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BG Göttingen BG Göttingen: Pleite gegen SC Rasta Vechta
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21:45 21.01.2013
Flasche leer: Für BG-Coach Johan Roijakkers (l.) und Akeem Vargas sind Speis und Trank in Vechta noch am erfreulichsten. Quelle: Triphaus
Göttingen

Vechta sei stattdessen ein würdiger Meisterschaftskandidat, gegen den er durchaus mit einer Niederlage gerechnet hat. „Ein wenig mehr Gegenwehr hätte ich mir aber gewünscht.“

Vor allem defensiv ist die BG, die nur eine Woche zuvor gegen Essen lediglich 47 Punkte kassiert hatte, nicht wieder zu erkennen. Im Eins-gegen-Eins sind die Veilchen-Guards Vechtas Rastamen hilflos ausgeliefert. Besonders Center Michael Wenzl erhält eine Lehrstunde. Rastas Routinier Dirk Mädrich nimmt den kräftig, aber auch ungelenk wirkenden 21-Jährigen nach allen Regeln der Kunst aufs Korn.

„Wenzls Verteidigung war dramatisch schlecht“, erklärt Roijakkers und leitet unmittelbar zu seinem wohl größten Ärgernis über: „Ich kann mir mein Gift aussuchen. Man braucht zwei Deutsche auf dem Feld, also kann sich Wenzl entweder Fehler leisten, wie er will, oder wir spielen ohne echten Center, der gegen Mädrich oder Luke Doerksen verteidigt, und haben die gleichen Probleme.“

Die schwache Wurfquote von nur 31 Prozent störe ihn nicht. Auch die 42 Dreierversuche, von denen lediglich zehn ihr Ziel fanden, sind im Offensivkonzept so vorgesehen. „68 Punkte sind in Ordnung. Damit kann man Spiele gewinnen“, betont Roijakkers, wenngleich er eingesteht, dass auch der offensive Auftritt seines Team nicht das Prädikat „gut“ verdiene. „Gut war nur das Brötchen nach dem Spiel“, merkt er sarkastisch an.

Vechtas Trainer Pat Elzie zählt die Göttinger dennoch zum Kreis der Topfavoriten. „Aus meiner Sicht sind sie individuell das stärkste Team und die Mannschaft, die es zu schlagen gilt“, sagt der 52-jährige sympathische US-Amerikaner in gutem Deutsch. Ihn habe lediglich überrascht, dass kaum ein Team den starken BG-Individualisten mit einer Zonen-Verteidigung begegnet ist.

„Für mich war das sofort klar, nachdem ich mir die letzten drei BG-Spiele auf Video angesehen und mich auch an unseren peinlichen Auftritt aus dem Hinspiel erinnert habe.“ Im ersten Aufeinandertreffen kassiert Vechta mit 64:87 die zweite von drei Auftaktpleiten. Seitdem eilt Elzies tief besetztes Team von Sieg zu Sieg, hat nur noch gegen Science City Jena verloren.

Roijakkers orientiert sich zunächst nach unten: „Wir müssen zusehen, dass wir in den kommenden Wochen die Big Points für den Kampf um die Playoffplätze holen“, sagt der 32-Jährige. Die zwölf Zähler Vorsprung auf den Tabellenneunten aus Essen seien kein allzu großes Polster. „Die aktuelle Tabelle ist ein Trugbild.

Wir stehen ganz oben, weil wir alle starken Kontrahenten daheim gespielt und besiegt haben. Wir müssen aber noch auswärts in Düsseldorf, Karlsruhe, Chemnitz und Cuxhaven ran“, betont der slowakische Meister. Solange brauche man weder über den Aufstieg noch über einen Heimvorteil in den Playoffs sinnieren.

„Dafür brauchen wir noch zwei starke Deutsche.“ Eine Nachverpflichtung schließt Roijakkers zwar nicht gänzlich aus, verweist aber auf das nur noch bis zum 31. Januar währende Transferfenster: „Derzeit gehe ich nicht davon aus, dass noch wer kommt.“

Von Rupert Fabig

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