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BG sorgt für Vorfreude auf das erste Heimspiel

Patrick sieht viel Arbeit BG sorgt für Vorfreude auf das erste Heimspiel

Erstmals seit ihrer Premieren-Saison 2007/08 (88:81 in Gießen) ist die BG Göttingen mit einem Sieg in die Basketball-Bundesliga gestartet.

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Solide Leistung mit Luft nach oben: BG-Guard Trent Meacham (r.) machte wenige Fehler, war aber nicht so auffällig wie in den Tests.

Quelle: CR

Beim 70:46 (32:30) in Trier zeigten sich die neuformierten Veilchen bisweilen erstaunlich eingespielt und machen Appetit auf das erste Heimspiel am Mittwoch, 13. Oktober, gegen EnBW Ludwigsburg. Der hohe Sieg sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Team noch einiges an Arbeit vor sich hat, um das Ziel von BG-Headcoach John Patrick zu realisieren, das da lautet, „einige Spiele im Eurocup zu gewinnen“.

Auch wenn die Veilchen gut 20 Minuten brauchten, um in der Arena Trier ihre Nervosität abzulegen, so war im zweiten Abschnitt doch zu sehen, was dieses Team zu leisten imstande sein könnte. Kapitän John Little war mit seiner aggressiven Spielweise als Energizer ähnlich präsent wie in der vergangenen Spielzeit, zudem übernahm er in der Offense viel Verantwortung. Trent Meacham agierte als Aufbauspieler solide, auch wenn er nicht so dominant auftrat wie in vielen Testspielen. Bei mehreren Distanzwürfen hatte der 25-Jährige allerdings auch mächtig viel Pech.

In die Bresche sprang Meachams Backup Louis Dale. Nachdem der Rookie in den Testspielen bisweilen recht unsicher gewirkt hat, zeigte er in Trier sein Potenzial als Scorer. Erstaunlich war dabei, wie gelassen, beinahe gar emotionslos er dabei seiner Arbeit nachging. Mit 19 Punkten war der 22-Jährige Topscorer der Partie. Kyle Bailey agierte in seinen Einsatzzeiten mit reichlich Übersicht, strahlte dabei aber noch nicht die Sicherheit aus, mit der er ein Spiel führen kann. Gemein hatte er mit Dale, dass sie beide in der Defensive härter spielen können.

Unter den Körben hat Adam Waleskowski derzeit die besseren Argumente für Einsatzzeit als Jason Boone. Der Publikumsliebling lässt noch Athletik und Durchsetzungskraft vermissen. Zudem wackelte der Leistungsträger der vergangenen Serie das ein oder andere Mal bei der Pick-and-Role (blocken und abrollen)-Verteidigung. Waleskowski agierte beweglich und mit viel Willensstärke. Wenn er nicht so früh sein viertes Foul gepfiffen bekommen hätte (22.), hätte der 2,03 Meter lange Linkshänder sicherlich eine noch beeindruckendere Statistik erspielt als die starken zwölf Punkte und acht Rebounds in nur 16 Minuten Einsatzzeit.

Den Beinamen „Mister Zuverlässig“ verdiente sich einmal mehr Dwayne Anderson. 13 Punkte, zehn Rebounds und fast immer die richtige Entscheidung treffend – Anderson bleibt eine tragende Säule im Spiel der Veilchen und war gegen Trier der stärkste Akteur auf dem Parkett, auch wenn er sich vor der Pause einige Aussetzer geleistet hat. Mit guten Ansätzen, aber auch teilweise ein wenig übermotiviert, agierte Mike Scott.

Christoph Tetzner brachte bei seinen Einwechslungen spürbar Energie mit aufs Feld, damit sorgte er dafür, dass das komplette Team härter spielte. In ähnlicher Weise hatte diese Rolle im Vorjahr Chester Frazier inne. Besonders in der Verteidigung fehlt diese Aggressivität und Präsenz der BG auf den kleinen Positionen noch.
Einsatzzeit hat Robert Kulawick abgeben müssen. Als ehemaliger Akteur der Startformation muss er seine Rolle von der Bank kommend noch finden. Cornelius Adler und Jermain Raffington spielten wenig und müssen sich wohl vorerst weiter im Training beweisen.

Patrick lässt sich von dem deutlichen 24-Punkte-Sieg nicht blenden. „Wir müssen die Fehler abstellen, die wir gegen Trier gemacht haben, sonst werden wir gegen Top-Teams nicht gewinnen können. Wir hatten gute Momente, aber auch einige richtige Aussetzer. Wir müssen an Konzentration und Einstellung arbeiten“, so Patrick. Wie stark die BG wirklich ist, wird sich wohl am Sonnabend ab 14.30 Uhr in Bonn zeigen. Dort werden die Veilchen nämlich vom Playoff-Kandidaten Telekom Baskets gefordert.

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