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BG Göttingen BG Göttingen: Playoff-Viertelfinal-Serie gegen Science City Jena beginnt
Sportbuzzer BG Göttingen BG Göttingen: Playoff-Viertelfinal-Serie gegen Science City Jena beginnt
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21:53 04.04.2013
Auf dem Weg nach oben: BG-Forward Ramon Harris zieht hier unwiderstehlich zum Korb und will mit seinem Klub in die 1. Bundesliga. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Dass aus gebührendem Respekt keine Ehrfurcht wird, beruht besonders auf dem Vertrauen des letztjährigen Meistertrainers des BC Prievidza in die überragende Verteidigungskunst seiner Veilchen. Neben dem Heimvorteil soll auch die Fan-Unterstützung die Favoritenrolle des Hauptrunden-Zweiten der 2. Basketball-Bundesliga Pro A stärken.

Der Grundstein zum Einzug in das Playoff-Halbfinale soll in der maximal fünf Spiele umfassenden Viertelfinal-Serie heute ab 19 Uhr in der Sparkassen-Arena gelegt werden. Als Spieltagssponsor präsentieren sich die Stadtwerke und die BG ihren neuen Song „Boing. Boing“ von „die feisten“. 

Gelingt es Roijakkers, sein Team erfolgreich durch die Playoffs zu führen, bringt das wahrscheinlich sogar noch das Eis zwischen ihm und den Fans zum Schmelzen. Oft für seine nicht unbedingt gelebte Fan-Nähe kritisiert, hat doch jeder Fan die Hoffnung, dass Roijakkers die BG von einem Trauma heilt:

Denn bei drei Playoff-Teilnahmen, wenn auch in der 1. Liga, kamen die Veilchen nie über die erste Runde hinaus. 2009 unterlagen sie dem späteren Meister Bamberg 1:3, 2010 kam nach dem Europapokal-Sieg das unglückliche Aus im fünften Spiel gegen Bremerhaven. 2011 war die BG beim 0:3 gegen die Frankfurt Skyliners chancenlos.

Nick Livas wieder fit

Besonders froh ist Roijakkers, dass er einen wesentlich für den Erfolg seines Ensembles verantwortlichen Mosaikstein wieder einfügen kann: Nick Livas. Der extrem hart arbeitende Verteidigungsspezialist musste beim Hauptrunden-Abschlusssieg gegen die Kirchheim Knights aufgrund eines im Spiel gegen Cuxhaven erlittenen Cuts unter dem rechten Auge pausieren. „Nick ist sehr wichtig für unser Spiel.

Er hat unter der Woche hart trainiert, und die Auswertung der Röntgenbilder war positiv. Er bekommt am Freitagmorgen die Fäden gezogen und ist bereit“, sagt Roijakkers. Dabei wird das wohl härteste und schmerzunempfindlichste Veilchen auf eine schützende Gesichtsmaske verzichten. „Im Training hat Nick gesagt, dass ihm die Maske ein wenig die Sicht nimmt. Er fühlt sich nicht wohl damit und spielt ohne Schutz“, so Roijakkers. 

Der 32-jährige Niederländer verschweigt nicht, dass Jena nicht sein Lieblingsgegner ist und spart nicht mit Lob für Cheftrainer Georg Eichler. „Ich mag die Art wie Jena spielt. Es ist sehr ausbalanciert und hat die zweitstärkste Offensive der Liga. Da ist es tödlich, sich nur auf die vermeintlichen Top-Performer zu konzentrieren“, hat Roijakkers analysiert. Um seine Warnung zu untermauern, weist er auf Jenas 88:78-Heim-Triumph über die Düsseldorf Baskets am vergangenen Donnerstag hin.

Das Spiel der Thüringer ist schwer zu verteidigen, weil sie sich im Angriff auf mehrere Akteure verlassen können. Mit Shooting Guard Kenny Barker (15,5 Punkte), Spielmacher Lee Jeka (13,3), Kevin Wysocki (10,5), Aurimas Adomaitis (10,4) und Power-Athlet Sanijay Watts (10,3) verfügt Jena über fünf Akteure, die durchschnittlich zweistellig punkten. Garrett Sim (9,6) und Christoph Roquette (9,5) folgen dicht dahinter. „Jena kann enorm schnell spielen, verfügt aber auch über eine sehr gute Halbfeld-Offense mit vielen Spielzügen“, sagt Roijakkers.

Abwehr-Bollwerk

Dem Offensiv-Power aus dem Osten stellen die Veilchen das am schwersten zum knackende Abwehr-Bollwerk der Liga entgegen. Lediglich 73 Gegenpunkte lässt die BG im Schnitt zu. „Auf unserer starken Verteidigung baut unser gesamtes Spiel auf. Ich verspreche, dass wir nicht noch einmal so eine schwache Verteidigung sehen wie gegen Kirchheim.

Gelingt uns das, dann sind wir nur schwer zu schlagen“, betont Roijakkers, dem der komplette Kader zur Verfügung steht. Zudem hofft er auf die Fans: „Sie unterstützen uns phänomenal. Ihr Support kann uns 20 Prozent Extra-Energie geben und ausschlaggebend sein.“

Für das Duell in Jena am Sonntag organisiert der Fanclub Veilchen-Power Fanbusse. Die Fahrt kostet pro Person 15 Euro zuzüglich Eintrittskarte. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Tickets zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 8 Euro) zu beziehen. Bestellungen bis zum Freitag, 5. April, an fahrten@veilchen-power.de.

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