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Passion for Paralympics

Rio-Vorbereitungen bei Ottobock Passion for Paralympics

„Die Paralympics haben eine ungeheure Öffentlichkeit erreicht. Es hat einen gewaltigen Wandel gegeben“, sagt Karl Quade. Und der muss es wissen. Im September wird er die Deutsche Mannschaft in Rio zum elften Mal als Chef de Mission anführen.

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Knallbunt und informativ: die Sonderausstellung zu den Paralympischen Spielen im Science Center Berlin.

Quelle: r

Berlin. Paralympics-Partner Ottobock hat drei Monate vor der Eröffnung der 15. Paralympischen Sommerspiele mit einem prominent besetzten Talk im Science Center Berlin sozusagen die heiße Phase in der Vorbereitung auf die vom 7. bis 18. September in Rio de Janeiro ausgerichteten Spiele eingeläutet. So betont die brasilianische Botschafterin Maria Luiza Ribeiro Viotti: „Es ist für Brasilien und Rio eine Ehre, die ersten Paralympischen Spiele in Südamerika auszurichten. Behindertensport ist in Brasilien populär, wir sind in der Nationenwertung in London Siebter geworden und hoffen, in Rio noch erfolgreicher zu sein.“

Zu solchen Prognosen ließ sich Paralympics-Urgestein Quade nicht hinreißen. Anders als etwa der Deutsche Olympische Sportbund habe der Deutsche Behindertensportverband (DBS) keinen Medaillen-Korridor vorgegeben. „Wir wollen von den Athleten, dass sie vor Ort im Rahmen ihrer Bestleistungen agieren. In zehn bis zwölf Sportarten erwarten wir dann Edelmetall-Platzierungen. So würden wir uns etwa auf dem Niveau von London bewegen, obwohl wir deutlich weniger Schwimmer im Team haben werden“, so Quade. Er wies darauf hin, dass „70 Prozent der Medaillen“ in der Leichtathletik, Schwimmen und Radsport vergeben werden.

Zur Vorbereitung auf die Paralympics setze der DBS neuerdings verstärkst auf internationale Wettkämpfe. Davon berichtete auch Matthias Heimbach. Der Rollstuhlbasketball-Nationalspieler hat gute Chancen von Nationaltrainer Nicolai Zeltinger für Rio nominiert zu werden. „Wir haben Lehrgänge und Turniere in Holland und Barcelona. Für zehn Tage reisen wir im Juli schon mal nach Rio. Dann gibt es auch ein wenig Sightseeing, denn während der Spiele sieht man nur das Hotel und die Sporthalle“, sagt Heimbach.

Quade und Heimbach betonten zudem die besondere Bedeutung von Ottobock als Technischen Dienstleister bei den Paralympics. „Der Support ist durch nichts zu ersetzen“, unterstreicht Quade. Christin Gunkel, Chief Marketing Officer von Ottobock, berichtete, dass die Werkstätten mit jeden Spielen weiter wachsen. „Wir haben Ersatzteile für jeden Fall der Fälle vor Ort. Mit unseren 77 Technikern und Technikerinnen aus 26 Ländern decken wir die wichtigsten Sprachen und Kulturen ab“, so Gunkel.

Und doch gibt es auch noch Ungewissheit: So ist das Thema Zika-Virus noch immer virulent, auch wenn Quade betont: „Wir waren im September 2015 in Rio und haben keine einzige Mücke gesehen. Aber natürlich nehmen wir das Thema sehr ernst und beugen mit Mückenschutzmaßnahmen vor.“ Und die Infrastruktur? „Im neuen Stadtteil Barra ist alles barrierefrei. Aber das alte Rio ist für Rollstuhlfahrer wegen der hohen Bürgersteige und den steilen Straßen kaum zu erleben. Ob die barrierefreie Metro-Linie 4 fertig wird, ist fraglich“, so Quade. Botschafterin Viotti sieht das gelassen und sagt vorausblickend: „Die Paralympics sind eine gute Gelegenheit, die Sichtbarkeit des Themas Inklusion zu verstärken.“

Sonderausstellung über die Paralympics

Passion for Paralympics: so lautet der Titel einer multimedialen Sonderausstellung im Berliner Science Center von Ottobock. Das Duderstädter Medizintechnik-Unternehmen bietet Besuchern einen eindrucksvollen Blick in die paralympische Welt. Auf knallbunten Wänden lernen die Besucher zum Beispiel die Paralympics-Botschafter von Ottobock kennen oder können in einem Video Goldmedaillengewinner Heinrich Popow erleben. Und die Ausstellung ist interaktiv, so können Experimentierfreudige zum Beispiel in einem Rollstuhl-Rennen gegeneinander antreten. Die Sonderausstellung kann von Donnerstag bis Montag zwischen 10 und 18 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.

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