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BG Göttingen BG: Straftraining nach 68:79 gegen Schlusslicht
Sportbuzzer BG Göttingen BG: Straftraining nach 68:79 gegen Schlusslicht
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12:10 22.10.2012
Fassungslos: BG-Topscorer Sullivan Phillips hält sein Team lange im Spiel, verhindert die erste Heimniederlage aber nicht. Quelle: Theodoro da Silva
Göttingen

BG-Headcoach Johan Roijakkers trieb das Auftreten seines Teams noch knapp 30 Minuten nach Spielende die Zornesröte ins Gesicht. Bei jedem Satz spürte man, wie sehr sich der 32-Jährige zügeln musste, damit die Wut nicht unkontrolliert aus ihm herausbricht.

„Ich muss mich für das Team heute bei den Fans für zwei Dinge entschuldigen. Für die schlechte Leistung und dafür, dass es nicht zum Abklatschen gekommen ist. Das ist unprofessionell“, diktierte der Niederländer und verordnete der Mannschaft ein für den gestrigen Sonntag um acht Uhr angesetztes Straftraining.

Erbost hatte Roijakkers vor allem das inakzeptable Verhalten seines Teams beim Rebound im vierten Viertel. Bis zum Schlussviertel hielt es diese Statistik zumindest ausgeglichen. Dass die BG gegen die gut harmonierenden Uni-Städter keinen guten Tag erwischt hatte, hatte Roijakkers schon zuvor verärgert.

Neun Punkte hatten die Veilchen im zweiten Viertel bereits einmal zurückgelegen (22:31/16), doch angeführt von Routinier Sullivan Phillips kämpften sich die Hausherren zurück in die Partie. Zu einer beruhigenden Führung sollte es jedoch nicht reichen, da immer wieder ein Bruch im BG-Spiel war.

„Heute haben mit Vargas, Phillips und Guede lediglich drei Spieler auf dem Court ihre Leistung abgerufen. Alle anderen Spieler sind abgetaucht“, sprach Roijakkers weiter Klartext. Schmerzlich bekam er vorgeführt, wie hinderlich die Regel sein kann, dass immer zwei Deutsche auf dem Parkett stehen müssen. „Das ärgert mich als Basketball-Trainer. Wenn man Spieler hat, die dem Team nicht gut tun, diese aber nicht auswechseln kann, ist das sehr frustrierend für den Coach und auch für das Team.“

Trotz vieler spielerischer Defizite blieb die BG auch gegen Ende der Partie noch in Schlagdistanz. Erneut hatte sie sich nach einem Acht-Punkte-Rückstand (54:62/34.) bis auf einen Zähler heran gekämpft (63:64/36.). Leipzigs Coach Ivan Vojtko nahm wütend eine Auszeit und zitierte sein Team zu sich. Das Momentum schien auf Seiten der BG zu sein.

Doch wie sich die Veilchen in den letzten 4:33 Minuten präsentierten, konnte man noch 30 Minuten nach Spielende an Roijakkers Gesichtsausdruck ablesen. Allein in den letzten zweieinhalb Minuten ließen die weich und unkonzentriert agierenden Hausherren sieben Offensivrebounds der Leipziger zu. Über die gesamte Spielzeit waren es 17 (!) Offensivrebounds für Leipzig. Ein Wert, der für zwei Spiele reicht.

Besonders der stark aufspielende und von Bobby Davis und Michael Wenzl nicht zu beherrschende Center Christopher Gadley sowie die Forwards Nikita Khartchenkov und Walter Simon waren übermächtig.

BG: Grimaldi (1 Punkt/0 Dreier/4 Rebounds/2 Assists), Vargas (14/2/9/1), Crowell (0/0/2/0), Guede (9/1/1/3), Harris (4/1/5/0), Davis (9/1/1/0), Hitchens (9/0/1/0), Phillips (18/1/7/3), Wenzl (4/0/2/0). – Beste Leipzig: Gadley (20/0/15/0), Khartchenkov (15/1/9/1), Simon (16/0/6/1).

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