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"So viele falsche Informationen und Anschuldigungen"

Basketball-Bundesliga "So viele falsche Informationen und Anschuldigungen"

Tageblatt-Interview mit Point-Guard Kyle Bailey und Coach John Patrick von Basketball-Bundesligist BG 74. Die Pfiffe bei seiner Rückkehr nimmt BG-Aufbauspieler Kyle Bailey den Zuschauern in Ulm nicht übel. Kein Verständnis hat er jedoch für die PR-Kampagne gegen ihn in der Hallenzeitung (Tageblatt berichtete). Mark Bambey sprach mit Bailey und Headcoach John Patrick über die Geschehnisse in Ulm und das Ende der Siegesserie.

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Im Dialog: BG-Headcoach John Patrick und BG-Star Kyle Bailey – hier im Gespräch beim Duell in der vergangenen Saison in Ulm – nehmen Stellung zu den Geschehnissen in Ulm.  

Quelle: Pförtner

Tageblatt : Sind Sie überrascht gewesen, dass Sie so unfreundlich von den Ulmer Fans empfangen worden sind und 40 Minuten lang ausgepfiffen wurden?

Bailey: Nein, nicht wirklich. Sie wissen eben leider nicht, was im vergangenen Jahr alles passiert ist. Mir war klar, dass sie sauer sein werden. Dass ich aber über eine so lange Zeit ausgepfiffen werde, das hatte ich nicht ganz erwartet.

Haben Sie den Bericht in der Hallenzeitung gelesen?

Bailey: Nach dem Spiel, aber ich habe ihn nur grob überflogen. Das hat mir gereicht. Da standen so viele falsche Informationen und Anschuldigungen drin. Es wird aber nichts über die Fehler des Managements geschrieben und denen des Trainers und des Teamarztes. Dass mein Daumen gebrochen war, wurde erst nach drei Tagen festgestellt. Ich musste darauf drängen, geröntgt zu werden. Dann herrschte Gewissheit, dass mein Daumen an drei Stellen gebrochen war. Bis dahin musste ich trainieren, und mein Daumen ist sogar massiert worden, weil es sich ja nur um eine Verstauchung handele.

Mit dem Wissen um den Artikel, verstehen Sie da das Pfeifkonzert der Zuschauer?

Bailey: Ja, schon ein wenig mehr. Wir hatten in Ulm im vergangenen Jahr nicht den gewünschten Erfolg. Und mir wurde dafür die Schuld zugeschoben. Die Fans versuchen immer, ihr Team zu unterstützen. Das ist vollkommen okay.

Sie haben mit der BG in Ulm nicht zur gewohnten Stärke und in Ihre Führungsrolle gefunden. War dass der Einfluss der Fans?

Bailey: Nein, damit muss man als Profi klarkommen. Ich hatte vier Ballverluste und traf neun Schüsse aus dem Feld nicht. Das waren allein meine Fehler.

Waren Sie vielleicht ein wenig übermotiviert?

Bailey: Nein, für uns ist jedes Spiel wichtig. Wir stehen in der Bundesliga gut da, und wir wollten uns weiter verbessern.

Sie stehen noch immer auf einem Platz, der am Ende der Saison die Playoffs bedeuten würde. Wie stark ist die BG?

John Patrick: Basketball ist zu komplex, um diese Frage jetzt schon zu beantworten. Der Sport ist sehr dynamisch und die meisten Teams verbessern sich im Laufe der Saison erheblich. Auch wir arbeiten hart daran, uns weiter zu verbessern. Wir dürfen nicht zufrieden sein, denn es sind noch 70 Prozent der Spiele zu spielen.

Was macht die BG denn so stark?

Patrick: Jeder Spieler bringt seine individuellen Stärken sehr gut ein. Uns gelingt es bisher gut, Missmatches zu erzwingen, und wir schlagen daraus Kapital. Wir haben Vorteile auf den Guard-Positionen. Mit unserer Defense zwingen wir den Gegner dazu, dass er nicht das spielen kann, was er am besten kann. Wir zwingen ihn, die zweite oder dritte Option zu wählen.

Bailey: Wir trainieren sehr hart, um so aggressiv und schnell spielen zu können. Eine weitere Stärke ist, dass wir uns untereinander stark unterstützen. Deshalb wird uns die Niederlage in Ulm auch nicht umwerfen. In anderen Teams schieben sich die Spieler nach sechs Siegen in Serie gegenseitig die Schuld zu, wenn sie verlieren. Wir blicken aber positiv in die Zukunft, und wollen jetzt halt eine neue Serie starten.

Am Wochenende in Tübingen kehrt die BG zurück in die Erfolgsspur?

Bailey: Hoffentlich, das ist für uns die nächste Chance zu zeigen, wie stark wir sind. Die wollen wir nutzen.

Von Mark Bambey

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