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BG Göttingen Chemnitz-Guard war Teil des BG-Triumphs 2010
Sportbuzzer BG Göttingen Chemnitz-Guard war Teil des BG-Triumphs 2010
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19:53 29.11.2012
Testspiel-Auftritt 2010 in der FKG-Halle: Jorge Schmidt (l.) – hier im Laufduell mit Trent Meacham – gastiert mit Chemnitz. Quelle: Pförtner
Göttingen

Ein „ganz besonderes Spiel“ ist das Duell in Göttingen vor allem für Jorge Schmidt. Der gebürtige Göttinger und Ex-BGer hat sein komplettes Basketball-Rüstzeug als Jugendspieler in Göttingen erhalten. Mit den Veilchen wurde er 2003 deutscher U-18-Meister. Er spielt jetzt seine dritte Saison für Chemnitz. „Ich freue mich riesig auf das Match. Ich glaube, ich habe letztmals 2007 gegen Göttingen gespielt. Damals noch mit Braunschweig“, sagt Schmidt.

Der mittlerweile 27-jährige Shooting Guard freue sich auf die „tolle Atmosphäre“, besonders aber auf das Wiedersehen mit Familie, Freunden und Bekannten. „Göttingen ist noch immer meine Heimat. Ich bin jeden Sommer hier“, berichtet Schmidt, der in Göttingen im Juli dieses Jahres auch seine Frau Sarah geheiratet hat.

Neben seinem Job als Basketball-Profi arbeitet Schmidt intensiv an seinem Leben nach der Karriere. An der Euro-Fachhochschule Hamburg studiert er Wirtschaftsrecht. „Ich schreibe gerade meine Bachelorarbeit. Mal sehen, wie es dann weiter geht“, sagt der angehende Akademiker.

Vielleicht in Göttingen? „Das ist denkbar. Ich möchte dann versuchen, Job und Basketball zu kombinieren. Mal sehen, was sich so ergibt“, sagt Schmidt, der sich wünscht, mehr Zeit mit seiner noch in Braunschweig studierenden Frau Sarah zu verbringen.

Das Spiel der Chemnitzer ist zum großen Teil geprägt von einem Nationalspieler: Takumi Ishizaki. Und auch der 28-jährige Japaner hat eine Göttinger Vergangenheit, steht in der Gunst von Ex-BG-Coach John Patrick sehr hoch. „Takumi hat entscheidenden Anteil daran, dass wir 2010 so erfolgreich in drei Wettbewerben gespielt und die Euro-Challenge gewonnen haben“, betont Patrick.

Als sein Team von einer Verletzungsmisere heimgesucht wurde und der Trainingsbetrieb zu erliegen drohte, habe Patrick beim Japaner angefragt, ob er aushelfen könne. Die Transferperiode sei schon beendet gewesen, und er habe Ishizaki nur die Möglichkeit anbieten können, hier zu trainieren. „Ich kannte ihn von verschiedenen Camps. Ich konnte ihm keine Spielzeit und kein Geld anbieten, und er hat dennoch sofort zugesagt und alles aus eigener Tasche finanziert“, berichtet Patrick.

Ishizaki trainierte von März bis Mai 2010 mit der BG, Patrick bezeichnet ihn als „Geheimwaffe“. Der fleißige Japaner erlernte binnen kürzester Zeit die BG-Systeme und war später enorm wichtig für das Scouting der gegnerischen Mannschaften. „Er war sofort Teil unseres Teams.

Er kannte sofort die Stärken und Schwächen unserer nächsten Gegner und hat einen wichtigen Anteil daran, dass wir 2010 so erfolgreich waren“, betont Patrick. Auch Schmidt betont den Trainingseifer seines Teamkollegen: „Er ist ein unglaublich disziplinierter Arbeiter. Ich spiele gern mit ihm zusammen. Wir bringen uns auch gegenseitig ein wenig Deutsch und Japanisch bei.“

Patrick, zweimaliger Trainer des Jahres der Basketball-Bundesliga (2009 und 2010), darf unterdessen selbst wieder auf Jobsuche gehen. „Mein Vertrag mit Erstligist s.Oliver Baskets Würzburg ist endgültig aufgelöst worden“, verriet der weiterhin mit seiner Familie in Göttingen lebende 44-Jährige.

Das Match der Veilchen gegen den BV Chemnitz 99 wird sich Patrick wieder von seinem Platz auf der Nordtribüne der Sparkassen-Arena anschauen, so wie schon zahlreiche zuvor. „Ich mag diese Mannschaft. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit Takumi, drücke aber der BG die Daumen. Es ist ein sympathisches und talentiertes Team“, sagt Patrick.

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