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BG Göttingen Am Scheideweg
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16:04 30.10.2009

Von Marc Bambay

Göttingens Leistungssport steht einmal mehr am Scheideweg und droht im Mittelmaß zu versinken. Vor nicht einmal zwei Wochen hat der ambitioniert in die Saison gestartete Handball-Oberligist HG Rosdorf-Grone zwei Spieler vor die Tür gesetzt, weil drei Sponsoren abgesprungen sind und deswegen eine Lücke von 25 Prozent im Budget klafft. Vergangene Woche gestand Franz Gulz, 1. Vorsitzender des Fußball-Oberligisten SVG, dass die finanzielle Situation angespannt ist. Und nun müssen die Basketballer, die in der vergangenen Serie noch mit ihrem Erfolg und dem einmaligen Spielsystem deutschlandweit in den Top-Medien waren, befürchten, dass ein Teil der Zahlungen ihres Hauptsponsors ausfallen.
Der entstehende Schaden wäre groß, aber die Situation scheint nicht so dramatisch, wie viele befürchten. Zum einen liegt das daran, dass nicht die MEG Göttingen oder die starting five einen Insolvenzantrag gestellt haben, sondern einer ihrer Förderer. Zum anderen ist die MEG AG zwar das sich finanziell mit der größten Summe am Göttinger Basketball engagierende Unternehmen, der prozentuale Anteil am Gesamtbudget ist mit weniger als 20 Prozent allerdings überschaubar. Da die Göttinger bereits eine Rate für diese Saison bekommen haben – wie viele Raten fließen sollten, ist nicht bekannt –, fehlt noch nicht einmal der komplette Betrag für diese Spielzeit.
Nicht außer Acht gelassen werden darf allerdings, dass der Etatentwurf der S5 bereits eine deutliche Unterdeckung aufwies. Der Hilferuf im Sommer, als die S5 potenzielle und aktive Sponsoren im Hotel Freizeit In darüber informierte, dass eine Finanzlücke von mehr als 20 Prozent bestehe und aufforderte, sich stärker einzubringen, ist noch nicht verhallt. Wie groß dieser zusätzliche Fehlbetrag ist, verrät die S5 nicht.
Dass Geschäftsführer Marc Franz versucht Ruhe und Kontrolle zu demonstrieren, ist sicherlich richtig, denn das wenigste, was der Göttinger Leistungssport nun gebrauchen kann, ist, dass weitere Förderer sich aus Angst eines kompletten Zusammenbruchs zurückziehen und die Zuschauer fern bleiben. Damit würde die Abwärtsspirale deutlich beschleunigt.
So unterschiedlich die heimischen Handball-, Fußball- oder Basketball-Funktionäre ihre Etats auch zusammengestellt haben, in einem gleichen sich die Budgets: Da große TV-Einnahmen fehlen, sind Eintrittsgelder eine wesentliche Einnahmequelle. Somit können die Sportinteressierten mit ihrem Besuch abstimmen, ob sie weiterhin Leistungssport in der Region haben wollen.

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