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Im Schnee zu Silber und im Sommer zu Gold

Andrea Eskau bei Paralympics Im Schnee zu Silber und im Sommer zu Gold

Andrea Eskau hat mit ihrem Handbike die Goldmedaille im Einzelzeitfahren gewonnen. Den deutschen Doppel-Triumph über die 16 Kilometer auf dem Ex-Formel-1-Ring Brands Hatch machte Dorothee Vieth perfekt, die hinter ihrer Teamkollegin Zweite wurde. Doch es ist Eskau, die eine besondere Erfolgsgeschichte geschrieben hat.

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Andrea Eskau (r.) und Dorothee Vieth posieren mit ihren Medaillien.

Quelle: dpa

London. Sie hat an ihren dritten Paralympics in den vergangenen vier Jahren teilgenommen. Nicht möglich, denken Sie, da die Sommerparalympics doch im Vier-Jahres-Rhythmus stattfinden? Doch, denn Eskau gehört nicht nur mit dem Handbike zur Weltspitze, sondern auch im Wintersport in den Disziplinen Biathlon und Langlauf.

2010 feierte die gebürtig aus Apolda stammende Handbike-Spezialistin ihr Winterparalympics-Debüt in Kanada. Und die erfolgsverwöhnte Eskau knüpfte nahezu nahtlos an ihre Handbike-Erfolge an. Die Ausdauersportlerin gewann in Vancouver Silber im Langlauf und Bronze im Biathlon. Dabei hatte Eskau erst 2009 zum ersten Mal in einem Schlitten gesessen. Viele Handbiker nutzen diese zum Ausgleich im Training. Aber Eskaus Ergebnisse waren damals so gut, dass sie eine Wildcard für Vancouver erhielt.

Gestern holte Eskau auf dem idyllisch gelegenen Rundkurs mit Blick auf die Londoner Skyline ihre vierte Paralympics-Medaille. Es ist ihr zweites Gold, denn bereits bei ihrer Paralympics-Premiere 2008 in Peking radelte sie mit ihrem ausschließlich mit den Armen angetriebenen Handbike im Straßenrennen ganz nach oben aufs Podest. Und diese Medaille will die 41-Jährige am morgigen Freitag über die 48-Kilometer-Distanz verteidigen.

Die Chancen stehen recht gut, denn die Radsportlerin des USC Magdeburg präsentierte sich zuletzt in guter Form, und der Kurs scheint ihr zu liegen. 2011 stellte die Diplompsychologin, die seit einem Fahrradunfall im Jahr 1998 querschnittsgelähmt ist, den Weltrekord über die Marathondistanz auf. „Der Kurs hier gefällt mir sehr gut, denn meine Spezialität sind die Berge“, sagte Eskau nach dem Rennen.

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