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21:12 10.04.2013
Ein Team, ein Ziel: Die BG-Profis wollen sich in die Playoff-Serie zurückkämpfen. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Das hoffentlich erste von drei Endspielen findet um 19 Uhr in der Sparkassen-Arena statt und ist auch ein Charakter-Test. In einer vollkommen neuen Situation befindet sich jetzt jedoch Jena. Als krasser Außenseiter ist der Ex-Erstligist in die Serie gegen die BG gestartet und hat nun bei einer 2:0-Führung und Matchball zum Halbfinal-Einzug erstmals etwas zu verlieren.

BG-Headcoach Johan Roijakkers hat noch immer den starken Glauben, dass sein Team das viel zu frühe Aus und somit eine fast fünfmonatige Basketball-Pause noch abwenden kann. „Wir können die kleinen Fehler abstellen, die uns bisher so aus dem Rhythmus gebracht haben. Wir müssen einfach spielen und zurück zu unserem Stil finden“, betont Roijakkers, dessen Team in dieser Serie noch nie drei Spiele in Folge verloren hat.

Die Zuschauer in der S-Arena sollen Mittwochabend eine BG sehen, die wie zu besten Hauptrunden-Zeiten spielt. Das heißt: Eine Verteidigung mit Playoff-Härte spielen und den Gegner mit Athletik und von Distanzwürfen geprägter Offense beeindrucken. Die Chancen, dass die Serie heute Abend für die Veilchen nicht zu Ende gehen wird, sind vorhanden ...

► wenn: Johan Roijakkers nach dem Versuch, sein Team in Jena mehr Inside spielen zu lassen, wieder auf das zwar häufig kritisierte, aber auch erfolgreiche System zurückgreift, mit vielen Drei-Punkt-Würfen zum Erfolg zu kommen und er seiner verunsicherten Mannschaft wieder ihre Sieger-Mentalität und den Glauben daran gibt, dass sie noch immer stark genug ist, drei Siege in Serie gegen Jena zu feiern.

► wenn: Marco Grimaldi intuitiver spielt, in der Verteidigung wieder unter Beweis stellt, dass er einer der stärksten Defensive-Spieler der Liga ist und in der Offensive den Mut wiedererlangt, freie Würfe zu nehmen.

► wenn: Akeem Vargas endlich das nötige Glück bei seinen Distanz-Würfen hat und auf seine bisher soliden Playoff-Leistungen noch ein paar Prozent drauf legt.

► wenn: Paul Guede sein Distanzwurf-Gen wieder aktiviert, sich dabei aber nicht ausschließlich auf seine Drei-Punkt-Würfe verlässt und stattdessen seine überlegene Athletik einsetzt, um die sich bietenden Lücken in Jenas Verteidigung zu nutzen, um mit viel Zug den Korb zu attackieren.

► wenn: Ramon Harris sein Distanzwurf-Gen wieder aktiviert, sich dabei aber nicht ausschließlich auf seine Drei-Punkt-Würfe verlässt und stattdessen seine überlegene Athletik einsetzt, um die sich bietenden Lücken in Jenas Verteidigung zu nutzen, um mit viel Zug den Korb zu attackieren. (Anm. d. Red.: Nein, der Text wiederholt sich nicht versehentlich). Und der supertalentierte 24-Jährige die sicherlich unbequeme Rolle des verletzten Energizers und Defensiv-Spezialisten Nick Livas besser besser ausfüllt.

► wenn: Bobby Davis sich unter den Körben noch besser gegen Jenas Innenspieler in Szene setzen kann und in der Offensive mehr aus seinem beachtlichen Arsenal an Center-Bewegungen zeigt.

► wenn: Anthony „Humpty“ Hitchens endlich wieder zur Scoring-Machine wird, sich in den Phasen, die er auf dem Parkett steht, seiner Stärken bewusst wird und nicht wieder versucht, mit hektisch wirkenden Dribblings Jenas Verteidigung einzureißen.

► wenn: Aaron Donkor als engagierter Verteidiger den etatmäßigen Guards Zeit zum Verschnaufen gibt, das Spiel einfach und die Konzentration aufrecht hält und sein Talent in der Offensive zeigt.

► wenn: Sullivan Phillips weiterhin alle Anzeichen seines Körpers auf nötige Ruhepausen so effizient überspielt, weiterhin als Punktesammler, Assist-Geber und harter Verteidiger auftrumpft und zudem der Mannschaft mit all seiner Routine noch ein wenig mehr Führung geben und Selbstbewusstsein einhauchen kann.

► wenn: Michael Wenzl zeigt, dass er als talentierter Jung-Center härter an sich arbeitet, um seinem Ziel Basketball-Bundesliga endlich näher zu kommen und zum Fels in der Zone wird, um den die nicht begabteren Jenaer Big Men Roquette und Adomaitis lieber einen Bogen machen.

► wenn: die Bankspieler im Falle eines Einsatzes trotz fehlender Spielpraxis zeigen, dass sie Teil des Teams sind.

► wenn: die Fans ihrem Team weiterhin den erstliga-tauglichen Support geben, auf den sich die Mannschaft auch in Schwächeperioden verlassen kann.

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