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Erfolgsstory, von US-Soldaten erfunden

Rollstuhlbasketball Erfolgsstory, von US-Soldaten erfunden

Es sieht nicht nur gefährlich aus, es hört sich auch gefährlich an: Wenn beim Rollstuhlbasketball die Sportgeräte zusammenprallen, befürchtet der Laie Schlimmes, der Kenner jedoch erfreut sich an einer spannenden Spielsituation. Rollstuhlbasketball zählt zu den spektakulärsten Behindertensportarten.

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Spielszene.

Quelle: GT Archiv

Göttingen. Es sieht nicht nur gefährlich aus, es hört sich auch gefährlich an: Wenn beim Rollstuhlbasketball die Sportgeräte zusammenprallen, befürchtet der Laie Schlimmes, der Kenner jedoch erfreut sich an einer spannenden Spielsituation. Rollstuhlbasketball zählt zu den spektakulärsten Behindertensportarten.

Entstanden ist die Disziplin 1946 in den USA und in Großbritannien. Ehemalige Basketballspieler kehrten versehrt aus dem Zweiten Weltkrieg zurück, wollten aber weiterhin ihren Sport ausüben. Mittlerweile wird Rollstuhlbasketball in rund 80 Ländern von mehr als 25 000 behinderten Sportlern betrieben – aber auch von nicht behinderten.

Ausgleich schafft ein Punktesystem, bei dem stärker gehandicapte Spieler wenige Punkte erhalten und kaum oder nicht behinderte die Höchstpunktzahl von 4,5. Vorgabe ist, dass die Mannschaftspunktzahl von 14 nicht überschritten werden darf. Anderweitig wird ein technisches Foul gepfiffen.

Ansonsten sind die Regeln an jene des klassischen Basketballs angelehnt: So besteht jedes Team aus fünf Feld- und bis zu sieben Ersatzspielern, gespielt wird 4 x 10 Minuten. Auch beim Rollstuhlbasketball muss gedribbelt werden. Ebenso das Spielfeld, die Korbhöhe und die Zählweise entsprechen den Regeln des herkömmlichen Basketballs.

Angefangen mit dem Champions-Cup veranstaltet die Rollstuhlbasketball-Vereinigung IWBF seit 1976 internationale Wettbewerbe. Viermaliger Cup-Sieger ist der RSV Lahn-Dill. Die Sportart gehörte auch schon zum Programm der ersten paralympischen Sommerspiele 1960 in Rom. Weltmeisterschaften werden von der IWBF im Vierjahresrhythmus ausgetragen, Europameisterschaften gibt es alle zwei Jahre seit 1970 (Herren) und 1987 (Damen). Erfolgreichste EM-Teilnehmer sind bei den Herren Frankreich und bei den Damen Deutschland.

 

Das Sportgerät

Beim Rollstuhlbasketball kann kaum mehr von Rollstühlen geredet werden, vielmehr sitzen die Athleten in Hightech-Geräten. Sie sind äußerst belastbar und individuell auf die Körpermaße und Bedürfnisse der Sportler eingestellt.

Für eine größere Wendigkeit sind die Gefährte, die mit einem Rammbügel ausgestattet sind, mit einem Achssturz von bis zu 21 Grad versehen. Viele Spieler nutzen für einen größeren Halt Gurte, die die Kontrolle über den Stuhl erhöhen und besonders spektakuläre Aktionen ermöglichen.

Die „Karosserie“ ist aus leichtem Aluminium gefertigt.

 

Dribbling

Nachdem der Spieler die Kontrolle über den Ball erlangt hat, darf er ohne zu Dribbeln den Rollstuhl noch zwei Mal anschieben.

Der Basketball muss dabei auf seinem Schoß liegen, ein Einklemmen zwischen den Knien ist nicht erlaubt.

Nach zweimaligem Anschieben muss der Spieler den Ball wieder dribbeln. Ein Doppeldribbling wie beim „Fußgänger“-Basketball gibt es nicht.

 

Zylinderprinzip

Jeden Spieler umgibt ein imaginärer Zylinder, in den der Gegenspieler nicht eindringen darf, wenn er sich dadurch einen Vorteil verschafft. Nicht jeder Rollstuhlkontakt ist daher ein Foul.

Die Foulregeln sind denen des „Fußgänger“-Basketballs ähnlich, wobei sie berücksichtigen, dass ein Rollstuhl nicht auf den Punkt genau zum Stehen gebracht werden kann.

 

Lifting

Das „Aufstehen“ ist beim Rollstuhlbasketball verboten.

Der Sportler darf sich nicht aus dem Rollstuhl stemmen, sodass beide Gesäßbacken die Sitzfläche des Rollstuhls verlassen, sofern er sich dadurch einen Vorteil verschafft.

Tut er dies doch, wird er mit einem technischen Foul bestraft – nach fünf Fouls oder dem zweiten unsportlichen Foul scheidet der Spieler aus.

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