göttingen im nächsten Jahr bei den Spielen der nichtolympischen Sportarten doppelt – mit Lenz und Richter – vertreten. Auch darauf wurde in Posen auf der Players Party angestoßen.

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Kanupolo-Erfolg

Eine super Ausbeute für die Kanupolospieler des GPC bei der Weltmeisterschaft im polnischen Posen: Mit Tonie Lenz bei den Damen und Lukas Richter waren zwei Bundesliga-Spieler vom Göttinger Paddler Club mit der Nationalmannschaft am Start. Lenz wurde mit den Damen Weltmeisterin, Richter mit den Herren Zweiter.

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