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BG Göttingen Spitzenreiter Göttingen trifft auf SC Rasta Vechta
Sportbuzzer BG Göttingen Spitzenreiter Göttingen trifft auf SC Rasta Vechta
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20:37 20.01.2013
Spektakuläres Duell im Hinspiel: BG-Guard Anthony „Humpty“ Hitchens (r.) gegen Rasta-Topscorer Richard Williams. Quelle: Theodoro da Silva
Göttingen

Am 7. Oktober 2012 hatte Erstliga-Absteiger BG den ambitionierten Aufsteiger mit 87:64 aus der Göttinger Sparkassen-Arena gefegt und erstmals die Tabellenspitze erklommen.

Vechta dümpelte nach drei Niederlagen zum Saisonauftakt am Tabellenende, legte dann aber eine atemberaubende Aufholjagd aufs Parkett und ist vor dem Rückrundenmatch am morgigen Sonntag um 17 Uhr im Rasta Dome als Zweiter erster Verfolger der Veilchen.

Nur einmal in 14 Spielen musste sich das Elzie-Team seitdem geschlagen geben (98:99 gegen Jena) und trumpfte zuletzt mit acht Siegen in Folge auf. Vor allem mit den beiden letzten Heimsiegen gegen die Playoff-Kandidaten Ehingen (102:66) und Düsseldorf (99:79)  unterstrich der vor Selbstbewusstsein strotzende Liga-Neuling, dass der 2000 Zuschauer fassende und stets ausverkaufte Rasta Dome in der Pariser Straße zur fast uneinnehmbaren Festung geworden ist.

Sie zu stürmen ist am ehesten den Veilchen als auswärtsstärkstem Team der Liga zuzutrauen – mit der Unterstützung von rund 100 Fans, die die 300 Kilometer lange Fahrt nach Vechta auf sich nehmen wollen. Doch BG-Coach Johan Roijakkers dämpft die Erwartungen auf einen Sieg, mit dem der Spitzenreiter den Vorsprung vor dem Verfolger auf vier Punkte ausbauen würde. „Ich glaube, unsere Chance, dort zu gewinnen, ist ziemlich gering.

Für mich hat Vechta die beste Mannschaft der Liga mit fünf starken Amerikanern, guten Deutschen und einem Etat, der gut doppelt so hoch ist wie unserer“, rückt der Niederländer die Verhältnisse gerade. „Dass wir auswärts erst einmal verloren haben, liegt im übrigen auch daran, dass wir gegen die Topteams bislang immer zu Hause gespielt haben.“

Der deutliche Hinspielerfolg täusche eine Überlegenheit der Veilchen vor, die es nicht gebe. Damals habe Vechtas kanadischer Center Jacob Doerksen gefehlt, eine Macht unter den Körben und mit 13,9 Punkten im Schnitt Rastas zweitbester Werfer. Zudem sei der erstligaerfahrene 2,11-Meter-Center Dirk Mädrich (Giessen 46ers) und beste Rebounder (6,0) nach langer Verletzungspause erstmals wieder dabei gewesen.

So habe sich seine Mannschaft auf den 1,78 Meter kleinen, wendigen und trickreichen Spielmacher Richard Williams (mit 19,4  Punkten zweitbester Scorer der Liga) konzentrieren können, den die BG-Guards – allen voran der gleich große „Humpty“ Hitchens – recht gut im Griff hatten. Sowie auf Distanzwurfspezialist Corey Hassan, Andrew Rudowitz und Point Guard Flavio Stückemann.

Außenseiterrolle

Obwohl Roijakkers seine Mannschaft in die Außenseiterrolle drängt, hat er das Match sicher nicht abgeschrieben. Schließlich – das betont er immer wieder – ist er ungeheuer ehrgeizig und hasst es zu verlieren. So akribisch wie gewohnt hat der Coach seine Spieler, die alle topfit seien, auf das Spitzenspiel in Vechta vorbereitet. Und wenn Sullivan Phillips, im Hinspiel Topscorer mit 23 Punkten, Hitchens (17), Ramon Harris (13), Akeem Vargas (12) und Co. ihr Leistungsniveau bringen, sollte auch beim Verfolger ein Sieg drin sein.

Dass die Veilchen trotz der intensiven Vorbereitung auf das Match nicht nur Basketball im Kopf haben, zeigten fünf von ihnen bei einer vom BG-Business-Club-Vorsitzender Alexander Schneehain initiierten Benefiz-Aktion. Bei einem Besuch im Elternhaus für das krebskranke Kind überreichten Kapitän Marco Grimaldi, Anthony Hitchens, Nick Livas, Sullivan Phillips und Michael Wenzl den kleinen Patienten eine Kiste mit Büchern und Spielen, schrieben fleißig die heiß begehrten Autogramme und warfen gemeinsam mit den Kindern Bälle auf den in der Station hängenden Korb.

Von Michael Geisendorf

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