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BG Göttingen unterliegt Ratiopharm Ulm

84:94 BG Göttingen unterliegt Ratiopharm Ulm

Basketball-Bundesligist BG Göttingen hat die Überraschung verpasst: Gegen den Playoff-Kandidaten Ratiopharm Ulm unterlagen die Veilchen am Sonnabend in der heimischen Sparkassen-Arena mit 84:94 (47:53).

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Göttingens Dominic Lockhart am Ball.

Quelle: Swen Pförtner

Göttingen. „Wir hatten wie letzte Woche ein schönes, schnelles Spiel. Ich bin zufrieden mit der Mannschaft, vor allem, wie sie sich zurückgekämpft hat“, lobte BG-Trainer Johan Roijakkers sein abstiegsgefährdetes Team, das mit der Heimpleite die neunte Niederlage in Folge kassiert hat. Momenten fehlen die Punkte, aber nicht nur Roijakkers hat eine Aufwärtstendenz festgestellt: „Es macht Spaß, mit dem Team zusammenzuarbeiten.“

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Zu Beginn der einzigen Heimpartie der Veilchen innerhalb von acht Wochen war es jedoch erst einmal ganz still in der Halle geworden: Die BG erwischte gegen Ulm einen miserablen Start, vielleicht den miserabelsten der bisherigen Saison: Grüttner foulte, Thompson verwandelte, Stockton leistete sich zwei Fehler in Folge, beim zweiten blieb Lockhart nur das Foul übrig, der Dreier von Fotu fiel, ein Dreier-Versuch von Rush aus der Ecke ging an die Brett-Kante, im Gegenzug war erneut Fotu erfolgreich, und in der 2. Minute stand es 0:11, in der 3. Minute dann 2:16.

Die Ulmer, die mit Personalsorgen angereist waren und zusätzlich noch den Ausfall von Lewis verkraften mussten, hatten die BG auf dem falschen Fuß erwischt, das sah auch Ratiopharm-Coach Thorsten Leibenath so. Wer allerdings gedacht hatte, die Veilchen gehen nach dem Bayreuth-Lebenszeichen gnadenlos unter, der irrte sich. Der Gastgeber schüttelte sich, Roijakkers, dessen Eltern für das Spiel aus ihrem belgischen Wohnort angereist waren, reorganisierte die Defense, und langsam nahm das BG-Spiel Fahrt auf.

Zu Beginn war es Kramer, der Verantwortung übernahm - und sich auch Dreier zutraute: Für einen Versuch, der am Ring endete, erntete er aufmunternden Applaus vom Headcoach, später übernahm Stockton, mit 23 Punkten einmal mehr Göttinger Topscorer, Verantwortung. Mit 22:34 ging es in die Viertelpause, und was danach kam, kann mit „Harper-Kamp-Show“ betitelt werden: Im zweiten Durchgang traf der US-Amerikaner, wie er wollte und riss das Publikum mit. Beim 35:43 (15.) durch Kamp wachte die Halle auf, nach dem Dreier zum 38:45 (16.) folgte Begeisterung. Letztlich kam Kamp auf starke 20 Punkte. Als Stockton zum 47:53-Halbzeitstand traf (18.), bat der BG-Kapitän gestenreich um lautstarke Unterstützung. Die Defense machte nun einen so guten Job, das Roijakkers mehrmals applaudierte.

„Das Tempo von Stockton haben wir nicht erwartet. Daran mussten wir uns erst mal gewöhnen“, sagte Leibenath später. Bis auf 51:53 kam die BG heran, doch bald schon fielen die Würfe nicht mehr. Der Gastgeber stand sich manchmal selbst im Weg, so bei Grüttners Fehlpass und einem erfolgreichen Dreier von Ferner im Gegenzug zum 66:55 (29.) - die Zuschauer rauften sich die Haare. Der 62:72-Rückstand nach dem dritten Viertel war durchaus aufholbar, aber auch die Fans spürten, dass es vielleicht nicht mehr reicht. „Göttingen, wir hören nichts“, skandierten die Ulmer Anhänger, später, im GT-Talk, wünschte sich BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen eine größere Unterstützung durch das Publikum.

Erst als die Partie gelaufen war, fielen die Dreier von Rush, der noch auf 16 Punkte kam. Am Freitag geht es nach Würzburg, vor der erneuten Spielpause, die Gift für den Rhythmus ist, steht am darauf folgenden Mittwoch der Auswärtsauftritt beim Tabellenführer aus München an. „Natürlich wollen wir personell etwas machen“, sagte Meinertshagen im GT-Talk, Mut mache ihm aber die Art und Weise, wie das Team seit Anfang Januar auftritt. Der BG-Geschäftsführer ist sich sicher: „Wir lassen zwei Teams hinter uns.“

Von Eduard Warda

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