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3447 Zuschauer erleben 114:109-Sieg der BG Göttingen gegen Jena

Grandioses Comeback vor Rekordkulisse 3447 Zuschauer erleben 114:109-Sieg der BG Göttingen gegen Jena

Eindrucksvoller als beim 114:109 (80:89, 52:58, 24:42)-Erfolg über Science City Jena im Spitzenspiel der 2. Bundesliga Pro A hätten Mannschaft und Fans der BG nicht untermauern können, dass Göttingen in die 1. Basketball-Bundesliga (BBL) gehört.

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Freude pur: BG-Anhänger nach dem Rekordsieg gegen Jena.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. 3447 Zuschauer – einsamer Rekord in der 2. Liga – sorgten im Hexenkessel der ausverkauften Sparkassen-Arena für eine erstligareife Kulisse, und die hochklassige Vorstellung der beiden Kontrahenten braucht den Vergleich mit Partien von Topteams in der deutschen Eliteklasse nicht zu scheuen.

Erstliga-Niveau vermissen ließen allein die drei Unparteiischen. Mit kleinlichen Pfiffen und vielen strittigen Entscheidungen zogen sie sich den Unmut beider Fan-Lager zu.

Ein historisches Ausrufezeichen beim höchsten Veilchen-Sieg der Saison setzten zu Beginn die Gäste. In der S-Arena konnten sich selbst Basketball-Kenner mit jahrzehntelanger Erfahrung nicht daran erinnern, dass eine Mannschaft in einem Match zweier Profiteams 42 Punkte in einem Viertel erzielt hat.

Mit acht von neun getroffenen Dreiern und einer Feldwurfquote von 77 Prozent (17/22) hebelte der Tabellendritte die BG-Abwehr mit immer dem gleichen Spielzug: Garrett Sim, bester Spielmacher und treffsicherster Schütze der Pro A, bringt den Ball mit einem schnellen Dribbling nach vorn, passt nach außen auf Dorenzo Hudson oder Dennis Tinnon.

Effektive Ganzfeldpresse

Von ihnen kommt das Leder zurück zu Sim, der passt, während sich sich die Veilchen auf die Zone unterm Korb konzentrieren, blitzschnell auf den Außen auf der anderen Seite, der dann unbedrängt werfen kann.

Jena, das in der Abwehr mit einer effektiven Ganzfeldpresse agiert, zieht auf 31:15 (7.) davon, während BG-Team und Fans in eine Art Schockstarre zu verfallen scheinen. Der einzige, der in dieser Phase dagegenhält, ist der zuletzt oft gescholtene Jermain Raffington.

Er erzielt in 4:54 Minuten Einsatzzeit zehn Punkte und ist am Ende mit 16 Zählern  drittbester BG-Werfer, obwohl er nur 9:31 Minuten auf dem Parkett steht. Die Frage, warum „Raff“ nicht länger ran durfte, bügelt Coach Johan Roijakkers später kurz und knapp ab: „Das habe ich als Coach so entschieden.“

Raffington war es zufrieden, freute sich über den hart erkämpften Sieg und seine eigene Leistung: „Ich bin total glücklich, dass ich endlich mal wieder gut gespielt habe.“

3447 Zuschauer erlebten in der ausverkauften S-Arena den 114:109-Sieg der BG Göttingen gegen Science City Jena. © Theodoro da Silva

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Zur gewohnten Stärke zurück finden ab dem zweiten Viertel auch seine Teamkollegen. Der Gegner wird jetzt enger und konsequenter gedeckt, Marco Grimaldi schränkt Sims Aktionsradius erheblich ein, die Veilchen holen nach 24:44-Rückstand (11.) Punkt um Punkt auf, und die Halle steht wie ein Mann hinter ihnen.

„Die Fans waren fantastisch. Ich bin super stolz auf meine Mannschaft, wie sie zurückgekommen ist. Aber ohne die tolle Unterstützung der Zuschauer hätten wir das nicht geschafft“, schwärmte Roijakkers.

Beim 66:71 in der 26. Minute ist die BG nach Dreier von Jeremy Dunbar wieder dran, doch Jena pariert glänzend und hat am Ende des dritten Viertels erneut neun Punkte Vorsprung. Erst im Schlussabschnitt müssen die Gäste dem immer stärker werdenden Druck des Spitzenreiters Tribut zollen.

Grandiose Aufholjagd

Ihr Spiel reduziert sich zunehmend auf Einzelaktionen von Sim. Als Alex Ruoff beim 93:93 (34.) erstmals den Ausgleich schafft, hält es keinen der 3400 BG-Fans mehr auf den Sitzen, und als Harper Kamp fünf Minuten später die erste BG-Führung des Spiels erzielt (106:104; 39.), steht die Halle vollends Kopf.

Spätestens beim Dreier von Godbold zum 111:107 22 Sekunden vor Schluss zweifelt niemand mehr daran, dass die grandiose Aufholjagd der nie aufgebenden Veilchen von Erfolg gekrönt ist. „Ich habe nie daran gezweifelt, dass wir zurückkommen, weil wie ein super Selbstvertrauen haben und immer an uns glauben“, versichert Center Ater Majok mit breitem Grinsen.

BG: Majok (14 Punkte/0 Dreier/3 Rebounds/1 Assist), Grimaldi (12/0/3/5), Ruoff (19/1/5/4), Spohr (4/0/0/1), Mallet (6/1/0/2), Godbold (19/2/3/6), Kamp (11/0/5/0), Raffington (16/2/1/0), Dunbar (11/1/5/3).

Beste Jena: Sim (25/2/2/5), Hudson (19/4/1/1), Tinnon (14/1/8/2), Schaffartzik (14/4/0/3), Kuhn (14/0/8/0).

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