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Nicht zulassen, dass Oettinger-Rakete zündet

Veilchen wollen Tabellenführung verteidigen Nicht zulassen, dass Oettinger-Rakete zündet

Angeschlagene Gegner sind oft besonders gefährlich. BG-Cheftrainer Johan Roijakkers ist zuversichtlich dass seine Mannschaft, die am vergangenen Sonntag mit dem 108:68-Sieg in Heidelberg an die Tabellenspitze der 2. Basketball-Bundesliga Pro A gestürmt ist, diese Binsenweisheit beherzigt, wenn sie am heutigen Sonnabend um 19 Uhr beim Vorletzten, den Oettinger Rockets Gotha antritt.

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Goettingens Nicholas Livas (r.) kaempft mit Duesseldorfs Menephta Darden (l.) und Patrick Flomo um den Ball.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Er glaubt nicht, dass seinen Spieler die eindrucksvollen Erfolge gegen Düsseldorf und Heidelberg zu Kopf gestiegen sind und sie in Gotha überheblich oder nur mit halber Kraft zu Werke gehen.

Schließlich hätten alle noch das 68:79-Heimdebakel vor drei Wochen gegen Schlusslicht Leipzig im Kopf und daraus ihre Lehren gezogen. So stehen die Chancen gut, dass die Veilchen in der „Blauen Hölle“ – wie die Thüringer Raketen ihre 1500 Zuschauer fassende Schulsporthalle nennen – nicht ihr gleichfarbiges Wunder erleben. Nach Roijakkers Einschätzung steht der BG in Gotha allerdings ein hartes Stück Arbeit bevor, seien die Unterschiede im Leistungsvermögen der beiden Aufsteiger doch beträchtlich. „Leipzig ist kein Playoff-Kandidat, Gotha aber gehört mit Jan Lipke, Leo Niebuhr und sieben Amerikanern zu den Top-Vier-Teams der Liga. Von dem, was einer ihrer Spitzenleute verdient, könnten wir vier unserer Besten bezahlen“, verdeutlicht der 32-jährige Coach die wirtschaftliche Potenz des ambitionierten Liganeulings.

Dass die Gothaer am vergangenen Mittwoch auf die sportlich unbefriedigende Situation (zwei Siege, sechs Niederlagen) mit dem Rauswurf von Cheftrainer Marko Simic und seines Assistenten Adrian Flynn reagiert haben (Tageblatt berichtete) sieht Roijakkers nicht als Vorteil für seine Mannschaft. Im Gegenteil: „Die Rockets haben nicht gut zusammengespielt, weil es offenbar Differenzen zwischen Coach und Spielern gab. Jetzt wo der Trainer weg ist, müssen die Spieler aufstehen und zeigen, was sie drauf haben.“ Auf der Rockets-Homepage verspricht das vom Interims-Gespann Yvonne Schäfer (sieben Jahre Trainerin der Ersten) und Christoph Nicol (Co-Trainer in der vorigen Saison) gecoachte Team denn auch, alles zu versuchen, „dass wir unser riesiges Potenzial besser ausschöpfen als zuletzt, das Teamplay verbessern und die Defense“.

Roijakkers ist indes optimistisch, dass seine Veilchen die Oettinger-Rakete nicht zünden lassen werden. Schließlich stehen ihm alle Akteure zur Verfügung, die in den vergangenen Wochen die Fans verzückt und die Konkurrenz in Erstaunen versetzt hat. Gute Nachrichten gibt es zudem von Ramon Harris, der seine Knieverletzung weitgehend auskuriert hat. Roijakkers: „Ramon ist wieder ins Training eingestiegen und kann wohl auch spielen, wenn es nötig ist.“ Verwundert zeigte er sich, dass Maximilian Kuhle, der ein Angebot der BG ausgeschlagen hatte, weil er seine Karriere beenden wollte, jetzt wieder für seinen früheren Verein ASC 46 in der 1. Regionalliga spielt.

Von Michael Geisendorf

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WormUp: BG Göttingen gegen Tübingen

Wenn die BG Göttingen am Sonnabend bei den Walter Tigers Tübingen antritt, trifft sie mit Mathis Mönninghoff auf einen der Veilchen-Leistungsträger der vergangenen Saison. BG-Coach Johan Roijakkers sagt über den Modellathleten: „Mathis hat bei uns eine wichtige Rolle gespielt. Das zeigt allein schon die Tatsache, dass er in der vergangenen Saison zusammen mit Stuckey die meisten Minuten Einsatzzeit aller deutschen Spieler hatte.“ Nun spielt Möninghoff für Tübingen und hat mit den Walter Tigers noch keinen einzigen Sieg eingefahren. Doch das Schlusslicht, bei dem Jared Jordan bester Assistgeber der Liga ist, will mit dem neuen Trainer Mathias Fischer gegen die Göttinger unbedingt den ersten Saisonsieg einfahren. Die Veilchen erwartet ein heißer Tanz… Tipoff ist um 20.30 Uhr.

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