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BG Göttingen BG Göttingen: Keine Einigung mit Wunschspieler Daniel Hain
Sportbuzzer BG Göttingen BG Göttingen: Keine Einigung mit Wunschspieler Daniel Hain
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00:17 03.02.2013
Soll helfen, sein Team zurück in die Erfolgsspur zu bringen: BG-Kapitän Marco Grimaldi. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Somit tritt das Team von Sportdirektor und Cheftrainer Johan Roijakkers Freitag um 19 Uhr unverändert das Auswärtsspiel bei den Uni-Riesen Leipzig an. Das Schlusslicht verlor gestern übrigens einen seiner wichtigsten Leistungsträger.

„Momentan bin ich wirklich sehr enttäuscht. Wir haben alles versucht, aber es hat einfach nicht gepasst. Wir konnten uns mit Daniel Hain finanziell nicht einigen“, sagt BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen. Zweimal hätten beide Seiten nachverhandelt, bei der dritten Anfrage habe die BG „nicht mehr reagieren können“, so Meinertshagen. Der 27-jährige Point Guard stand vergangene Saison in der BBL bei den Telekom Baskets Bonn unter Vertrag, konnte sich im Team von Mike Koch allerdings nicht durchsetzen. Zuvor spielte der für aggressive Defense und unbedingten Einsatzwillen bekannte Hain vier Jahre lang für die EWE Baskets Oldenburg. 2009 gewann der dreifache Nationalspieler mit den Oldenburgern die Deutsche Meisterschaft. An einen Hain im BG-Dress haben die Göttinger übrigens gute Erinnerungen. Daniels älterer Bruder Stephan spielte für die Veilchen und war Teil des Erstliga-Aufstiegsteams 2007.

Trotz der Null-Nummer im Transfer-Poker verteidigt Meinertshagen die Festlegung auf eine potenzielle Verstärkung: „Es ging nicht darum, uns zu ergänzen, sondern zu verstärken. Der Markt gab einfach nicht viel mehr her.“ Kontakt habe noch zu Ex-Nationalspieler Hurl Beechum bestanden. Der mittlerweile 39-jährige Forward habe einen Try-out-Vertrag angeboten bekommen, habe aber aus familiären Gründen abgesagt.

Meinertshagen ist dennoch fest überzeugt, dass die BG stark genug ist, die Hinrunden-Erfolge zu wiederholen. „Wir haben ein tolles Team, mit dem wir unsere Ziele erreichen können.“ Das betont auch BG-Vertriebsleiterin Anna Jäger: „Über welches Potenzial unser Team verfügt, hat es bewiesen. Unser Ziel bleibt, als eines der vier besten Teams in die Playoffs einzuziehen. Jetzt kann jeder Akteur noch einmal zeigen, was er leisten kann. Für die Team-Chemie kann es sogar gut sein, dass kein neuer Spieler kommt.“ Als einziger Klub aus den Top Fünf habe sich Düsseldorf noch einmal verstärkt. „Das aber enorm. Cuxhaven, Karlsruhe und Vechta spielen auch mit ihrem Stammpersonal weiter“, sagt Meinertshagen.

Gegen die Leipziger, die ihren Klub-Namen Uni-Riesen bisher alles andere als gerecht werden konnten, sind die Veilchen auch ohne Neuzugang in der Favoritenrolle. Daran ändert auch die deutliche 68:79-Hinspielniederlage in der Sparkassen-Arena nichts. Zudem hat sich bei den Leipzigern allerlei getan: Die letzte Hiobsbotschaft hatten die Sachsen gestern mit Ablauf der Transferperiode zu verkraften. „Riesen“-Center Christopher Gadley, einer der Top-Performer des Hinspiels, hat sich Aufstiegsmitfavorit Düsseldorf angeschlossen. Der 2,07 Meter große 122-Kilogramm-Koloss trumpfte gegen Göttingen mit 20 Punkten und 15 Rebounds auf. 

Ebenfalls nicht mehr dabei sind Harry Eugene Marshall (16 Punkte) und der damalige russische Neuzugang Nikita Khartchenkov (15). Marshall ging zurück in die USA und wurde vom neuen Point Guard Adam Solazzo ersetzt. Khartchenkov heuerte bei Pro-A-Konkurrent Nürnberg an. „Wir wollen zurück in die Erfolgsspur. Wir haben in der Hinserie gezeigt, dass wir zwei Niederlagen in Serie verkraften und stark zurück kommen können“, betont Jäger. Damals startete die BG eine Siegesserie, holte aus zwölf Partien elf Siege.

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