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BG Göttingen gegen Bremerhaven im Live-Blog

Basketball-Bundesliga BG Göttingen gegen Bremerhaven im Live-Blog

Bremerhaven bleibt für die Veilchen ein gutes Pflaster. In der Stadthalle besiegte das Team von Headcoach Johann Roijakkers in der Basketball-Bundesliga die Eisbären mit 77:74 (36:29) – machte es dabei deutlich spannender als unbedingt notwendig.

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Seine Rebound-Qualitäten waren am Schluss gefragt: Jordan Loveridge von der BG Göttingen.

Quelle: Scheer

Bremerhaven. In einem Herzschlagfinale stellte Dominic Lockhart unter Beweis, dass er zu Recht den Ruf in den Nationalkader erhalten hat. Seine Veilchen erwischten in der Stadthalle Bremerhaven, in der viele Plätze frei blieben, einen guten Start. Nur 2477 Zuschauer wollten die Partie gegen die Veilchen sehen, etwa 100 Fans aus Göttingen waren in die Stadt an der Nordsee gekommen.

Mit guter Defense brachte das Roijakkers-Team die Gastgeber schnell in Schwierigkeiten. Ein Dreier von Leon Williams sorgte für eine 13:7-Führung für die Veilchen. Bremerhavens Coach Sebastian Machowski nahm schnell eine Auszeit, um den Veilchen-Lauf zu stoppen, und fand die richtigen Worte: Sein Team wurde stärker, die BG ließ gute Chancen liegen, und ein ärgerlicher Dreier des Bremerhavener Jordan Hulls sorgte für einen unnötigen Ein-Punkte-Rückstand (16:17).

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Eisbären Bremerhaven – BG Göttingen

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Im zweiten Viertel spielten beide Teams über vier Minuten „wilde Sau“. Ungenaue Abspiele und technische Fehler reihten sich aneinander, und der Ball wollte auf keiner Seite in den Korb. Göttingens Michael Stockton erzielte nach fast fünf Minuten den erlösenden ersten Korb im zweiten Viertel.

Danach lief es für die Veilchen, deren Fans schalschwingend lautstärker waren als alle Bremerhavener zusammen, deutlich besser. Der Ball lief schneller – oftmals zu schnell für die Gastgeber, und Lockhart und Rush zogen mit viel Schwung zum Korb, trafen jeweils und zogen noch ein Foul. Die beiden Drei-Punkte-Spiele brachten die BG nach vorn, denn auch die Freiwurf saßen und die BG ging mit einer 36:29-Führung in die Pause.

Viel sagen musste BG-Coach Roijakkers in der Pause wohl nicht. Sein Team stand schnell wieder auf der Platte. Beiden Mannschaften spielten nach der Halbzeit plötzlich wieder auf Augenhöhe. Die Veilchen gingen wieder in Führung gehen, aber nur, um diese gleich wieder abzugeben. Besonders mit Eisbär Carl Baptiste, einem Muskelpaket, das auch Dreier traf, hatten die Göttinger Schwierigkeiten. Stockton verkürzte fast mit der Sirene den Rückstand auf einen Punkt zum 54:53.

Im letzten Viertel erlebten die Zuschauer wieder ein Wechselbad der Gefühle, doch die Gastgeber blieben zunächst in Führung. Aber nur bis Brion Rush auf ein Vier-Punkte-Spiel kam – er landete einen Dreier mit Foul und verwandelt den Freiwurf souverän zur 66:63-Führung für die Veilchen.

Doch es blieb bis zum dramatischen Ende einer nicht unbedingt schönen Partie eng. Lockhart versenkte eiskalt einen Dreier zur 75:69-Führung, und die mitgereisten Fans waren aus dem Häuschen.

Doch die Eisbären konterten mit einem Dreier von Hulls und verkürzten auf 72:75. Stockton traf nur einen Freiwurf von zweien, und im Gegenzug versenkte Baptiste einen Dreier, der sich jedoch nach Videoüberprüfung als Zweier entpuppte – Glück für die BG.

Sieben Sekunden standen auf der Uhr, als Loveridge zu Freiwürfen antrat und zumindest einen zum 77:74 traf. Lockhart entschied das Spiel dann endgültig mit einem Foul: Es gab zwei Freiwürfe für Wendt, der wiederum keinen der beiden Versuche traf. Die Eisbären waren kalt gestellt, Fans und Spieler konnten sich über einen echten Arbeitssieg freuen.

Entsprechend glücklich war BG-Headcoach Johann Roijakkers nach den dramatischen Schlusssekunden der Begegnung: „Wir sind mit dem Sieg sehr zufrieden“, sagte er. „Beide Mannschaften hätten gewinnen können. Mein Team hat durch die Big Shots in der letzten Minute gewonnen.“ Sein Gegenüber Sebastian Machowski haderte ein wenig mit dem Schicksal: „Jeder ist seines Glückes Schmied, wir waren auf Augenhöhe und konnten nicht gewinnen. Es war Unvermögen.“ Seine Spieler hätten zu viele leichte Würfe vergeben – auch Freiwürfe und Dreier in der spielentscheidenden Phase.

„Es war das ganze Spiel eng, und dann entscheiden am Ende Kleinigkeiten“, sagt BG-Akteur Nicolai Simon „Am Anfang hatten wir Probleme mit der harten Verteidigung, aber letztlich hat jeder seinen Teil zum Sieg beigetragen.“

Von Frank Beckenbach

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