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Judoka-Zwillinge kämpfen zum Auftakt um Doppel-Gold

Paralympics 2012 Judoka-Zwillinge kämpfen zum Auftakt um Doppel-Gold

„Wir sind alle ein bisschen nervös und gespannt.“ Als Jenny Sealey, Artistic Director der Eröffnungsfeier, bildlich und lebendig während der gestrigen Pressekonferenz beschreibt, was die Zuschauer am Abend im Olympiastadion sehen werden, ist ihr die Anspannung deutlich anzumerken.

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Quelle: dpa

London. „Homecomming Games“ - die Spiele kommen nach Hause, hieß es gestern immer wieder. Rund 70 Kilometer von London entfernt in Aylesbury hatte der deutsch-jüdische Arzt Ludwig Guttmann 1948 den Vorläufer der Paralympics ins Leben gerufen, die „Stoke Mandeville Games“. 64 Jahre nach den Anfängen, kommen die Paralympics nun nach Hause.

Die Aufregung und das Gespanntsein, die Sealey gestern vor der Eröffnungsfeier verkörperte, war im gesamten Olympiapark zu spüren. Heute beginnen die Wettkämpfe der XIV. Paralympischen Spiele. 4200 Athleten aus 160 Nationen kämpfen an elf Tagen um 503 Medaillensätze, ARD und ZDF übertragen täglich live, und das Zuschauerinteresse ist riesig. 2,5 Millionen Eintrittskarten sind bereits verkauft worden. Sir Philip Craven, der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees sagte gestern gegenüber der BBC: „Die Welt hat in Peking begonnen, die Spiele wahrzunehmen, in London geht es jetzt richtig los.“

Das gilt auch für das deutsche Team. „Es kann losgehen“, sagt Chef de Mission, Karl Quade gestern. An einigen Stellen hake es zwar noch, etwa im olympischen Dorf, wo einige Bäder nicht barrierefrei seien, beim Rollstuhltennis, wo die Spielerinnen mit dem Wind zu kämpfen hätten und bei den Werfern im Rollstuhl, wo an der Anlage wohl noch nachgebessert werden müsse. „Aber sonst ist alles in Ordnung, das Essen ist toll, und wir fühlen uns hier wohl“, sagt Quade und hofft, dass die Athleten nun ihre Leistung abrufen.

Auch wenn das deutsche Aufgebot mit 150 Sportlern kleiner ausfällt als in Peking (170), so rechnet Quade doch mit einigen Medaillen. Vor allem die Leichtathleten mit den Sprintern Heinrich Popow, Wojtek Czyz, sowie Kartin Green, Weitspringerin Vanessa Low und Weitspringer Markus Rehm, die Schwimmer um Kirsten Bruhn und Daniela Schulte, die gestern Abend bei der Eröffnungsfeier die deutsche Fahne trug, sind Kandidaten, die um Gold kämpfen. Auch die Rollstuhlbasketballerinnen und die deutsche Tischtennismanschaft haben gute Chancen auf Medaillen. Stark ist zudem das deutsche Radsportteam, in der die beiden Niedersachsen Bernd Jeffré und Vico Merklein aussichtsreiche Treppchen-Kandidaten sind.

Den Anfang machen heute die Schwimmer im Aquatics Center und die Radsportler im Velodrom, wo Tobias Graf vor den Augen von Bundespräsident Joachim Gauck zur Medaille fahren kann. Heute Nachmittag könnte es für Deutschland Doppel-Gold im Judo geben, um das die sehbehinderten Zwillinge Carmen und Ramona Brussig kämpfen. Medaillenvorgaben will Quade nicht machen, am Ende soll  wie in Peking der elfte Platz im Medaillenspiegel angestrebt werden.

„Guckt nicht auf die Füße, guckt in die Sterne“, hatte  Artistic Director  Jenny Sealey gestern vor der Eröffnungsfeier gesagt. Ob die deutschen Sportler die Sterne vom Himmel holen, zeigt sich ab Donnerstag, 30.August.

Paralympics live

ZDF, 12 Uhr –    Reitsport, Tischtennis,     15.15 Uhr:    Judo, Schießen und Radsport

mb

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Paralympics: Carmen und Ramona Brussig gewinnen

Wieder war es die Ältere, die schneller war: Carmen Brussig hat am Donnerstagabend, 30. August, das erste paralympische Gold erkämpft. In der 48-kg-Klasse setzte sich die stark sehbehinderte Judoka gegen die Taiwanesin Kai-Lin Lee durch.

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