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Endlich in der 1. Liga angekommen

BG Göttingen Endlich in der 1. Liga angekommen

Zurück zu den Wurzeln: Julius Wolf kehrt am Sonnabend heim. Mit dem Aufsteiger Science City Jena tritt der 23-Jährige in der Lokhalle zum Duell in der Basketball-Bundesliga bei der BG Göttingen an.

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Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Göttingen/Jena. „Ich fühle mich immer noch als Göttinger und wohne ja jetzt auch wieder in der Nähe“, sagt der Basketballer, wenngleich etwas mehr als 200 Kilometer Entfernung und gut zwei Stunden Fahrzeit nicht gerade bedeuten, dass Jena um die Ecke liegt. Im Vergleich zu seinen vorherigen Stationen allerdings schon. „Jena ist wie Göttingen, eine kleine, feine Studentenstadt.“

Zweimal Deutscher Meister

Julius Wolf hat im Alter von fünf Jahren gemeinsam mit seinem Bruder angefangen, Basketball bei der BG 74 zu spielen. „Wir haben darauf bestanden, dass unser Vater uns trainiert“, erinnert sich der jüngere und kleinere der beiden Wolf-Brüder (23 Jahre, 2,01 m, 101 kg). Bruder Enosch (26 Jahre, 2,15 m, 118 kg) spielt bei den Hamburgs Towers in der Pro A (2. Bundesliga).

Vier Jahre lang war Julius Wolf Schüler des Basketball-Internats Urspringschule in der Nähe Ulms, mit dessen Team er zweimal Deutscher Meister der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL/U19) wurde. Nach dem Abitur dort wechselte der Power Forward zum FC Bayern München, absolvierte dort ein Freiwilliges Soziales Jahr und spielte für das Regionalliga-Team in der bayerischen Landeshauptstadt. Als dann die Offerte vom Pro-A-Ligisten Science City Jena kam, musste Wolf nicht lange überlegen. Ein Wechsel, den er nicht bereut hat. Inzwischen ist das seine vierte Spielzeit in Thüringen. „Nach dem Aufstieg war es im Sommer für mich keine Frage, weiter in Jena zu spielen. Endlich bin ich in der Bundesliga angekommen.“

Fast 800 Bundesligaeinsätze

Wenngleich der Start ein wenig holprig war, denn Wolf musste erst einmal eine langwierige Rückenverletzung auskurieren, war ein Vierteljahr raus und ist erst seit zwei Monaten wieder komplett dabei. „Jetzt kann ich meinem Körper wieder vertrauen.“ Von seinen Teamkameraden ist er komplett überzeugt. „Die Team-Chemie war schon immer gut in Jena. Und mit Julius Jenkins und Immanuel McElroy spiele ich mit zwei echten Bundesliga-Legenden zusammen. Von ihnen kann ich viel lernen, sie können viel weiterhelfen“, sagt Wolf über die beiden Mittdreißiger, die es gemeinsam auf fast 800 Bundesliga-Einsätze bringen.

Mit den durchschnittlich mehr als 18 Minuten Einsatzzeit pro Spiel ist der Power Forward zufrieden, 4,6 Punkte hat er im Schnitt erzielt. Die meisten Punkte verbuchte der Profi, der in Jena auch als U14-Trainer arbeitet, in dieser Saison bei 97:86-Sieg gegen Braunschweig (12) im November, in dem er 24 Minuten eingesetzt wurde.

Mit einem knappen Erfolg in Göttingen („Knappe Spiele können wir inzwischen auch gewinnen“) wäre Wolf, dessen Familie und Freunde er mit Tickets aus dem Jena-Kontingent versorgt hat, sehr zufrieden. „Als mir mein Vater erzählt hat, dass das Spiel in der Lokhalle stattfindet, war ich begeistert. Die Atmosphäre dort ist toll, das ist eine besondere Halle - und für mich ein persönliches Highlight.“

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