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Ottobock-Chef fordert offizielle Entschuldigung von Czyz

Paralympics Ottobock-Chef fordert offizielle Entschuldigung von Czyz

Geschockt und schwer enttäuscht reagiert Hans Georg Näder auf die Techno-Doping-Vorwürfe von Wojtek Czyz gegen dessen Teamkollegen Heinrich Popow vor dem 100-Meter-Finale bei den Paralympics. Mark Bambey sprach mit dem Chef des familiengeführten Duderstädter Medizintechnik-Unternehmens Ottobock.

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Sieht DBS-Präsident Beucher in der Pflicht: Hans Georg Näder.

Quelle: dpa

Herr Näder, was ist dran an der Aussage, dass Heinrich Popow Technik zur Verfügung steht, die Ihr Unternehmen anderen Sportlern vorenthält?

Jeder Mensch weiß, dass das dummes Zeug ist. Heinrichs Kniegelenk und seine Blades (Carbonfedern, Anm. d. Red.) sind frei verfügbar gewesen. Beide Produkte verfügen über eine Artikelnummer und stehen jedem qualifizierten Orthopädie-Mechaniker zur Verfügung.  

Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), hat Wojtek Czyz für dessen Verhalten scharf verurteilt. Ist die Sache damit erledigt?

Nein, ich habe mich da deutlich positioniert. Wojtek Czyz' Verhalten ist ein Unding, das nur durch eine öffentliche Entschuldigung gegenüber Heinrich zu glätten ist. Ich erwarte von Julius Beucher, dass er dahingehend tätig wird. Die Aussage und der Zeitpunkt waren eine Mega-Sauerei. Ein gezielter Tumult, um einen Teamkameraden und Kollegen mit Psychoterror zu verunsichern.

Czyz hat in erster Linie Ihrem Unternehmen ein Fehlverhalten vorgeworfen. Erwarten Sie auch eine Entschuldigung?

Nein, ich fühle mich da nicht angesprochen. Wir sind Weltmarktführer, und Heinrich wird von uns betreut. Wir haben die besten Bio-Mechaniker. Es ist selbstverständlich, dass wir Heinrich bestmöglich unterstützen. Das ist wie in der Formel 1. Um mehr Chancengleichheit herzustellen, haben wir die Diskussion angestoßen, dass die Athleten mit demselben Material gegeneinander antreten.

Haben die Vorwürfe Auswirkungen auf die Außendarstellung der Paralympics?

Wir haben hier die besten Paralympics erlebt. Es waren Wochen, in denen Sport und Fairness für volle Stadien und ein tolles Ambiente gesorgt haben. Die Menschen waren beseelt, hier wurde Inklusion gelebt. Wojtek Czyz' Vorwürfe werfen einen Schatten auf die Paralympics.

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