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BG Göttingen Ein unvergesslicher Moment
Sportbuzzer BG Göttingen Ein unvergesslicher Moment
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16:43 24.03.2017
Durch einen 82:70 Sieg der BG hat sich das Team für die 1. Basketball Bundesliga qualifiziert. Quelle: Swen Pförtner
Göttingen

Göttingen. Es war der Dreier in die Glückseligkeit und für Schütze Babis Douloudis der Eintrag in das BG-Geschichtsbuch. In Versalien steht da seit zehn Jahren der Name des Göttingers. Am 24. März 2007 warf er mit seinem Distanzwurf die Veilchen zum 82:70-Sieg gegen den Mitteldeutschen BC und katapultierte den Klub so in die 1. Basketball-Bundesliga.

„Diesen Moment werde ich nie in meinem Leben vergessen“, sagt Douloudis.Der 35-Jährige lebt mittlerweile seit 2011 in Frankfurt und denkt noch gerne an die Zeit zurück. „Dass ich diesen Dreier getroffen habe, war natürlich grandios. Es war aber die Mannschaft mit uns jungen Spielern aus Göttingen, die es geschafft haben, ihre Stadt in die 1. Liga zu führen“, betont Douloudis.

Basketball spielt er nicht mehr, verfolgt die BG und die Spiele der NBA aber im Fernsehen. „Ich bin zwar noch oft in Göttingen, in die Halle gehe ich aber nicht“, sagt Douloudis. Als Topscorer ragte gegen Weißenfels Selim Mulic heraus. Der athletische Distanzwurfspezialist markierte 21 Punkte und versenkte dabei vier Dreipunktwürfe. Aktuell ist er Trainer des Basketball-Regionalligisten BG 74.

„Das war eine krasse andere Zeit im Basketball damals. Unglaublich, dass das schon zehn Jahre her ist“, sagt Marco Grimaldi. Der Spielmacher des Basketball-Regionalligisten ASC 46 erinnert sich gern an die Zeit zurück und bedauert es, dass es nur noch wenige Kontakte gibt. „Letzten Sonntag hab‘ ich mit Kyle Bailey geschrieben. Ich musste an ihn denken, als ich in der Sauna war.

Früher haben wir uns in der Eiswiese manchmal ein Kristall-Weizen mit Bananensaft gegönnt“, sagt Grimaldi. Es sei eine „wesentliche Stärke des Teams“ gewesen, dass alle sehr gut befreundet waren. „Wir haben auch privat viel Zeit miteinander verbracht, haben zwei- bis dreimal mal in der Woche sogar Fußball gespielt. Der Spaßfaktor im Training war extrem hoch, obwohl ein harter Wettkampf herrschte“, erinnert sich der 33-Jährige.

Die Saison war zugleich die Geburtsstunde des prägenden BG-Spielstils unter Headcoach John Patrick - der aggressive Verteidigungsbasketball, später auch Guard-Terror genannt. Mit diesem Stil hat der 49-Jährige auch gerade mit seinen MHP-Riesen Ludwigsburg das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Banvit BK gewonnen. „Wow, zehn Jahre ist das her“, sagte Patrick, der am Mittwoch gerade aus der Türkei zurückgekehrt ist.

Als Basis für den Erfolg sieht Patrick „hervorragend ausgebildete Göttinger Jugendspieler, eine tolle Team-Chemie und den unbedingten Willen, Wettkämpfe gewinnen zu wollen“. Sein voller Terminkalender erlaube es ihm allerdings nicht, lange in Erinnerungen zu schwelgen, so Patrick, der betont: „Dafür werde ich mir nach der Saison aber die Zeit nehmen. Diese Saison in Göttingen war etwas ganz Besonderes.“

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