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BG Göttingen Sich nicht von Auswärtsschwäche blenden lassen
Sportbuzzer BG Göttingen Sich nicht von Auswärtsschwäche blenden lassen
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19:46 30.11.2012
Bleibt bis zum Saisonende: Der Vertrag von BG-Leistungsträger und Vorbild-Profi Nick Livas – hier gegen die Karlsruher Dewayne Richardson und Nils Frederik Menck (r.) – ist verlängert worden. Die offizielle Bestätigung fehlt noch. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Ein Selbstläufer ist die Partie am Sonnabend ab 19 Uhr in der S-Arena dennoch nicht, denn die Veilchen präsentierten sich ihrerseits bereits generös im Umgang mit vermeintlichen Underdogs. So durfte beispielsweise Leipzig in der S-Arena seinen ersten Saisonsieg feiern.

Gegen Chemnitz wollen die Veilchen ihre nicht berauschende Heimspielbilanz von drei Siegen und zwei Niederlagen verbessern.

So soll der Platz in der Spitzengruppe neben Tabellenführer Düsseldorf (Sonntag zu Hause gegen Cuxhaven) und Karlsruhe (Sonntag zu Hause gegen Nürnberg) verteidigt werden.

Als „das vielleicht leichteste Spiel des Jahres“ bezeichnet die Chemnitz-Crew das Match in der S-Arena.

„Wir sind in Göttingen ganz klarer Außenseiter. Aber vielleicht hilft uns das, um befreit aufzuspielen. Ein Auswärtssieg wäre aber schon eine kleine Sensation“, wird Cheftrainer Felix Schreier auf der BV-Homepage zitiert.

Mit erst 23 Jahren ist Schreier der jüngste Coach in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A. Bis auf den 18-jährigen Kilian Leuteritz sind alle Chemnitzer Spieler älter als ihr Headcoach.

Einen unmotivierten Gast dürfen die Göttinger nicht erwarten, denn das Duell sei für sie „äußerst richtungsweisend“. In den letzten vier Spielen bis zur Weihnachtspause will sich der Klub eine gute Position für den Kampf um die Playoffplätze erarbeiten.

„Dahingehend wäre jeder überraschende Erfolg Gold wert, und natürlich werden wir am Samstag versuchen, das Unmögliche möglich zu machen“, betont Schreier.

Derzeit rangieren die Sachsen auf Rang acht, dieser würde am Ende der Hauptrunde den Playoff-Einzug garantieren. Bester Korbjäger beim Heimsieg der Chemnitzer am vergangenen Wochenende gegen Heidelberg war der wiedergenesene Donald Lawson.

Der Center verteilt seine 110 Kilogramm auf 2,08 Meter und erzielte 15 Punkte.

Zu den Top-Akteuren des BV gehört der japanische Nationalspieler Takumi Ishizaki. Obwohl als Point Guard geführt, agiert der listige Schütze eher auf dem Flügel.

Der Japaner trifft im Schnitt fast 42 Prozent seiner Drei-Punkt-Würfe und markiert durchschnittlich 12,7 Punkte. „Ishizaki ist ein wirklich guter Basketballer, mir gefällt seine Spielweise“ betont BG-Headcoach Johan Roijakkers.

Auch Ishizakis aus Göttingen stammender Teamgefährte Jorge Schmidt lobt den Spielstil des Asiaten. „Er ist ein absoluter Teamplayer und ein disziplinierter Arbeiter. Ich spiele sehr gerne mit ihm zusammen, er macht die Mannschaft stärker.“

Roijakkers habe sein Team eindringlich vor Chemnitz gewarnt, denn es sei viel stärker, als der Tabellenplatz aussage.

„Chemnitz spielt sehr organisiert und ist sehr ausbalanciert. Es gibt viele Spieler die Punkten können, und es arbeitet sehr gut in der Defensive.

Ihr Spielsystem ähnelt unserem ein wenig“, sagt der 32-Jährige. Roijakkers stehen alle Akteure zur Verfügung. Nach Tageblatt-Informationen ist auch der Vertrag mit Leistungsträger Nick Livas endlich bis Saisonende verlängert worden und liegt von beiden Seiten unterschrieben vor.

Das Spiel der Chemnitzer wird vom erstligaerfahrenen John Redder Bynum organisiert, der von der TBB Trier nach Chemnitz wechselte. Der 34-jährige Spielgestalter verteilt pro Partie durchschnittlich fast fünf Assists und rangiert damit in der Liga auf Platz acht.

Auf der Center-Position legt der US-Amerikaner Alexander Jones solide Auftritte hin. Er ist neben Lawson mit 2,06 Metern und 111 Kilogramm der zweite Big Man der Sachsen.

Mit 12,6 Zählern und 5,2 Rebounds pro Spiel ist er zusammen mit Bynum (12/5,5) der derzeit effektivste Spieler.

Um in Göttingen zu bestehen, hat Headcoach Schreier einen Plan: „Wir müssen versuchen, die Göttinger Fastbreaks zu verhindern und dürfen ihnen nicht zu viele offene Dreier gestatten.

Wenn sie einmal ins Laufen kommen, sind sie nur noch schwer zu stoppen.“ Chemnitz tritt in Bestbesetzung an, auch Andreas Endig wird mitfahren. Jorge Schmidt weiß dennoch um die schwere dieser Aufgabe.

„Der Druck ist enorm, ich habe zwei Spiele auf Video gesehen. Und dann sind da ja auch noch die fantastischen Fans. Das ist eine unglaublich schwere Aufgabe“, sagt der 27-Jährige. 

Tickets gibt es noch an der Tageskasse, sie öffnet um 17.30 Uhr. Präsentiert wird das Duell von der Eon Mitte.

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