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Jermaine Mallett gibt der BG Göttingen eine sehr seltene Qualität

Roijakkers’ „Runningback“ Jermaine Mallett gibt der BG Göttingen eine sehr seltene Qualität

Jermaine Mallett stand am vergangenen Sonntag im Mittelpunkt. Der 25-jährige US-Amerikaner führte seine BG Göttingen zum knappen 94:89-Overtime-Sieg gegen die Oettinger Rockets Gotha. Zuvor hatte er im Spiel eine heftige Auseinandersetzung mit seinem Headcoach Johan Roijakkers.

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Auch wenn es wehtut: BG-Power-Athlet Jermaine Mallett pflügt im Stile eines Runningbacks durch die gegnerische Zone.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Am Sonnabend, 22. Februar, ab 19.30 Uhr beim Gastspiel des Spitzenreiters der 2. Basketball-Bundesliga Pro A bei Erdgas Ehingen/Urspringschule will der Power-Athlet einmal mehr ausschließlich durch eine weitere starke sportliche Leistung auf sich aufmerksam machen.

Nachdem bereits Roijakkers erklärt hatte, dass die Differenzen geklärt und der handfeste Streit ausgeräumt und beigelegt worden ist, bestätigt dies auch Mallett.

„Wir sind beide emotional. Wir haben das besprochen. Ich spiele sehr gerne in diesem Team, und der Headcoach macht einen Superjob. Ich habe nie in einem Team gespielt, in dem ich besser auf die Gegner vorbereitet war als unter Roijakkers“, betont Mallett nach dem gestrigen Training.

Die Einheit in der FKG-II-Halle stand komplett im Zeichen der Vorbereitung auf die Partie in Ehingen. Das Team arbeitete hochkonzentriert, und die Athleten führten bisweilen enorm harte Zweikämpfe. Es hatte aber auch sichtlich Spaß an der Vorbereitung, denn in den Pausen wurde viel gelacht.

„Jeder stellt sich in den Dienst der Mannschaft“

„Ich habe noch nie in einem Team gespielt, in dem die Chemie so gut war wie hier. Das gilt sowohl auf als auch abseits des Parketts“, sagt Mallett und erklärt: „Es gibt kaum Egos, jeder stellt sich in den Dienst der Mannschaft.“ Für ihn persönlich sei die Situation am Anfang allerdings schon ein wenig schwierig gewesen, denn er wollte unbedingt in die Startformation.

Bei Roijakkers kommt der extrem explosive Guard allerdings von der Bank. Der Niederländer weiß um sein Luxus-Problem und sagt, dass Mallett in jedem anderen Pro-A-Team ein Starter wäre. Mit seinem physischen Spielstil gebe er der Mannschaft eine Qualität, die nur sehr selten zu finden sei.

„Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich mit meiner Rolle angefreundet habe. Jetzt komme ich von der Bank und versuche, dem Team viel Energie zu geben, hart zu verteidigen und auch ein bisschen zu scoren“, sagt Mallett.

Das gelingt dem Mann aus Missouri, dessen Lieblingsspieler Kevin Garnett und LeBron James sind, beeindruckend gut. Mit durchschnittlich 12,4 Punkten bei nur knapp 21 Minuten Einsatzzeit ist er der drittbeste Punktesammler im Team. Die Vielzahl seiner Zähler markiert Mallett durch seine unwiderstehliche Art, den Korb zu attackieren.

Im Stile eines Runningbacks

Dabei sieht es nicht nur so aus, als ob Mallett im Stile eines Runningbacks beim American Football mit dem fest an die Brust gedrückten Sportgerät durch die gegnerische Defense pflügt.

„Es fühlt sich auch so an“, sagt das 1,90 Meter große athletische Kraftpaket lachend und fügt an: „Nach den Spielen habe ich besonders an Armen, Brustkorb und den Oberschenkeln zahlreiche schmerzende Stellen und blaue Flecken.“

Da helfen auch das mit weichen Schaumpolstern versehene enge Shirt sowie eine ebenfalls mit Protektoren ausgestattete, etwa knielange Shorts nur unwesentlich. „Wir haben das auf dem College extrem intensiv trainiert, ich kenne das also schon ein wenig länger.

Man muss aber schon ganz schön einstecken können“, so Mallett, der seine Basketballausbildung auf der Missouri State University absolvierte.

„Ich werde wieder alles geben"

Am Sonnabend wird er wieder die Zähne zusammenbeißen, denn dann tritt der Shooting Guard mit seinen Veilchen beim Überraschungsvierten in Ehingen an. „Ich werde wieder alles geben, und ich weiß, dass das jeder im Team so machen wird. Wir haben ein Ziel, und das ist der Aufstieg in die 1. Bundesliga“, betont Mallett.

Erstmals reist die BG einen Tag vor dem Spiel an, Ehingen ist mit gut 460 Kilometern die weiteste Anfahrt.

„Wir haben gute Chancen, unsere Serie weiter auszubauen, wenn wir hart verteidigen und schnell spielen. Wir haben ein super Team mit extrem viel Potenzial. Wenn jeder weiter hart arbeitet, dann kann uns kein Team auf dem Weg zur Meisterschaft stoppen“, unterstreicht Mallett selbstbewusst und fügt hinzu: „Unsere fantastischen Fans haben die 1. Liga verdient, und ich wünsche mir, auch im Falle des Aufstiegs wieder nach Göttingen zurückzukehren. Ich fühle mich hier sehr wohl.“

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