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BG Göttingen BG Göttingen verliert in Düsseldorf in Schluss-Sekunde
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21:18 17.02.2013
Gewagt: Anthony Hitchens versucht, für die BG per Floater über Adam Waleskowski zu punkten. Quelle: Heidrich
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Göttingen

Dennoch schafften es die Veilchen nicht, den Vorsprung ins Ziel zu retten. Mit der Schluss-Sirene führte ausgerechnet das überragende Ex-Veilchen Adam Waleskowski seine Düsseldorf Baskets zum hauchdünnen 60:59 (40:42, 29:25, 19:9)-Triumph über die BG Göttingen. Großen Anteil daran hatten für BG-Cheftrainer Johan Roijakkers aufgrund einer „katastrophalen Fehlentscheidung“ auch die Schiedsrichter.

Die müssen einfach ein ganz klares Foul an Paul Guede pfeifen. Er ist ein top-athletischer Spieler und wurde hart aus dem Feld geschoben“, schimpft Roijakkers. Dabei droht sich seine Stimme auch noch gut 30 Minuten nach Spielende zu überschlagen. Die Szene, die den 32-Jährigen so echauffiert, ereignete sich 17 Sekunden vor Spielende, als die Veilchen liegen 59:58 in Front liegen. „Wir waren in Ballbesitz, und es war ganz klar, dass Düsseldorf foulen muss, um noch einmal in Ballbesitz zu kommen. Und sie foulen Paul auch, doch die Referees pfeifen einfach nicht. Das war eine katastrophale Fehlentscheidung.“

Allerdings hatte die BG Göttingen sich auch fahrlässig in diese Situation manövriert, indem sie in den letzten drei Minuten gleich dreimal den Ball zum Gegner warf. Die Ballverluste von Marco Grimaldi und Nick Livas bezeichnete Roijakkers als „leichtsinnig und auf NBBL-Niveau“. So nutzte Waleskowski seine letzte Chance, die Baskets noch auf die Siegerstraße zu führen. Per Tip-In, bei dem er von den Veilchen eher Spalier stehend begleitet als verteidigt wurde, markierte er seine Punkte 24 und 25, die Düsseldorf den kaum noch für möglich gehaltenenen Sieg brachten.

Bereits das erste Viertel nutze Waleskowski für eine Gala. Der 30-jährige Power Forward, der sein sechstes Spiel für Düsseldorf machte, war weder individuell noch vom Veilchen-Kollektiv zu stoppen. Die ersten neun Punkte seines Teams markierte er im Alleingang, hatte somit einen gigantischen Anteil daran, dass die Düsseldorfer im Castello nach 2:41 Minuten mit 9:0 in Front lagen. Roijakkers blieb nichts anderes übrig, als schnell die Auszeit-Notbremse zu ziehen und sein Team neu einzustellen.

Dies gelang, der Niederländer ließ sogar mit einer ungewohnten Aufstellung spielen: Nicht nur seine deutschen Leistungsträger Vargas und Grimaldi mussten gemeinsam auf der Bank Platz nehmen, auch Phillips leistete beiden Gesellschaft. „Was soll ich anderes machen, wenn vier Spieler meiner Startformation sich auf dem Parkett nicht zeigen“, so Roijakkers. Die Taktik ging zum Teil auf: Die Veilchen bekamen die Offense des Gastgebers besser in den Griff, fanden aber noch nicht den Rhythmus für die eigenen Angriffe. Somit ging das Viertel mit 17:9 an die Baskets.

Mit zunehmender Spielzeit agierte die Veilchen-Defensive noch effizienter, vor allem unter dem Korb. Die Baskets bekamen zwar viele Freiwürfe (29), doch an der Linie zeigten sie Schwächen, und auch von der Drei-Punkte-Linie fiel nur wenig (3/27). Die BG spielte sich im starken dritten Viertel in Front, der Vorsprung betrug bis zu zehn Punkten (52:42/33.). Die Führung hielt, bis Waleskowski per Tip-In traf.

BG: Grimaldi (2 Punkte/0 Dreier/1 Rebound/1 Assist), Donkor, Vargas (3/1/1/3), Crowell, Guede (10/2/5/3), Livas (7/1/4/1), Harris (16/4/7/1), Davis (4/0/7/1), Hitchens (14/2/1/0), Phillips (0/0/2/0), Wenzl (3/0/7/0).

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