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00:17 21.02.2013
Nachdenklich: BG-Kapitän Marco Grimaldi (Nummer vier) im Gespräch mit den von der Bank kommenden Michael Crowell (verdeckt), Michael Wenzl, Paul Guede und Ramon Harris (v. l.). Quelle: Pförtner
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Göttingen

Das dies dem Niederländer gegen die stärkste Heimmannschaft der Liga aber nicht ausreicht, macht deutlich, welch Potenzial er in seinem Team sieht und wie hoch seine Ansprüche sind. 

In dieser Saison verteidigte nur Erdgas Ehingen/Urspringschule gegen die Düsseldorf Baskets besser als die BG, doch auch die jüngste Pro-A-Mannschaft schaffte es nicht, die Riesen vom Rhein kleinzukriegen. Die mit Juniorennationalspielern gespickten Ehinger unterlagen in einem Low-Scoring-Match in Düsseldorf 48:57.

Mehr Engagement beim Rebound

„Wir haben nur 37 Minuten gut verteidigt. Jetzt sehen wir, dass das nicht reicht, um Spiele zu gewinnen“, sagt Roijakkers. Zudem fordert er mehr Engagement beim Rebound: „Wir haben nur 60 Prozent der Defensiv-Rebounds geholt. Da müssen wir härter agieren.“ Mit seiner Kritik legt der Coach seine Finger in die schmerzliche Wunde, die Düsseldorf den Veilchen gleich zu Beginn des Duells mit einem 10:0-Lauf verpasst hat. „Wir waren nicht präsent, erst unsere Bankspieler haben uns dann wieder herangeführt und in die Situation gebracht, dass Spiel noch gewinnen zu können“, so Roijakkers. Lob gab es für Anthony Hitchens, Topscorer Ramon Harris und Paul Guede.

Johan Roijakkers

Überraschend seien für Roijakkers die zunehmend kritischen Meldungen, dass Hitchens zu wenig Spielzeit bekomme. Aufgrund der Regel, dass immer zwei Deutsche auf dem Parkett stehen müssen, sei es ohnehin schwer, dem US-Amerikaner mehr Minuten auf dem Parkett zu geben. „In Düsseldorf haben sich die zuletzt starken Sullivan Phillips und Nick Livas nicht gezeigt“, sagt Roijakkers. So habe Hitchens seine Chance bekommen und sie in der Offense genutzt. „Ich bin aber nicht hier um Freunde, sondern Spiele zu gewinnen. Als Trainer muss man lernen, auch unangenehme Entscheidungen zu fällen“, kontert Roijakkers die aufgekommene Kritik der BG-Fans energisch.

"Hitchens ist eine Scoring-Machine"

Und auch die 14 Punkte gegen Düsseldorf seien für Hitchens keine Einsatz-Garantie. „Hitchens ist eine Scoring-Machine. Er hat aufgrund seiner Größe allerdings Nachteile in der Mannverteidigung und auch bei den Hilfen sind andere Spieler stärker. Beim Zusammenstellen einer Mannschaft hat für mich die Defensive Priorität.“ Hitchens gehe mit dieser Situation sehr professionell um. „Es ist ja auch unstrittig: Wenn er einen deutschen Pass hätte, dann würde 30 Minuten pro Partie spielen“, betont Roijakkers und macht einmal mehr deutlich, wie sehr er sich über die Sonderregel der Pro A ärgert.

Trotz der Niederlage nehme der perfektionistisch veranlagte Roijakkers allerdings auch positive Aspekte aus dem Düsseldorf-Match mit: „Wir haben über einen großen Zeitraum eine Zonenverteidigung gespielt. Das haben wir in dieser Saison selten praktiziert, es ist in Düsseldorf recht gut aufgegangen.“ Das Top-Team der Liga sind die Düsseldorfer für Roijakkers trotz der enormen Verstärkungen von Waleskowski und Gadley nicht. „Vechta hat noch mehr Qualität“, betont der Niederländer.

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