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BG kämpft, Frankfurt gewinnt

Basketball-Bundesliga BG kämpft, Frankfurt gewinnt

Die BG Göttingen hat die Überraschung bei den Fraport Skyliners Frankfurt hauchdünn verpasst. Vor 4640 Zuschauern in der Fraport-Arena unterlagen die ersatzgeschwächten Veilchen am zweiten Spieltag der Basketball-Bundesliga nach mutigem Kampf mit 80:88 (70:71, 45:52, 19:20).

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Die Veilchen verloren ohne drei Stammspieler mit 80:88 (70:71, 45:52, 19:20)

Quelle: Swen Pförtner

Frankfurt/Göttingen. Die Veilchen mussten erneut ohne ihre etatmäßigen Center auskommen. Sowohl Darius Carter (Prellung im Sprunggelenk) als auch Dennis Kramer (Aufbautraining nach Muskelfaserriss in der Wade) waren noch nicht fit. Bei Kramer sprach Roijakkers davon, dass er den Kopf frei bekommen müsse, denn medizinisch sei die malade Wade auskuriert. Zudem fiel auch noch Paul Watson aus. Der offensivstarke Guard hatte sich am Vorabend des Spiels mit Halsschmerzen krankgemeldet. „Er ist krank. Er ist leider noch immer nicht so recht in Europa angekommen. Er schläft nicht, isst nicht gut. So ist man dann leider empfänglich für Krankheiten“, sagte Roijakkers verschnupft.

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BG Göttingen gegen Fraport Skyliners

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Trotz des enormen personellen Handikaps boten die Veilchen den Fraport Skyliners Frankfurt eine bis in die Schlussminute hart umkämpfte Partie. Das Match ähnelte sowohl im Verlauf als auch im Ergebnis an die knappe 85:93-Niederlage zum Heimauftakt gegen Vizemeister EWE Baskets Oldenburg. Frankfurts Cheftrainer Gordon Herbert war nach dem knappen Sieg alles andere als zum Jubeln zumute. Der Kanadier kritisierte fehlende Einstellung und Willen bei vielen seiner Akteure. „Nur unsere Bankspieler haben das heute gezeigt“, lobte Herbert Matchwinner Philip Scrubb, Mike Morrison, Top-Talent Isaac Bonga und Garai Zeeb. Er betonte jedoch: „Wir haben den Sieg nicht verdient. Göttingen war das bessere Team.“

Dem stimmte Roijakkers allerdings nicht komplett zu. „Wir haben einen guten Kampf geliefert. Wir benötigen allerdings mehr Spieler, um Spiele gewinnen zu können.“

Nach leichten Startproblemen übernahm die BG im ersten Viertel die Führung und bestimmte gegen die Gastgeber das Tempo. Das missfiel Herbert enorm, denn Spielkontrolle ist für den akribischen Kanadier die Grundlage seines Spielsystems. Bis zur Pause konnte die BG ihren knappen Vorsprung jedoch nicht behaupten. Besonders gegen den immer stärker spielenden Scrubb fanden die Göttinger keine Bremse. Roijakkers setzte dabei über weite Strecken des zweiten Viertels auf eine enorm unkonventionelle Aufstellung. Er verzichtete auf seine ihm übrig gebliebenen drei Innenspieler (alle mit zwei Fouls belastet) und ließ mit Michael Stockton, Brion Rush, Leon Williams, Joanic Grüttner Bacoul und Dominic Lockhart fünf Guards agieren. „Ich lasse Lockhart sicherlich nicht ohne Not als Center spielen“, unterstrich Roijakkers.

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Die einzelnen Spieler im Überblick

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Im dritten Viertel hatte die BG dann einen Zwischenspurt der Frankfurter zu kontern. Nach drei Dreiern in Folge durch Bonga (2) und Scrubb lagen die Veilchen 54:65 hinten (25.). Doch die BG kämpfte grandios, gab keinen Ball verloren. So ging es beim Stand von 70:71 aus BG-Sicht ins Schlussviertel. Der erste Saisonsieg war weiter in Reichweite.

Doch bei den Veilchen machte sich zunehmend auch der Kräfteverschleiß bemerkbar. Sogar Michael Stockton, eine Art Schweizer Taschenmesser für Basketballspiele, zeigte nun in der Offensive Schwächen. Lediglich zwei Pünktchen markierten die Veilchen in den ersten sechs Minuten des Abschnitts, blieben nur aufgrund der starken Verteidigung noch im Spiel. Ihr stark auf Drei-Punkt-Würfe ausgelegtes Spiel war nun zu ungenau. Als Frankfurt einen Dreier von Jordan Loveridge (78:81/38.) konterte, war die Partie für Frankfurt gewonnen. Von den gut 100 mitgereisten BG-Fans erhielten die Veilchen anerkennenden Applaus, die Frankfurter für ihren Sieg eine Schelte vom Cheftrainer.

Frankfurt

Webster (2 Punkte/0 Dreier/5 Rebounds/7 Assists), Zeeb (3/1/1/1), Huff (10/2/3/3), Freudenberg (6/0/0/0), Bonga (10/2/4/3), Wohlfarth-Bottermann (6/0/2/3), Robertson (9/0/8/3), Morrison (17/0/8/2), Scrubb (25/6/2/5).

Teamwerte:

Feldwürfe: 32/58 (55%), Dreier: 11/18 (61%), Freiwürfe: 13/18 (72%), Rebounds: 37 (11 Off./26 Def.), Assists: 26. Ballverluste: 16. Fouls: 16.

BG

Lockhart (4 Punkte/0 Dreier/5 Rebounds/4 Assists), Williams (8/1/3/2), Smotrycz (12/3/1/0), Rush (13/3/1/1), Stockton (15/2/1/8), Loveridge (16/3/3/1), Larysz (0/0/0/0), Haukohl (5/1/5/0), Grüttner (7/1/2/0).

Teamwerte: Feldwürfe: 27/59 (46%), Dreier: 14/32 (44%), Freiwürfe: 12/14 (86%), Rebounds: 24 (7 Off./17 Def.), Assists: 16. Ballverluste: 13. Fouls: 20.

Von Mark Bambey

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