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14:36 03.12.2018
Geschäftsführer der BG Göttingen: Frank Meinertshagen. Quelle: Theodoro da Silva
Göttingen

Brose BambergDeutschlands Basketballherz“ – so ist der Internetauftritt des neunfachen Deutschen Meisters überschrieben. Dieses Herz hatte Rhythmusstörungen in den vergangenen Tagen. In einer kurzen Pressemitteilung hatten die Franken ihre Trennung von Geschäftsführer Rolf Beyer bekannt gegeben. Die Beendigung der Zusammenarbeit mit dem Alleingeschäftsführer seien finanzielle Unregelmäßigkeiten gewesen.

„Nur durch fortwährende finanzielle Unterstützung durch die Brose Gruppe und den Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Stoschek persönlich – außerhalb der erheblichen Sponsoringleistungen – kann die Gesellschaft vor einer Insolvenz bewahrt werden“, hieß es weiter in der Erklärung. Schon bekannt war, dass Stoschek vor dieser Spielzeit seine Zuwendungen deutlich gekürzt hatte. Auf etwa sechs bis acht Millionen Euro hatte der Klub selbst die Einsparungen beziffert, angesichts des 22-Millionen-Budgets in der Vorsaison ein drastischer Einschnitt.

Während der Präsidiumssitzung in Ludwigsburg am Sonntagabend seien die Bamberger Probleme „inhaltlich kein Thema“ gewesen, berichtete Frank Meinertshagen, Geschäftsführer der BG Göttingen. Die Veilchen bestreiten die nächsten beiden Heimspiele am 22. Dezember (Pokal-Viertelfinale) und 26. Dezember (12. Bundesliga-Spieltag) gegen Bamberg. Natürlich habe man sich unter den Beteiligten ausgetauscht, von der Liga gab es dazu keine Stellungnahme. „Ich habe keine Detailkenntnisse, kann die Situation deshalb auch nur schwer einschätzen“, sagt Meinertshagen, der den entlassenen Bamberger Geschäftsführer als „sehr kompetent, nett und zuverlässig“ kennengelernt hat. Der 47-Jährige habe den Bamberger Basketball entscheidend mitgeprägt. „Man hätte die gesamte Situation auch eleganter lösen können. Rolf Beyer hat schon vor längerer Zeit angekündigt, sich zum Jahresende zurückzuziehen. Er hat gekündigt, sich vom Basketball abgewandt und einen neuen Arbeitgeber gefunden“, berichtete Meinertshagen. Beyer hatte sich am frühen Sonntagabend über Facebook zu Wort gemeldet, sich für den „enorm flächigen Zuspruch“ von vielen Menschen und Institutionen bedankt. Zu den von Brose Bamberg verbreiteten Pressemeldungen wollte er sich nicht äußern, forderte aber dazu auf, die Mitarbeiter, Trainer, Spieler und Helfer im Club zu unterstützen, „dass das Thema Basketball und dessen Zukunft in Bamberg wieder in den Fokus kommt“.

Im Fokus des BBL-Treffens in Ludwigsburg, das am Montagmittag begann und bis Dienstag dauert, standen nach Auskunft Meinertshagens „strategische Dinge – wie größere Reichweiten und die Erschließung neuer Zielgruppen. Wichtige Themen, die aber nicht konkret die BG betreffen.“

Von Kathrin Lienig

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