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BG Göttingen verliert gegen Crailsheim Merlins 68:74

„Kein Grund, etwas zu verändern“ BG Göttingen verliert gegen Crailsheim Merlins 68:74

Nach dem bitteren 68:100 im Spitzenspiel beim SC Rasta Vechta hat die BG Göttingen einen weiteren Dämpfer erhalten. Gegen den bis dahin auswärts sieglosen Tabellenvorletzten Crailsheim Merlins blieb die erhoffte Trotzreaktion aus.

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Johan Roijakkers wartet auf entscheidenden Anruf

Hält seine BG mit Dreiern im Spiel: Ramon Harris kann die Niederlage trotz 17 Punkten und neun Rebounds nicht verhindern.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Vor 1853 Zuschauern in der Sparkassen-Arena musste der Tabellenzweite der 2. Basketball-Bundesliga Pro A gegen den Vorletzten eine peinliche 68:74 (53:55, 37:39, 22:19)-Pleite hinnehmen.

BG-Headcoach Johan Roijakkers ist nach dem Match bedient. Mit versteinerter Miene und dem Taktik-Bord unter dem Arm geklemmt eilt er strammen Schrittes in die Kabine. Sein Team steht verunsichert und unorganisiert am Mittelkreis, um die obligatorische kurze Abschluss-Ansprache abzuhalten.

Assistenz-Trainer Ingmar Snabilie steht alleine hinter der mächtigen LED-Bande vor der Auswechselbank. Die Enttäuschung über die zweite Niederlage in Serie und den eigenen Ansprüchen nicht gerecht geworden zu sein, sitzt bei allen tief und ist jedem einzelnen ins Gesicht geschrieben.

Roijakkers Analyse

Erstaunlich gefasst klingt dann Roijakkers Analyse. Knapp 20 Minuten nach diesen Geschehnissen sagt der 32-jährige Niederländer in der Pressekonferenz: „Ich bin mit unserer Leistung durchaus zufrieden. Aber das Resultat stimmt nicht. Wir haben uns viele freie Würfe erarbeitet, aber sie sind nicht reingegangen. Das ist dann einfach Pech. Wir sind noch immer auf dem zweiten Platz, das ist viel, viel besser, als wir erwartet haben. Crailsheim ist ein Top-Team, sollte mit seinem Budget und seinen Spielern unter den ersten Drei sein.“

Dass es gegen die engagiert verteidigenden Crailsheimer nicht zu einem Sieg gereicht hat, lag an Trefferquote der Veilchen. Sie lag bei mageren 36 Prozent. Den Unterschied zwischen Spitzenteams und dem Rest der Liga machen neben Spielstärke bekanntlich auch verwertete offene Drei-Punkt-Würfe und Korbleger aus. Roijakkers: „Wir sind kein Spitzenteam, sondern eine Mannschaft, die um die Playoffs kämpft. Wenn wir auf gut eingestellte starke Gegner stoßen, dann müssen wir damit rechnen, Spiele zu verlieren.“

Die Zuschauer in der Sparkassen-Arena sahen eine niveauarme Partie, die von der Spannung lebte. Gleich achtmal wechselte die Führung des ausgeglichenen Duells, ebenso oft stand es unentschieden. Zwei Minuten vor der Halbzeitpause schien die Waagschale zu Gunsten der Veilchen zu kippen. Crailsheims deutscher Leistungsträger Benjamin Lischka bekam nach einer Rangelei mit Nicholas „Nick“ Livas ein disqualifizierendes Foul zugesprochen. Er musste somit das Parkett verlassen. Aggressiv-Leader Livas erhielt ein unsportliches Foul.

Doch nur fünf Minuten später war wieder alles ausgeglichen. Nach einem Block des starken Stevie Jerrell Johnson beim Dreierversuch des unglücklich agierenden BG-Leistungsträgers Akeem Vargas will Livas den Fastbreak verhindern. Er hält Derek Coleman und bekommt dafür regelkonform ein unsportliches Foul gepfiffen. Da es sein zweites während des Spiels ist, wurde daraus automatisch ein disqualifizierendes Foul. Der 25-jährige Shooting Guard entschuldigte sich später über das soziale Netzwerk Facebook für diese Aktionen.

Engagement und Ehrgeiz

Engagement und Ehrgeiz darf dem Team im Duell mit dem Vorletzten nicht abgesprochen werden. Nicht nur Topscorer Ramon Harris und Livas hechteten mehrfach mit vollem Körpereinsatz freien Bällen hinter. Was gegen Crailsheim fehlte, war jedoch oftmals Konzentration und Cleverness.

Gleich mehrmals vergaßen die Veilchen, sich nach guten Aktionen mit einer entschlossenen Offensive und Zug zum Korb zu belohnen. Warum die BG bei früher Foulbelastung für Crailsheims Leistungsträger Jonathan Moore und Joseph Buck – beides deutsche Spieler – nicht energisch in die Zone zog, um beide Akteure vor Probleme zu stellen und eventuell ein viertes Foul zu ziehen, bleibt offen.

Die Defense-Vorgabe von Crailsheims Cheftrainer Willie Young ging somit auf: „Wir wollten verhindern, dass Göttingen zum Korb zieht.“ BG-Headcoach Johan Roijakkers forderte, weiter die Dreier zu suchen. Letztlich fanden aber nur sieben von 31 Versuchen ihren Weg in die Reuse. „Wir haben mit unserem System Erfolg. Das war in den vergangenen neun Jahren so und auch hier in der Hinrunde. Es gibt einige Sachen, die wir besser machen können, aber keinen Grund, etwas zu verändern“, betont Roijakkers.

BG : Grimaldi (5 Punkte/1 Dreier/7 Rebounds/1 Assist), Vargas (4/0/3/2), Guede (6/1/1/1), Livas (6/0/5/1), Harris (17/4/9/0), Davis (11/1/6/1), Hitchens (2/0/0/0), Phillips (13/0/3/3), Wenzl (4/0/3/1).
Crailsheim : Johnson (18/0/8/1), Coleman (17/2/5/5), Buck (10/0/6/0).

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