Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
BG Göttingen Tübingens Motor ins Stottern bringen
Sportbuzzer BG Göttingen Tübingens Motor ins Stottern bringen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:22 19.12.2016
Bedrängt: Alex Ruoff (hier gegen Jena) und seine Teamkameraden wollen sich mit einem Sieg im letzten Heimspiel von den Fans verabschieden. Quelle: Swen Pförtner
Göttingen

„Jared Jordan ist Tübingens Motor. Man kann ihn nur schwer stoppen, weil er alles kann“, sagt der BG-Headcoach und tritt auf die Euphoriebremse. In Euphorie könnte so mancher Fan geraten, wenn er auf die Tabelle und die bisherigen Statistiken der beiden Mannschaften schaut. Da liegt die BG eindeutig vorn. Der 32-jährige Aufbauspieler Jordan zählt zu den effektivsten Tübinger Spielern, bester Punktesammler ist Isaiah Philmore, der auf 12,9 Zähler pro Partie kommt. „Philmore hat bisher eine exzellente Saison gespielt. Er zeigt, dass er einer der besten Deutschen der Liga ist“, sagt Roijakkers. Barry Steward, auch ein Kandidat für zweistellige Punktezahlen, muss pausieren, er hat sich vor kurzem die Hand gebrochen.

Die Veilchen haben die knappe Niederlage vom vergangenen Wochenende gegen Jena aufgearbeitet und sich seit Sonntag auf die Partie gegen Tübingen vorbereitet. Zusätzliche Trainingseinheiten in der Lokhalle haben vielleicht geholfen, die Halle, in der die BG während ihrer ersten Phase der Erstliga-Zugehörigkeit vor einigen Jahren so wichtige Erfolge gefeiert hat, doch ein wenig mehr zu mögen.

Auf ihr tolles Publikum werden sich die Göttinger verlassen können, das hat sie auch in der Endphase gegen Jena, als es noch einmal eng wurde, nicht allein gelassen. Doch die Fans können nur ein sechster Mann sein, ausschlaggebend ist, was die fünf Spieler auf dem Feld machen. Und die werden alles daran setzen, mit einem Erfolg das letzte Heimspiel des Jahres zu beenden und in die Weihnachtsfeiertage zu gehen.

Vor allem die Dreier-Quote muss sich bei der BG bessern, die lag zuletzt mit 22,7 Prozent weit unter dem Durchschnitt (33,7) - und damit auch weit hinter den Werten der Tübinger, die mit 9,7 pro Spiel genauso erfolgreich aus der Distanz treffen wie Tabellenführer Bamberg. Und in noch einer Kategorie gehört das Team von Tigers-Headcoach Tyron McCoy zur Ligaspitze: Im Schnitt verlieren die Tübinger nur 13,4 Mal pro Spiel den Ball, was ligaweit der fünftbeste Turnover-Wert ist. Die BG lieg hier bei 16,6 Prozent.

Tigers Zentrum mit Göttinger Wurzeln

Von Göttingen über die USA nach Tübingen: In den Reihen der Schwaben werden Kenner der Göttinger Basketball-Szene einen ehemaligen Spieler des ASC 46 wiedersehen: Yasin Kolo, der bei den Königsblauen das Basketballspielen gelernt hat und auch U16-Einsätze in der Nationalmannschaft hatte. Der heute 24-Jährige ging erst an die High-School in die USA, ein Jahr später dann ans College, machte seinen Bachelor-Abschluss in Betriebswirtschaft und ist nun zurück in Deutschland.

Terry Schofield (Tel. 05503/49007), der interessierte Sportler an High-Schools in den USA vermittelt, hat damals mit Hilfe eines Förderers den Weg für Kolo geebnet und dessen Werdegang immer beobachtet. Einige Bundesliga-Vereine waren im Sommer an dem 2,08-Meter-Mann (113 kg) interessiert. Tübingen erhielt schließlich den Zuschlag von dem Center, der bislang in seiner ersten Bundesligasaison in sieben Spielen auf durchschnittlich 4:25 Minuten und 1,9 Punkte kam. Bei der Entscheidung pro Tübingen habe auch der Trainer Tyron McCoy eine große Rolle gespielt.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!