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BG Göttingen BG Göttingen: Kopfnoten der Spieler rauschen in den Keller
Sportbuzzer BG Göttingen BG Göttingen: Kopfnoten der Spieler rauschen in den Keller
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18:56 07.04.2015
Alex Ruoff (links) und Jamal Boykin bekommen nach der Pleite in Bremer den Unmut der BG-Fans zu spüren. Quelle: Pförtner
Göttingen

Waren die Noten der Spieler in den vergangenen Wochen in der Skala von eins bis sechs nie schlechter als drei, so schaffte diesmal nur Raymar Morgan mit 3,98 ganz knapp eine drei vor dem Komma – nach 1,33 in der Woche zuvor. Alle anderen Spieler bewegen sich im Vierer-Bereich. Jamal Boykin, nach mehrwöchiger Verletzung erstmals wieder mit wenigen Einsatzminuten dabei, schießt mit 5,11 den Vogel ab.

Dramatisch abgestürzt in der Gunst der Anhänger sind Khalid El-Amin und Alex Ruoff. Nach den überzeugenden Siegen gegen den Deutschen Meister Bayern München und bei der TBB Trier erhielten die beiden Publikums-Lieblinge Noten knapp über 1,0.

Ihren Auftritt im Bremerhaven-Match haben die Experten auf den Rängen mit 4,57 (El-Amin) und 4,11 (Ruoff) bewertet. Selbst Coach Johan Roijakkers, bislang ein stabiler Zweier-Kandidat, kommt nicht ungeschoren davon. 3,8 ist seine mit Abstand schlechteste Note in der laufenden Saison.

Der Niederländer nimmt sowohl den Verdruss der Anhänger als auch die Niederlage bei den Eisbären gelassen. „Ich kann die Enttäuschung der Fans verstehen, bin selbst aber nicht enttäuscht, sondern stolz, dass wir schon 14 Siege geholt haben, viel mehr als zu Saisonbeginn zu erwarten waren“, stellt der 34-Jährige klar.

Die BG habe in der ersten Halbzeit stark gespielt, und dass sie im letzten Viertel eingebrochen ist, sei keine Schande gegen einen so starken Gegner. „Ich schaue nie auf die Tabelle. Bremerhaven ist nicht mehr das Team von vor ein paar Wochen, hat sich mit Spielern auf Euroleague-Niveau wie Smith und Liggins verstärkt, die über NBA-Erfahrung verfügen, und hat von den letzten fünf Partien vier gewonnen“, erläutert Roijakkers, warum die Mannschaft des international erfahrenen Trainers Mulin Katzurin viel höher einzuschätzen ist, als es die Tabellenposition vermuten lässt.

„Unser Ziel ist es, solange wie möglich um die Playoffs mitzuspielen. Wir werden es genießen, solange es geht“, sagt Roijakkers mit Blick auf das enge Mittelfeld. Schließlich liegen zwischen dem Achten, den Artland Dragons, und den Löwen Braunschweig auf Platz elf lediglich zwei Punkte, und selbst Frankfurt und Oldenburg auf den Rängen sechs und sieben, die gerade einmal vier Zähler mehr auf dem Konto haben als die Veilchen, sind fünf Spieltage vor Hauptrunden-Ende noch längst nicht in den Playoffs.

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