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BG Göttingen BG droht nach zweiter Niederlage Playoff-Aus
Sportbuzzer BG Göttingen BG droht nach zweiter Niederlage Playoff-Aus
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22:42 07.04.2013
Viel Aufbauarbeit für Trainer Johan Roijakkers: Das BG-Team verlässt mit hängenden Köpfen das Parkett. Quelle: Pförtner
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Jena

Der absolut verdiente und ungefährdete 87:72 (67:51, 44:33, 25:15)-Triumph der Thüringer lässt den Glauben an dieses Kunststück jedoch auf ein Minimum sinken. In den anderen Viertelfinalbegegnungen haben der Nürnberger BC (73:72 gegen Düsseldorf) und Cuxhaven (88:79 gegen Karlsruhe) jeweils zum 1:1 ausgeglichen. Vechta hingegen hat mit einem 76:70-Sieg gegen Ehingen auf 2:0 erhöht.

1500 Zuschauern in Jena

Im mit 1500 Zuschauern ausverkauften Sportkomplex Jena, der in seinem Aufbau mit der Fensterfront an der einen Längsseite gegenüber der Tribüne sehr der Sporthalle des Theodor-Heuss-Gymnasiums ähnelt, kam die BG Göttingen gut ins Spiel. Obwohl Jena durch Kenny Barker in Führung gegangen war, lagen die Veilchen nach Punkten von Akeem Vargas und Paul Guede nach vier Minuten mit 8:4 in Front. Die fast 200 mitgereisten Veilchen-Fans sorgten zu diesem Zeitpunkt für Heimspiel-Atmosphäre im Sportkomplex. Eine Phase der Unkonzentriertheit der BG nutzte Jena dann zu einen 16:4-Lauf. Ramon Harris, Vargas und Sullivan Phillips leisteten sich in der Offensive Ballverluste, welche die Thüringer besonders durch erfolgreiche Drei-Punkt-Würfe bestraften.

Im zweiten Viertel hielt Routinier Phillips sein Team mit sehenswerten Bewegungen am offensiven Brett zunächst im Spiel. Die BG hatte in der Defensive weiter erhebliche Probleme mit den variablen und sehenswerten Angriffen der Gastgeber, die eine gute Balance zwischen Aktionen mit Zug zum Korb und Distanzwürfen fanden. Der trotz seines Wadenbeinbruchs mitgereiste Nick Livas saß mit eingegipstem Fuß auf der Bank, versuchte aber, sein Team mit lautstarken Rufen zu helfen.

Eichler zieht die Notbremse

Beim zwischenzeitlichen Spielstand von 38:23 (18.) nahm BG-Headcoach Roijakkers die fällige Auszeit, und seine Mannschaft zeigte sich danach kurzzeitig beflügelt. Bobby Davis und Akeem Vargas sorgten für einen 7:0-Lauf und es sah danach aus, als ob die Veilchen nun endlich Tempo aufnehmen können. Doch Jenas Coach Georg Eichler zog die Notbremse: Timeout, und der Schwung war dahin. Jena zeigte sich wieder fokussierter im Umschaltspiel, ließ so keine schnellen Gegenpunkte mehr zu und ging mit einem Elf-Punkte-Vorsprung in die Halbzeitpause (44:33).

Die BG verliert 72:87 in Jena und steht vor dem Playoff-Aus gegen den Außenseiter. © Swen Pförtner

Im dritten Abschnitt setzte der bereits in den ersten beiden Vierteln stark spielende Lee Jeka die ersten Ausrufezeichen. Mit drei Dreiern binnen 200 Sekunden führte er sein Team zu einer 58:42-Führung. Einer der Distanzwürfe flutschte dabei ohne Ringberührung in den Korb, obwohl er Vargas‘ Hand mitten im Gesicht hatte. Der Australier legte eine Galavorstellung hin: Er traf sieben seiner neun Dreier und alle seine neun Freiwürfe. Am Ende der Partie war er mit 30 Punkten Topscorer.

Partie nach Auszeit härter

Nach einer Auszeit (25.) wurde die Partie etwas härter, 16 Freiwürfe waren die Folge. Die Veilchen vergaben sechs von elf und gingen deswegen mit einem 51:67-Rückstand ins Schlussviertel.

Hier versuchte Roijakkers, Jena mit einer Zonen-Verteidigung doch noch zu verunsichern. Und der Gastgeber hatte tatsächlich Probleme, doch eine Aufholjagd kam nicht zustande, da die Veilchen in der Offensive ihre Chancen nicht nutzen konnten. Unmittelbar nach Spielende rief Sullivan Phillips seine Teamkameraden noch auf dem Parkett zu einer kurzen Ansprache zusammen.

► Am kommenden Mittwoch wird ab 19 Uhr in der Sparkassen-Arena zu sehen sein, wie das Team auf den 0:2-Rückstand und das drohende Playoff-Aus reagiert. Roijakkers bemängelte: „Nur Phillips spielt etwas besser als in der Hauptrunde, der Rest des Teams spielt drei bis vier Level schlechter.“

BG: Grimaldi (2 Punkte/0 Dreier/4 Rebounds/2 Assists), Vargas (14/2/7/3), Guede (18/2/2/2), Harris (3/1/9/0), Davis (8/0/3/0), Hitchens (1/0/2/1), Donkor (0/0/2/0), Phillips (21/0/4/2), Wenzl (5/0/5/0). – Bester Jena: Jeka (30/7/5/3).

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