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BG Göttingen bezwingt Heidelberg 85:79, Polizei ermittelt nach Schlägerei

2. Basketball-Bundesliga BG Göttingen bezwingt Heidelberg 85:79, Polizei ermittelt nach Schlägerei

2012 Zuschauer in der Göttinger S-Arena bekamen ein bis in die Schlussphase spannungsgeladenes Duell zu sehen, das der Tabellenzweite der 2. Basketball-Bundesliga Pro A gegen die MLP Academics Heidelberg dank stählerner Nerven und besserer Physis knapp, aber verdient mit 85:79 (58:6, 46:46,22:21) gewann. Die Veilchen sind nach der Pleite des SC Rasta Vechta in Cuxhaven wieder punktgleich mit dem Tabellenersten.

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Starke Leistung der deutschen Veilchen: Michael Wenzl und Akeem Vargas freuen sich nach einem starken Spiel gemeinsam über den Triumph.

Quelle: Pförtner

Göttingen. „Ich freue mich über den Sieg, es war kein leichtes Spiel. Es zeigt sich, dass wir um die 90 Punkte erzielen, wenn unsere deutschen Spieler punkten. In der Offense haben wir gut gespielt“, resümierte BG-Cheftrainer Johan Roijakkers . Im Gegensatz zum Hinspiel sah sich die BG nicht einem offensiv übers komplette Feld pressenden Team gegenüber, sondern einem konzentriert im Raum verteidigenden Kollektiv, das die Räume unterm Korb mit einer 2:3-Zone extrem klein hielt. Doch die Veilchen waren gut vorbereitet und punkteten mit ihrer variablen Offense konstant.

Bessere Defense

Allerdings fand die BG in der Verteidigung nicht die Intensität der vergangenen Spiele, besonders die Hilfen kamen oft zu spät. Erst nach der Pause wurde die Defense besser, so dass Heidelberg nicht mehr so viele freie Würfe bekam. Die Trefferquote sank dramatisch. „Bei der Intensität gab es mir zu viele Ups and Downs. Wir können und müssen den Energie-Level höher halten. Mit dem Rebounding war ich nicht zufrieden“, so Roijakkers.

Die BG Göttingen setzte sich in der S-Arena gegen MLP Academics Heidelberg mit 85:79 durch.

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Exzellent eingestellt war die BG allerdings gegen  Heidelbergs Topscorer Devin Whit e. Besonders Nick Livas ackerte mit jeder einzelnen Muskelfaser und viel Herz gegen Heidelbergs Schlüsselspieler. Und White kam mit der energischen Ganz-Körper-Verteidigung nicht zurecht, ließ sich sogar zu Fouls hinreißen. So geriet er bereits in der 22. Minute in Bedrängnis, denn die Referees pfiffen sein viertes Foul. Ähnlich erging es dem stark auftrumpfenden Heidelberger Big Man Yannick Crowder. Er hatte nach nur 17 Minuten vier Fouls gesammelt.

Akeem Vargas als Matchwinner

Matchwinner war Akeem Vargas, der in der Schlussphase mit einem Drei-Punkt-Wurf seine Veilchen wieder in Front brachte (77:76/39.). Zudem behielt der gebürtige Heidelberger gegen seinen Ex-Klub dann auch an der Freiwurflinie die Nerven: Er verwandelte sechs Würfe in Folge. „Wir haben Vargas den offenen Dreier ermöglicht. Hätten wir in dieser Phase den Angriff unbeschadet überstanden, hätten wir eine sehr gute Chance auf den Sieg gehabt. Göttingen hat in den letzten drei Minuten physischer gespielt als wir. Wir sind sehr enttäuscht“, resümierte Heidelbergs Cheftrainer Tony Garbelotto.

Ermittlungen gegen drei BG-Profis

Trotz des Triumphs kann sich die BG nicht fokussiert auf das nächste Spiel am Sonnabend zu Hause gegen Gotha vorbereiten. Die Polizei ermittelt wegen einer Disco-Schlägerei nach dem Leipzig-Spiel am 1. Februar gegen drei BG-Profis. Sie sollen einen 39-Jährigen verletzt haben, der Göttinger habe Anzeige bei der Polizei erstattet, so BG-Geschäftsführer Meinertshagen. Von den Ermittlungen hätten Management und Spieler erst am Sonnabend erfahren. „Wir gehen davon aus, dass unsere Spieler als Zeugen gehört werden“, so Meinertshagen.

BG: Grimaldi (12 Punkte/2 Dreier/2 Rebounds/1 Assist), Vargas (22/3/6/3), Guede (14/4/4/1), Livas (14/0/2/5), Harris (6/2/10/3), Davis (2/0/1/0), Hitchens (0/0/0/0), Phillips (6/0/1/3), Wenzl (9/0/4/0). – Beste Heidelberg: Sargent (17/5/1/2), Komarek (14/2/8/0), Hardy (11/0/7/4), Blackwood (10/2/2/1), Crowder (10/0/2/1).
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In Sparkassen-Arena

Obwohl die Erinnerungen an das Hinspiel nicht unterschiedlicher sein könnten, ist die Konsequenz vor dem Rückspiel dieselbe: Die Verantwortlichen beider Klubs sind bemüht, den 108:68-Triumph der BG Göttingen über die MLP Academics Heidelberg aus den Köpfen der Spieler zu bekommen.

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