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Im Schicksalsspiel gegen Alba zählt nur der Sieg

Basketball-Bundesliga Im Schicksalsspiel gegen Alba zählt nur der Sieg

Beim letzten Auf-einandertreffen der Basketball-Bundesligisten BG Göttingen und Alba Berlin in der Lokhalle, am 25. April 2010, war Taylor Rochestie mit 19 Punkten Matchwinner und Topscorer beim 81:74-Sieg der Veilchen gegen den hohen Favoriten.

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Verspricht ein heißes Duell zu werden: der Zweikampf zwischen BG-Center Michael Meeks (vorne) und Alba-Topscorer Derrick Allen – hier beim Hinspiel in Berlin.

Quelle: Theodoro da Silva

Heute um 19.30 Uhr läuft der 25-jährige US-Amerikaner aus Santa Barbara im gelben Alba-Dress aufs Parkett der ausverkauften Lokhalle und will mit dafür sorgen, dass sein Team die Punkte aus Göttingen entführt.

„Seit Wochen fiebere ich dem Match in meiner alten Heimatstadt entgegen“, versichert Rochestie, der im vorigen Jahr die BG zur Euro-Challenge-Meisterschaft geführt hat sowie Drei-Punkte-Champion und Newcomer des Jahres in der BBL war. „Ich habe in Göttingen nicht nur unter den Spielern und Trainern viele Freunde gefunden und freue mich sehr darauf, sie jetzt alle wiederzusehen“, sagt er.

Seitdem Rochestie, Mitte Februar von Galatasaray Istanbul nach Berlin gewechselt, die Fäden im Alba-Spiel zieht, ist der achtmalige Deutsche Meister in die Erfolgsspur zurückgekehrt, hat von neun Partien nur die gegen Spitzenreiter Bamberg knapp verloren und sich auf den dritten Platz vorgeschoben. Mit 10,1 Punkten und 4,8 Assists im Schnitt spielt das Ex-Veilchen eine tragende Rolle im Berliner Starensemble um Topscorer Derrick Allen (15,6), Julius Jenkins (14,0), Immanuel McElroy (10,7; fällt wegen Rückenverletzung aus), Bryce Taylor (8,0) und Miroslav Raduljica (9,8), der kurz nach Rochestie zu Alba gestoßen ist. Den 23 Jahre alten, 2,13 Meter langen serbischen Nationalspieler, der als einer der größten Center-Talente Europas gilt, kennen die Veilchen aus dem gewonnenen Euro-Challenge-Viertelfinale gegen FMP Belgrad, wo er sich eine Privatfehde mit Jason Boone geliefert hat.

Dass es ihm die BG-Fans übel nehmen würden, wenn er dazu beiträgt, dass die Veilchen aus dem Playoff-Rennen fliegen, glaubt Rochestie nicht: „Ich habe die Göttinger als Publikum kennen gelernt, dass vor allem guten Basketball sehen will, und dazu gehört, dass jeder auf dem Parkett alles für sein Team gibt – und genau das werde ich für Alba tun.“ Tatsache ist, dass die BG als Neunter mit 34:30 Punkten und dem schlechteren Direktvergleich gegenüber Bremerhaven (7.) und Ludwigsburg (8.; beide 34:28) nur dann eine realistische Chance auf die Runde der besten Acht hat, wenn sie heute gegen Alba und beim Hauptrundenfinale am 23. April (20 Uhr) beim MBC gewinnt.

Dass ausgerechnet das Match gegen die Berliner Millionentruppe – Abschluss der kräftezehrenden Stressphase von fünf Partien innerhalb von elf Tagen – zum Schicksalsspiel für den weiteren Saisonverlauf wird, setzt die Göttinger zwar immens unter Druck, aber auch zusätzliche Kräfte frei, ist Coach John Patrick überzeugt: „Nach den Spielen in Bremerhaven und Tübingen gingen die Spieler wirklich auf dem Zahnfleisch. Doch nach einem Tag Ruhe haben wir gut trainiert, und ich bin sicher, dass sie alles daran setzen werden, dass das Match gegen Alba nicht das letzte Heimspiel in der Lokhalle wird.“

Unterschätzen werde man die BG trotz der 61:91-Hinspielnierlage nicht, versichert Alba-Coach Muli Katzurin. „Göttingen gehört für mich zu den Topteams der Liga und hat das Zeug, in den Playoffs eine gute Rolle zu spielen“, glaubt der israelische Trainerfuchs und Nachfolger des glücklosen Luka Pavicevic. Für Katzurin ist neben dem Verletzungspech die Doppelbelastung in BBL und Eurocup dafür verantwortlich, dass die Veilchen nicht gemeinsam mit seiner Mannschaft in der Spitzengruppe stehen. Definitiv beendet, so Patrick, sei die Saison für Trent Meacham, auch wenn der Ellenbogen nicht gebrochen ist. Diagnostiziert hätten die Ärzte eine schwere Prellung und Bänderdehnung, berichtete BG-Sprecher Björn-Lars Blank.

Sechs Teams im Playoff-Endkampf

Nur Bamberg, Frankfurt, Berlin und Artland können fest für die Playoffs planen. Auf den Plätzen fünf bis zehn haben Braunschweig und Oldenburg (beide 36:26 Punkte) die besten Karten, Göttingen (34:30) und Trier (32:30) die schlechtesten. Bremerhaven und Ludwigsburg (beide 34:28) müssen zwei ihrer drei Partien gewinnen, um sicher in die Runde der besten Acht einzuziehen. Verliert die BG gegen Alba, müssen Bremerhaven oder Ludwigsburg alle Spiele verlieren und die BG beim MBC gewinnen, damit sie weiterkommt.

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