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„Fürstenhagen ist eine echte Marke“

Internationale Nacht-Trial „Fürstenhagen ist eine echte Marke“

Zwölf Piloten, fünf Länder und zwei Jahre Wartezeit: Das 19. Internationale ADAC Nacht-Trial wird am Sonnabend um 20 Uhr in Uslar-Fürstenhagen gestartet. Das Fahrerfeld ist komplett, die Strecke fast fertig.

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Nacht-Trial in Fürstenhagen

Quelle: Alciro Theodoro Da Silva

Fürstenhagen. Zum 19. Mal in 31 Jahren hat der MSC Weser Solling die internationale Elite zu Gast. Zwölf Fahrer aus fünf Ländern kämpfen am Rande des Sollings - unter Flutlicht - um den Sieg bei Deutschlands größtem Motorrad-Trial. Alle zwei Jahre. In einzigartiger Fluchtlicht-Atmosphäre. Mit Balance, Mut und Geschick geht es für die Extremkletterer des Motorradsports in knapp drei Stunden spektakulär über Felsstufen, tonnenschweres Geröll und mannshohe Steinplatten. Um Mitternacht schlägt die Stunde des Siegers.

Der ehemalige französische Meister Benoit ist Favorit

Favorit auf den Sieg ist der ehemalige französische Meister Benoit Dagnicourt, der mit der Erfahrung zahlreicher WM- und EM-Läufe an den Start geht. Die zweite Chance nutzen will Martin Matejicek: 2015 musste der amtierende tschechische Meister und WM-Pilot seine Nacht-Trial-Premiere wegen eines Handbruches absagen. Der Sportsoldat Max Faude aus Sindelfingen gehört zu den stärksten deutschen Konkurrenten. Der amtierende Vize-Weltmeister der Klasse bis 125 Kubik liegt in der DM derzeit auf Platz zwei. Aus der Top-Gruppe der DM sind auch zwei Norddeutsche am Start: der aus Mecklenburg stammende Jan Peters und Jarmo Robrahn aus Bargfeld. Der mehrfache Österreichische Staatsmeister Jonas Widschwendter balancierte 2013 mit Platz vier nur knapp am Nacht-Trial-Podium vorbei.

Dietrich Siemon, Vorsitzender des MSC Weser-Solling, freut sich über das starke Starterfeld: „Beim EM-Lauf in den Niederlanden im April haben wir die ersten Fahrer angesprochen und dann das Feld zügig zusammenbekommen. Mit mehr als 30 Jahren Tradition ist das Nacht-Trial in Fürstenhagen eine echte Marke. Das zieht und macht uns stolz.“

15 Tonnen bewegt bei der Gestaltung der Geländesektion

Attraktiv ist auch die Strecke. Sportleiter Manfred Sustrate hat mit seiner Mannschaft die Geländesektionen neu gestaltet und dabei mit rund 15 Tonnen das Gewicht von drei asiatischen Elefanten bewegt. Sustrate selbst ist diesmal nicht am Start: „Beruflich bin ich dafür zu sehr eingespannt. Dafür war ich dieses Mal das sportliche Vorprogramm für das Nacht-Trial“, sagt Sustrate. Mit Nils Kunkel, dem stellvertretenden Vorsitzenden, und Spartenleiter Jonas Schulze ist er an den vergangenen Wochenenden in der Region mit einer Trial-Show aufgetreten und hat für das Nacht-Trial geworben.

Vor dem Start stehen für den MSC Weser-Solling noch finale Arbeiten an der Strecke an: Sandstein säubern für den richtigen Grip, Sektionen abbinden, die Feinheiten der Streckenführung ausknobeln und die Piste harken. Am Donnerstag beginnt mit dem Treffen der MSC-Mitglieder der Countdown. Freitag folgen Punktrichterseminar und Beleuchtungsprobe. Am Sonnabendnachmittag reisen die ersten Fahrer an. Zeitgleich baut das THW Bad Lauterberg die Stromversorgung auf, die Freiwillige Feuerwehr Fürstenhagen unterstützt bei der Organisation und das DRK aus Uslar bezieht Position. Es folgen technische Abnahme und Testfahrten und gegen 20 Uhr die Fahrervorstellung. Und um 21.01 Uhr haben sich die internationale Trial-Szene und Uslar-Fürstenhagen nach zwei Jahren wiedergefunden.

Informationen rund um die Trial-Nacht

  • Der Sport: Trial-Piloten sind die Akrobaten, Extremkletterer und Strategen des Motorradsports. Beim Trial gewinnt, wer mit seinem Motorrad schwierige Geländeabschnitte fehlerfrei meistert. Mit Körperbeherrschung und Gespür für die millimetergenaue Linie suchen Trialfahrer den besten Weg über Hindernisse und die perfekte Einheit mit ihrem rund 70 Kilogramm leichten Motorrad. Körperkontakt mit Hindernissen oder Bodenberührung mit den Füßen führen zu Strafpunkten. Geschwindigkeit spielt keine Rolle, es gibt lediglich ein Limit für die Fahrzeit. Trial ist die hohe Schule des Motorradfahrens. Beim Nacht-Trial in Fürstenhagen sorgt die Fahrt unter Flutlicht für zusätzliche Spannung.
  • Der Zeitplan: Die Fahrer werden am Sonnabend um 20 Uhr vorgestellt, der erste des Zwölfer-Feldes geht um 21.01 Uhr auf die Strecke. Gegen Mitternacht ist die Siegerehrung geplant.
  • Die Eintrittspreise: Erwachsene zahlen zehn Euro, Jugendliche bis 16 Jahren fünf Euro. Kinder bis zwölf Jahren haben freien Eintritt. An der Strecke stehen kostenlose Zeltflächen zur Verfügung.
  • Die Strecke: Vier Durchgänge werden auf den sechs Flutlicht-Sektionen mit natürlichen und künstlichen Elementen gefahren. Das Motorsport-Gelände des MSC Weser-Solling befindet sich in Uslar-Fürstenhagen an der Heerbergstraße.kal
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