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BG Göttingen BG Göttingen gewinnt gegen Gotha dank starker Abwehr
Sportbuzzer BG Göttingen BG Göttingen gewinnt gegen Gotha dank starker Abwehr
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10:25 04.03.2013
Nicht schön, aber erfolgreich gespielt: Sullivan Phillips (am Ball) führt seine BG Göttingen als Topscorer zum Sieg gegen Gotha. Quelle: Theodoro da Silva
Göttingen

Die 2109 Zuschauer in der erneut gut gefüllten Sparkassen-Arena rieben sich zur Halbzeit die Augen und quittierten das Gesehene kopfschüttelnd. Das 25:19 war eher ein besseres Halbzeitpausen-Ergebnis eines Handballspiels. Wissend, dass solch eine Leistung nicht ausreichen wird, die eigenen Ziele zu erreichen, fiel die Sieges-Humba trotz nun feststehender Playoff-Qualifikation alles andere als überschwänglich aus.

„Wenn wir einen richtig guten Tag erwischen, dann können wir in Göttingen bestehen“, hatte Gothas Headcoach Christoph Nicol vor der Partie prognostiziert. Dass das Duell der Thüringer Raketen-Männer mit den Veilchen zum Rohrkrepierer wurde, daran hatte BG-Defensiv-Ass Paul  Guede erheblichen Anteil. Der 26-jährige Engländer übernahm über weite Strecken der Partie die Sonderbewachung von Gothas Topscorer Chase Griffin.

Dank intensiver Laufarbeit und enormer Spannweite sorgte er dafür, dass der Scharfschütze der Rockets nur wenige verwertbare Anspiele und kaum offene Würfe bekam. Besonders die Drei-Punkt-Versuche des 54-Prozent-Schützen unterbanden die Veilchen effizient. Arm an offensiven Alternativen ballerte Griffin das orangefarbene Leder dennoch 17-mal auf den BG-Korb ab.

Mit dem zu erwartenden bescheidenen Erfolg: Nur sieben seiner 17 Würfe fanden ihr Ziel. Bei Gotha strahlten neben Ex-Erstliga-Akteur Griffin nur Albert Kuppke und der stark spielende Torvoris Baker Offensiv-Gefahr aus. Der US-amerikanische Power Forward war mit 18 Punkten und 64 Prozent Trefferquote der beste Akteur auf dem Parkett.

Dank starker Abwerh gewinnt die BG Göttingen in der heimischen S-Arena gegen die Rockets Gotha.

Marco Grimaldi sorgte dafür, dass bei Dimitrj Kreis nichts rund lief, der BIG-Aufbauspieler konnte aufgrund der konsequenten Verteidigung keine Akzente setzen. Wenig besser machte es dessen schwedischer Backup Jonathan Gary Person. Der talentierte Nordländer, der unter anderem die Talentschmiede des italienischen Top-Klubs Virtus Bologna durchlief, war in den Händen des Deutsch-Italieners Grimaldi gut aufgehoben.

Für reichlich Power am defensiven Brett sorgte einmal mehr Nick Livas. Mit seiner couragierten Spielweise sorgte er dafür, dass Gotha auch Inside erhebliche Probleme bekam.

Defensive Top - Offensive Flop

So sehr die Veilchen in der Defensive überzeugten, so sehr enttäuschten sie allerdings im Angriff.  Zwar wirkte das zu Beginn recht unorganisierte Spiel der Gastgeber mit zunehmender Dauer strukturierter, was zahlreiche freie Würfe zur Folge hatte, Zählbares blieb allerdings Mangelware. Vereinzelt streute Gotha eine 2:3-Zone ein, doch auch gegen die Raumdeckung fand die BG ihre freien Akteure.

Doch diese trafen beharrlich nur den Ring, besonders Ramon Harris und Akeem Vargas hatten bei ihren freien Drei-Punkt-Würfen Pech. Bisweilen paarte sich fehlende Fortüne allerdings auch mit Unvermögen. Korbleger, auch wenn leichter Körperkontakt vorlag, fanden nicht ihr Ziel. Immerhin: Bis zur Pause stieg die Trefferquote auf 23 Prozent, der Zuschauer hatte jedoch das Gefühl, dass nach Wahrscheinlichkeitsrechnung die Zufalls-Trefferquote hätte höher sein müssen.

Bereits am Sonnabend müssen sich die Veilchen offensiv steigern, denn nicht nur in den Playoffs, sondern auch in Karlsruhe wird es wohl unmöglich sein, mit 34 Prozent Trefferquote zu gewinnen.

BG: Grimaldi (4 Punkte/1 Dreier/4 Rebounds/1 Assist), Vargas (12/2/5/1), Guede (11/2/2/3), Livas (9/0/8/3), Harris (9/2/6/2), Davis (2/0/1/1), Hitchens (0/0/0/1), Donkor (0/0/0/0), Phillips (13/0/2/2), Wenzl (5/0/5/0).
Beste Gotha: Baker (18/3/7/0), Kuppe (11/1/5/3), Griffin (14/0/2/4).

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