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BG Göttingen „Powerhaus der Liga“ in der Sparkassen-Arena
Sportbuzzer BG Göttingen „Powerhaus der Liga“ in der Sparkassen-Arena
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06:17 04.11.2012
40 Minuten Konzentration: Das fordert Coach Roijakkers von Sullivan Phillips (r.) und allen BG-Spielern. Quelle: CR
Göttingen

Doch auch die Partie der Göttinger am Sonntag um 17 Uhr bei den MLP Academics Heidelberg wird kein Zuckerschlecken werden. Ebenso wie die Veilchen haben die als sehr heimstark geltenden Baden-Württemberger zwei Spiele verloren, stehen aber zwei Plätze hinter der BG, weil sie eine Partie weniger absolviert haben.

J. Roijakkers

Zunächst aber gilt die volle Konzentration von BG-Cheftrainer Johan Roijakkers und seiner Mannschaft dem heutigen Spitzenspiel gegen Meisterschaftsanwärter Düsseldorf. Auf die Göttinger Fans scheint das Duell der ehemaligen Erstligisten eine besondere Faszination auszuüben.

Donnerstagmittag hatte die BG bereits 1700 Karten im Vorverkauf abgesetzt. Roijakkers bezeichnet die Mannschaft des international erfahrenen Trainersfuchses Murat Didin wegen ihrer Dynamik als „Powerhaus der Liga“. Der 57 Jahre alte Türke hat neben der Nationalmannschaft seines Landes (1986 – 93) türkische Spitzenteams wie Besiktas Istanbul gecoacht, war in Italien bei den Rimini Crabs tätig und zweimal beim Bundesligisten Skyliners Frankfurt (2004/05 und 2007 – 2010).

Gestaltender Akteur auf dem Parkett ist bei Düsseldorf Point Guard Gary Johnson. Der routinierte 29-jährige US-Amerikaner hat ein großes Arsenal an Offensivaktionen. Er hat nicht nur ein gutes Auge für den besser postierten Mitspieler (3,3 Assists), sondern auch einen sicheren Distanzwurf. Extrem starke 53 Prozent seiner Drei-Punkt-Würfe fanden bisher ihr Ziel.

M. Didin

Trotz dieser starken Quote ist er nicht der beste Distanzwurfspezialist der Rheinländer. Getoppt wird diese Statistik noch von Marin Petric. Der 32-jährige deutsche Guard hat sensationelle 61,5 Prozent seiner Dreier verwandelt. Von 26 Versuchen zischten 16 durch die Reuse. In seiner langen internationalen Karriere kam er bisher nicht ansatzweise auf solche Werte. Die meisten Würfe jenseits der 6,75-Meter-Linie nimmt jedoch Ex-Veilchen Nico Adamczak. 32 Drei-Punkt-Würfe feuerte er ab, 13 führten zu Punkten (41 Prozent). Der 22-jährige Shooting Guard ist ein Leistungsträger. In gut 30 Minuten Spielzeit markiert er durchschnittlich 10,7 Punkte und 4,5 Rebounds. 

„Gegen Düsseldorf musst du 40 Minuten lang hoch konzentriert sein und darfst möglichst keine Fehler machen, sonst bist du aus dem Spiel“, weiß der Göttinger Coach um die Gefährlichkeit der Gäste, die sich ihren bisher einzigen Ausrutscher beim 81:94 in Crailsheim leisteten. Dort hat bekanntlich auch die BG verloren. Bis auf den verletzten Ramon Harris, der nach Roijakkers Einschätzung in zwei Wochen wieder ins Training einsteigen wird, kann der Niederländer auf den kompletten Kader zurückgreifen. „Besonders freut es mich, dass Michael Crowell nach seiner langen Verletzungspause immer besser und konstanter wird“, berichtet der Niederländer. Das sei um so wichtiger, als es ihm bei der Rotation der deutschen Spieler, von denen immer zwei auf dem Parkett stehen müssen, mehr Alternativen ermögliche.

Auf den Trip nach Heidelberg freut sich Roijakkers schon deshalb, weil er dort mit dem britischen Trainer Tony Garboletto einen guten Bekannten wiedertrifft. „Mit Tony habe ich bei der englischen Nationalmannschaft zusammengearbeitet. Mit ihm telefoniere ich einmal pro Woche“, verrät der BG-Coach. Außerdem kenne er Point Guard Tristan Blackwood recht gut, weil der zwei Jahre lang in den Niederlanden gespielt habe. Blackwood muss den Job des bisherigen Spielmachers und Topscorers Jermaine Dixon (14,5 Punkte im Schnitt) übernehmen.

Den Vertrag mit dem US-Amerikaner haben die Academics in dieser Woche wegen chronischer Kniebeschwerden aufgelöst. Neben Dixon treffen auch Forward Devin White (13,8/7,3 Rebounds), Center Taylor Rohde (12,6) und Shooting Guard Clint Sargent (11,4) zweistellig. Für die Lufthoheit unter den Körben sind neben Rohde (2,05 m) Oliver Komarek und Kristian Kuhn beide (2,08 m) zuständig. Ihre Heimstärke bewiesen die Academics mit Siegen gegen Crailsheim und Ehingen. Die 86:87-Auftaktpleite gegen Essen zeigt aber, dass sie auch zu Hause bezwingbar sind.

Beim Heimspiel gegen die Düsseldorf Baskets, werden erstmals die neuen BG-Merchandising-Artikel angeboten. Alternativ können die Fan-Utensilien auch im Online-Shop unter bggoettingen.de geordert werden.

Von Michael Geisendorf und Mark Bambey

Schützenplatz für Autos gesperrt

Ausgerechnet an den Tagen, an denen die BG Göttingen die beiden Top-Teams  der Pro A in der Sparkassen-Arena empfängt – am heutigen Freitag den Tabellenzweiten Düsseldorf Baskets und am Sonntag, 18. November, Spitzenreiter BG Karlsruhe – steht der Schützenplatz für die Besucher der beiden Partien nicht als Parkfläche zur Verfügung. Komplett gesperrt ist der Platz bis zum 24. November, weil dort seit dem 29. Oktober ein 5500 Quadratmeter großes Zelt aufgebaut wird, in dem am 17. und 18. November die Abendveranstaltung der in der Lokhalle laufenden Automobil-Fachmesse Coparts stattfindet.

Da der Landfahrer-Platz am Maschmühlenweg für die VIP-Kartenbesitzer der BG reserviert ist, bleiben als Ausweichmöglichkeiten nur das Parkhaus auf der Bahnhof-Westseite oder die Parkstreifen an Schützenanger und Maschmühlenweg. Um sich die nervige Parkplatzsuche zu ersparen, empfiehlt das BG-Management, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen oder mit dem Fahrrad oder zu Fuß  zur Halle zu kommen. mig

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