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Marc Franz: "Nervenflattern ist das nicht"

Basketball-Bundesliga Marc Franz: "Nervenflattern ist das nicht"

Mit dem 77:76-Zittersieg bei den Köln 99ers hat die BG 74 in der Basketball-Bundesliga Platz sechs gefestigt. Trotz der fünf Spiele andauernden Siegesserie zeichnen sich aber auch Probleme ab.

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Schwingt sich in seinem zweiten Jahr als Veilchen zum Leistungsträger auf: BG-Center Jason Boone.

Quelle: SPF

"Wir sind in der Lage, in der Basketball-Bundesliga 30 Minuten auf absolutem Top-Niveau zu spielen", unterstreicht Marc Franz, Geschäftsführer des Erstliga-Lizenz-Inhabers Starting five. Andererseits ist ihm nicht verborgen geblieben, dass die BG 74 immer wieder in Leistungslöcher fällt. Das war gegen Bamberg und die Artland Dragons so und erst recht bei den Duellen mit Bonn und Köln, die trotz kräftigem Punktepolster beinahe noch verloren gingen. "Nervenflattern ist das nicht", meint Franz. Seine Analyse lautet: "Uns fehlt derzeit vielleicht einfach noch das Mittel, uns zurückzunehmen und Spiele kontrolliert nach Hause zu bekommen."

In Köln habe besonders Ben Jacobson gefehlt. Der systemsichere Guard und Distanzwurfspezialist leidet unter heftigen Knieproblemen, die ihn zu einer längeren Pause zwingen könnten. "Es ist vermutlich eine Entzündung, aber die genaue Diagnose steht noch aus. Wir befürchten, dass es länger dauert", sagt Franz.

Länger hinzuziehen droht sich auch das Vorhaben der Starting five, ein Paket zu schnüren, das es ermöglicht, Leistungsträger Charles Lee bis Saisonende zu verpflichten. Der 24-Jährige hat nur einen Vertrag bis zum 20. Dezember (Tageblatt berichtete). "Wir sind in intensiven Gesprächen mit unseren Sponsoren. Die Finanzierung steht noch nicht. Wir wollen das komplette Team halten", so Franz. Die Frage, ob es notfalls eine Entscheidung geben müsse, ob Lee oder Chris Oliver bleiben darf, mochte Franz nicht beantworten. Lee war kurzfristig aufgrund des - mittlerweile auskurierten - Mittelfußbruchs von Oliver verpflichtet worden.

Sorgen bereitet den BG-Verantwortlichen derzeit auch die Personalie Jason Miller, dessen Formkurve seit dem Match in Frankfurt stark dem Verlauf der Aktienkurse von US-amerikanischen Investmentbanken gleicht. "Er macht uns Sorgen, denn er ist als Center für die erste Fünf verpflichtet worden. Wir wären ja blind, wenn wir nicht sehen würden, dass sich da was ändern muss. Er spürt jetzt den Druck, wir sprechen viel mit ihm - vor allem Headcoach und Sportlicher Leiter John Patrick. Miller weiß, dass sich etwas ändern muss", sagt Franz. Gleichzeitig betont er aber: "Wir wissen, was Jason Miller leisten kann, er hat es ja auch in den ersten Spielen bewiesen. Er hat unser Vertrauen."

Hickman wird ein 46er

Nur gut, dass derzeit Center Jason Boone das in ihn gesetzte Vertrauen mit ansprechenden Leistungen rechtfertigt. Das Kraftpaket zeigte sich zuletzt stark verbessert. Als "gigantisch" bezeichnet Franz Boones derzeitige Form und begründet sie damit, dass er "das System jetzt verinnerlicht hat und täglich hart an sich arbeitet".

Mit harter Arbeit hat sich die BG auf den sechsten Tabellenrang gekämpft. Und der soll gehalten werden. "Diesen Platz will das Team auf keinen Fall mehr abgeben. Es ist noch ein langer Weg, die Playoffs sind aber in Sichtweite", so Franz.

Dirk Horstmann, Spielleiter der Basketball-Bundesliga (BBL), hat die Begegnung zwischen EnBW Ludwigsburg und LTi Giessen 46ers endgültig mit 2:0 Punkten und 1:0 Körben für Ludwigsburg gewertet. Zudem sind die Gießener bei direkten Vergleichen in der Tabelle stets schlechter zu platzieren als der punktgleiche Kontrahent. Darüber hinaus wurde der Club mit 6000 Euro Ordnungsstrafe belegt. Die Partie zwischen EnBW Ludwigsburg und LTi Giessen 46ers kam nicht zur Austragung, da der Bus, mit dem die Gießener den Weg nach Ludwigsburg angetreten hatten, in einem Stau steckte und somit ein pünktlicher Spielbeginn zum festgesetzten Zeitpunkt (19.30 Uhr) nicht gewährleistet werden konnte.

Beim 79:68 der 46ers gegen Paderborn stand Rick Hickman in der Starting five. Hickman hatte vor Wochenfrist noch großen Anteil daran, dass BG II in der 2. Regionalliga den ASC 46 im Spitzenspiel deutlich bezwang. Hickman habe seine Sache gut gemacht und sei ein wichtiger Faktor dafür gewesen, dass für die 46ers nur zehn Ballverluste zu Buche standen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Von Mark Bambey

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