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BG Göttingen schnappt sich Nicolai Simon

Basketball-Bundesliga BG Göttingen schnappt sich Nicolai Simon

Die BG Göttingen hat das von der Basketball-Bundesliga vorgeschriebene Kontingent von mindestens sechs deutschen Spielern erfüllt – mit einem Transfer, der aufhorchen lässt: Von den Basketball Löwen Braunschweig wechselt der erfahrene ehemalige Nationalspieler Nicolai Simon zu den Veilchen.

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Erfahrener Scharfschütze verstärkt die BG: Nicolai Simon.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Der 30-Jährige erhält zunächst einen Ein-Jahres-Vertrag in der Universitätsstadt. BG-Trainer Johan Roijakkers war bereits seit Wochen in Verhandlungen mit dem Routinier und ist von dessen Qualitäten überzeugt. „Nicolai verfügt über Erfahrung auf hohem BBL-Level, und er weiß definitiv, wie man den Ball wirft“, sagt der Coach über den 1,90-Meter-Athleten.
Auf der Website der BBL wird Simon als Point Guard gelistet. Tatsächlich ist er aber eher als Combo Guard zu klassifizieren, der beide kleinen Positionen besetzen kann. Für Roijakkers ist Simon „ganz klar ein Flügel“. Abhängig vom endgültigen Kader soll dem aus Malsch bei Karlsruhe stammende Akteur eine wichtige Rolle als Shooting Guard und Small Forward zukommen. „Er kann mit seiner Erfahrung vorangehen und uns so sehr weiterhelfen, wie es ihm möglich ist. Da ich meine Startformation häufig ändere, wird er sowohl von Beginn an als auch von der Bank ins Spiel kommen“, betont Roijakkers.
Leichte Zweifel sind jedoch angebracht. Denn hinter Simon liegt eine miserable Spielzeit. Bei den im Abstiegskampf befindlichen Braunschweigern kam der Guard mit der Erfahrung von 282 Bundesligaspielen unter Ex-Bundestrainer Frank Menz im Schnitt auf 17 Minuten Einsatzzeit, in denen er lediglich 2,5 Punkte produzierte – bei horrenden Wurfquoten von 23 Prozent aus dem Feld und 16 Prozent von der Dreierlinie. Roijakkers ist dennoch überzeugt: „Nico ist motiviert, allen zu zeigen, dass er besser ist, als er es in der vergangenen Saison gezeigt hat. Zumal es keine gesundheitlichen Einschränkungen gab, und er topfit ist. Wir glauben, dass er bei uns zu seiner Leistungsstärke zurückfinden kann.“
In der Tat könnte die schwache Saison lediglich eine Anomalie gewesen sein. In den Jahren zuvor überzeugte der Scharfschütze für die Löwen mit soliden Auftritten und ordentlichen bis starken Dreierquoten von 35 und 40,5 Prozent. Seine mit Abstand beste Serie absolvierte Simon 2012/13 für Bayreuth. 9,3 Punkte bei grandioser 47,5-prozentiger Treffsicherheit von jenseits der 6,75-Meter-Linie sprechen für den BBL-Nachwuchsspieler des Jahres 2007. Die Belohnung: sechs Einsätze im Nationalteam für den Absolventen des renommierten Basketball-Internats Urspring, der in der Jugend drei Deutsche Meistertitel feierte.
Mit der Verpflichtung steht nun definitiv fest, dass Andrej Mangold nicht zur BG zurückkehren wird. Nach einer verpassten Saison wegen eines Kreuzbandrisses hatte der Guard zwar ein Vertragsangebot vorliegen, lehnte allerdings ab. „Trotz seiner Verletzung hat er sich immer eingebracht und sehr professionell verhalten“, lobt BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen.
Dennoch muss dies nicht bedeuten, dass die Göttinger keinen weiteren deutschen Spieler an Land ziehen. „Ich suche noch nach einem Trainingsspieler, einem guten Jungen, der hart arbeitet und uns helfen kann“, erklärt Roijakkers. Dem Niederländer schweben Akteure wie die Youngster Joanic Grüttner und Lennard Larysz vor.
Priorität habe aber selbstverständlich die Verpflichtung von Import-Korbjägern, um die noch freien fünf Kaderplätze zu besetzen. Dafür reist Roijakkers in der kommenden Woche für neun Tage nach Las Vegas, wo die NBA-Summer-League ausgetragen wird. Wann mit der nächsten Vertragsunterzeichnung zu rechnen ist, kann der 36-Jährige allerdings nicht prognostizieren.
Was er hingegen voraussagen kann: Dass es ziemlich unwahrscheinlich ist, die Leistungsträger Scott Eatherton, Alex Ruoff und Jesse Sanders erneut im violetten Trikot zu sehen. „Der Agent von Alex hat mir gesagt, dass er vermutlich nicht zurückkommen wird. Dann haben wir mit Dennis Kramer schon einen großen Deutschen verpflichtet, da ist wohl kein Platz mehr für Scott. Und Jesse zu halten, würde uns finanziell ans Limit führen. Da müssten wir richtig viel investieren, was voraussichtlich nicht möglich ist. Schade.“

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