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BG Göttingen gewinnt nach Verlängerung gegen Rockets Gotha

Hart umkämpft BG Göttingen gewinnt nach Verlängerung gegen Rockets Gotha

In der Rückrunde will die BG Göttingen ihren Fans in der Sparkassen-Arena anscheinend ausschließlich Besonderes liefern. Nach dem 114:109-Triumph am vergangenen Wochenende im „Jahrhundert-Spiel“ gegen Science City Jena erlebten am gestrigen Sonntagabend 2781 Zuschauer erneut ein denkwürdiges Spiel.

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Starkes Spiel: Alex Ruoff (r.) glänzt als Scorer und Assistgeber.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Der Spitzenreiter der 2. Basketball-Bundesliga Pro A wurde von den stark aufspielenden Oettinger Rockets Gotha erstmals in die Verlängerung gezwungen.

In der fünfminütigen Extra-Zeit zeigte die BG angefeuert von einem wiederholt fantastischen Publikum das bessere Stehvermögen und gewann verdient mit 94:89 (82:82, 66:62, 37:45, 20:22). Es war allerdings ein gewaltiger Kraftakt nötig, um auch im zwölften Heimspiel ungeschlagen zu bleiben. Der Schlüssel zum Erfolg war eine handfeste Auseinandersetzung zwischen BG-Erfolgscoach Johan Roijakkers und Matchwinner Jermaine Mallett.

Trotz vielversprechenden Beginns und einer 6:0-Führung (2.) kam die BG nicht in die Partie hinein. Die aufopferungsvoll kämpfenden und von Ex-Erstliga-Center Chris Ensminger besonders defensiv exzellent eingestellten Thüringer stellten die Veilchen mit ihrer zwischen Raum- und Mannverteidigung wechselnden Defense vor erhebliche Probleme.

Gäste waren in Führung

30 Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels gingen die Gäste in Führung. Später lag der Tabellenzehnte sogar mit neun (30:21/12.) oder zehn Punkten in Front (49:39/22.). Nach dem souveränen 89:64-Sieg am Freitagabend in Leverkusen wirkten die Gastgeber nicht immer hundertprozentig auf den Gegner fokussiert und phasenweise müde.

Gotha kam so zu zahlreichen recht schlecht verteidigten Würfen, die es meist präzise in Punkte umwandelte. Viele unnötige Ballverluste (16) sowie unsaubere und somit unpräzise Pässe hemmten zudem lange Zeit das Offensivspiel des Spitzenreiters.

Den Zorn des Trainers über das schlechte Spiel und des deswegen nicht unverdienten Rückstands bekam Jermaine Mallett drei Minuten vor Ende des dritten Viertels ab. Beide lieferten sich daraufhin ein heftiges Wortgefecht, das darin gipfelte, dass Mallett seinen Coach sogar zur Seite stieß

Jermaine Mallett im Kampfmodus

Von nun an war der Power-Athlet allerdings im Kampf-Modus, und das bekam Gotha nicht gut. Der überragende Punktejäger Harper Kamp glich von der Freiwurflinie zum 60:60 (28.) aus und die Veilchen gingen später sogar mit einer knappen 66:62-Führung ins dramatische vierte Viertel.

In der 31. Minute brachte Mallett sein auf sechs Punkte in Front (68:62). Angeführt von seinem Topscorer Chase Griffin kam Gotha aber wieder heran und ging sogar in Front (70:71/35.). Nun war es an der BG, Charakter zu zeigen und sich wieder zurückzukämpfen. Das übernahmen in erster Linie Mallett, Kamp sowie David Godbold und Alex Ruoff, der jedoch ab der 39. Minute wegen seines fünften Fouls nicht mehr helfen konnte. Die Sechs-Punkte-Führung der BG (77:71) konterte Gotha erneut und so ging es beim 82:82 in die Verlängerung.

Und auch die fünf Extra-Minuten waren hart umkämpft. 34 Sekunden vor dem Ende glich Travis Warech noch zum 89:89 aus. Doch dann war Mallett nicht zu stoppen. Im Stile eines Runningbacks pflügte er durch Gothas Zone und traf trotz Foul. Den Zusatzfreiwurf verwandelte er ebenfalls sicher zum 92:89. In der Defense störte er dann Griffin bei dessen Dreier entscheidend, um dann vier Sekunden vor dem Ende mit zwei weiteren Freiwürfen den umjubelten Endstand herzustellen.

Genau diesen Mallett braucht die Mannschaft

„Gotha hat gut gespielt, aufgrund der Matchups liegt uns der Gegner nicht so. Ich freue mich über meine 27 Punkte, das Spiel entschieden hat aber Jermain“, betonte Kamp. Das sah auch Roijakkers so, der Mallett lobte: „Godbold und Spohr erzielten Big Points, aber er hat den Unterschied ausgemacht.“ Und was war mit dem Disput? „Der war heftig, wir sind beide sehr emotional. Aber genau diesen Mallett braucht die Mannschaft, um enge Spiele zu gewinnen. Er ist einer meiner absoluten Lieblingsspieler.“

BG : Majok (2 Punkte/0 Dreier/2 Rebounds/0 Assits), Liyanage (0/0/1/0), Grimaldi (2/0/2/2), Ruoff (19/2/2/7), Spohr (15/3/9/3), Mallett (11/0/3/0), Godbold (10/2/9/1), Kamp (27/0/8/1), Raffington (0/0/0/0), Dunbar (8/2/3/3). – Beste Gotha: Griffin (23/3/4/4), Fraser (20/0/6/0), Warech (16/1/9/0), Kreis (10/1/3/1).

Mit einem hart erkämpften Sieg in der Verlängerung gewinnt BG Göttingen in der heimischen Sparkasse-Rena gegen die Rockets Gotha. © Pförtner

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