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00:18 11.04.2013
Leidet an der Seitenlinie: BG-Headcoach Johan Roijakkers. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Allen ist klar: Auch das zweite Duell wird Jena für sich entscheiden. Cheftrainer Johan Roijakkers ist nun mehr als Psychologe denn als sportlicher Übungsleiter gefordert, um nach dem 72:87 in Jena (Tageblatt berichtete) die „best of five“-Serie gegen den thüringischen Underdog doch noch zu gewinnen.

Dass Roijakkers᾽ in der Hauptrunde der 2. Basketball-Bundesliga Pro A oftmals bravourös auftrumpfende Mannschaft plötzlich das Basketballspielen verlernt hat, ist ausgeschlossen. Offensichtlich ist allerdings, dass die Veilchen ungewohnt viele kleine Fehler begehen und besonders ihre freien Würfe nicht nutzen.

Die Konsequenz ist: Der Favorit liegt im Playoff-Duell mit Jena nach zwei Niederlagen mit 0:2 in Rückstand und benötigt nun drei Siege in Serie, um doch noch in die Halbfinalrunde einzuziehen. Das erste von aus Fan-Sicht hoffentlich drei „Endspielen“ findet am Mittwoch um 19 Uhr in der Göttinger Sparkassen-Arena statt. 

„Wir hatten als Hauptrunden-Zweiter noch nichts gewonnen, jetzt aber auch noch nichts verloren“, betont Roijakkers trotzig. Dass der 32-jährige Niederländer noch fest an das Weiterkommen seines Teams glaubt, begründet er damit, dass es bisher oft nur Nuancen waren, die den Ausschlag gegeben haben.

Verlernt, intuitiv zu handeln

Dass das Spielsystem der Veilchen funktioniert, sieht jeder Zuschauer an der Masse der freien Würfe, die die BG sich bisher in beiden Partien erspielt hat. Dass derzeit jedoch oftmals einfachste Korbleger und eine Vielzahl an freien Drei-Punkt-Würfen nicht zu Punkten führen, bringt nicht nur Roijakkers zur Verzweiflung.

„Wir haben momentan ein wenig verlernt, intuitiv zu handeln und denken zu viel, doch das hilft uns nicht“, hat der Coach erkannt. Das mache sich nicht nur bei freien Würfen negativ bemerkbar, sondern besonders in der Verteidigung. „Jena hat nichts Neues gemacht, wir kennen all seine Offensiv-Systeme.

Erstaunlicherweise erkennen wir aber plötzlich die Systeme zu spät, kommen dadurch einen Schritt zu spät, und Jena kommt zu einfachen Punkten“, analysiert Roijakkers. Hinzu komme, dass seine Spieler dann teilweise zu übermotiviert seien, weil sie die Fehler unbedingt im nächsten S pielzug wieder ausbügeln wollten.

Am gestrigen Montag hatte das Team die Möglichkeit, sich an einem freien Tag von den Blessuren des strapaziösen Wochenendes mit den zwei Spielen zu erholen. Ab heute beginnt die psychologische Aufarbeitung und die Vorbereitung aufs erste – viel zu frühe – Endspiel.

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