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BG-Basketballer werden getestet

Göttingen BG-Basketballer werden getestet

Sprungkraft und Schnelligkeit, Lungenvolumen und Blutwerte, Beweglichkeit und Koordination - beim Medizin- und Leistungscheck im „Athleticum Junge“ im eigenen Trainingszentrum sind die BG-Basketballer auf Herz und Nieren getestet worden. Das Tageblatt blickte exklusiv hinter die Kulissen.

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Quelle: Swen Pförtner

Göttingen. „Ich fühle mich ein bisschen wie bei Rocky IV mit all dieser Technik hier“, sagt Michael Stockton. Der US-Amerikaner hat gerade auf dem „Speed-Court“ so richtig Gas geben. Per rasanten Seitstellschritten hat sich der Spielmacher und Sohn des ehemaligen NBA-Stars John Stockton zwischen den blauen Markierungen hin- und herbewegt. Danach muss Stockton erstmal durchatmen - schließlich hat er zuvor bereits beim „Y-Balance-Test“, bei dem Beweglichkeit und Stabilität geprüft werden, geschwitzt.

Auf einem Bein stehend hat Stockton versucht, das andere möglichst weit seitlich nach hinten zu setzen. „Viele Basketballer sind es nicht gewohnt, so lange auf einem Bein zu stehen“, sagt Kraft- und Konditionstrainer Domenik Theodoru, der Stocktons Werte akribisch notiert hat. Sind die Leistungsunterschiede zwischen rechtem und linken Bein zu groß, werfen Theodoru und sein Team einen noch genaueren Blick auf den Athleten.

Bei der Spiroergometrie wird die Muskelleistung gemessen

„Diese Test haben sich bewährt, sie bilden die Grundlage für die Saison“, erklärte „Athleticum“-Inhaber Rainer Junge. Bei der so genannten Spiroergometrie wird gemessen, wie gut die Muskeln in der Lage sind, zu arbeiten. „Das ist wesentlich genauer als ein Laktattest“, erklärt Sebastian Junge, der die Test mit überwacht. Die Atemgasanalyse, bei der die Leistungssportler mit einer Maske auf einem Laufband bis zur Erschöpfung gefordert waren, liefert dem medizinischen Stab wertvolle Hinweise auf die konditionelle Verfassung. „Bei der wird jeder Atemzug genau analysiert. So können wir das Training noch genauer steuern“, berichtete Rainer Junge.

Neuzugang Brian Rush prüft noch einmal den Sitz seiner Maske, bevor das Laufband startet. Der US-Guard hämmert seine Schritte stakkatomäßig auf das Band - und das, obwohl er in den vergangenen beiden Nächten nicht viel Schlaf bekommen hat. „Ich bin erst um vier Uhr nachts eingeschlafen. Oh man“, sagt der 32-jährige Routinier. Seinem Landsmann und Teamkollegen Paul Watson hat Aline Witzke nur ein paar Meter weiter kleine Stromschläge durch den 2,01 Meter langen Körper des Gurads, der auch als Forward agieren kann, gejagt. „Um Körperfettanteil und Muskelmasse zu bestimmen und die Zellfunktion zu testen“, erklärt sie. Der 22-Jährige, erst am Mittwoch in Göttingen eingetroffen, lässt das Prozedere ohne mit der Wimper zu zucken über sich ergehen. „Ich will für das Team alles geben, hart in der Defense arbeiten“, beteuert Watson, der von der California State University in Fresno nach Göttingen gekommen ist und sich noch akklimatisieren muss. „Die Jungs sind ja erst ein paar Tage hier, sind aber alle sehr nett und sehr interessiert an der Stadt“, lobt Chefcoach Johan Roijakkers. Die Tests seien aus zweierlei Gründen sehr wichtig, erläutert der Niederländer: „Sie sind die Grundlage, damit der Vertrag überhaupt in Kraft tritt, und helfen uns durch die Analyse in der Saison.“

Saunders hat schon einige „great guys“ ausgemacht

Wesley Saunders können die Tests nicht beeindrucken. Der 1,98 Meter große US-Flügelspieler, der bereits im Kader der New York Knicks stand, grinst breit, als er von seinen Zielen berichtet. „Guten Teambasketball“ will Saunders mit seiner neuen Mannschaft hinlegen, immerhin hat er schon einige „great guys“ im BG-Kader ausgemacht. „Es war ein langer Flug, aber jetzt freue ich mich, hier zu sein“, sagt Saunders, während Dennis Cramer gerade krachend seinen Ball in den Korb stopft.

Große konditionelle Defizite müsse in der Regel im Sommer keiner ausmerzen, erzählt Pressesprecherin Birte Meyenberg: „Normalerweise trainieren sie ja auch in der spielfreien Zeit.“ Nur an das neue Leben in Deutschland müsse sich der eine oder andere gewöhnen: „Die wundern sich dann, dass die Supermärkte anders als in Amerika schon um 9 Uhr zumachen oder sonntags ganz geschlossen sind.“

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WarmUp: BG Göttingen gegen Tübingen

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BG Göttingen - Das Team 2016/17
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