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Turbo-Veilchen überrennen Telekom Baskets Bonn

Basketball-Bundesliga Turbo-Veilchen überrennen Telekom Baskets Bonn

Die BG 74 ist das Team der Stunde in der Basketball-Bundesliga. Mit dem gestrigen 70:65 (52:40, 35:28, 22:15)-Heimerfolg über den deutschen Vizemeister Telekom Baskets Bonn, dem vierten Sieg in Folge, haben sich die Veilchen mit 10:4 Punkten auf den sechsten Tabellenplatz vorgeschoben. Nach Minuspunnkten sind sie allerdings schon Zweiter hinter Alba Berlin (14:2).

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Turm in der Schlacht unter den Körben: BG-Center Jason Boone (Mitte) gegen die Bonner Vincent Yarbrough (links) und Ken Johnson.

Quelle: Theodoro da Silva

Nach 40-tägiger Heimspiel-Abstinenz bot die BG 74 den 3147 Zuschauern in der Lokhalle eine unvergessliche Galavorstellung, zeigte keine Spur von Müdigkeit nach der kraftraubenden Pokalpartie in Bamberg. Von Beginn an schalteten die Gastgeber den Turbo ein, verunsicherten die Telekom Baskets mit aggressiver Ganzfeldpresse und druckvollem, schnellem Angriffsspiel. In der vierten Minute führte Bonn durch einen Dreier von Frazier zum 7:6 das letzte Mal. Bis zur 13. Minute (23:22) blieben die Gäste dran, dann setzten sich die Veilchen bis auf 35:24 (19.) ab.

Die Längenvorteile der Baskets machten die BG mit deutlicher Dominanz in den Zweikämpfen mehr als wett. Bis Ende des dritten Viertels eroberten sich die Veilchen elf Ballgewinne (Steals) - sieben davon gingen auf das Konto des wieder spektakulär agierenden Rocky Trice, drei sicherte sich Charles Lee, der nach Fastbreaks immer wieder zu leichten Punkten kam, in der Abwehr Bonns Superstar Brandon Bowman zum Statisten degradierte und Topscorer und -rebounder der Partie war. Sieben Turnovers der BG standen bis zur 30. Minute 18 der Baskets gegenüber. Kyle Bailey führte gewohnt souverän Regie, und Jason Boone wühlte gegen die Garde der Bonner Riesen erfolgreich unter den Körben.

Als Bailey in der 35. Minute per Dreier das 61:45 für die BG markierte, schien sich für den deutschen Vizemeister ein Debakel anzubahnen. Doch in dieser kritischen Phase zeigten die Bonner Moral und ihre spielerische Klasse gegen ein Veilchen-Team, das sich seines Sieges zu sicher war und zwei Gänge zurückschaltete. Nach einem 19:4-Lauf der Bonner stand es auf einmal nur noch 65:64 (39.), und die Partie drohte zu kippen.

Koch: BG gewinnt verdient

"Wir waren einfach zu passiv. Das war aber auch mein Fehler. Ich habe in den letzten Minuten zu lange Zone spielen lassen", gestand BG-Coach John Patrick ein. "Als wir dann auf Mannverteidigung umstellten, lief es besser." Der bis dahin fast völlig untergetauchte Jason Miller übernahm die Rolle des mit fünf Fouls ausgeschiedenen Boone als Turm in der Schlacht, und Lee zeigte Nervenstärke von der Freiwurflinie, versenkte in den letzten 50 Sekunden fünf von sechs Bonuswürfen und machte damit den von den BG-Fans frenetisch gefeierten Sieg perfekt.

"Wir sind wegen der aggressiven Abwehr der Göttinger lange nicht ins Spiel gekommen. Am Ende haben wir strukturierter gespielt und hatten die Chance zu gewinnen. Über die 40 Minuten gesehen wäre ein Sieg aber nicht gerecht gewesen. BG hat verdient gewonnen", erklärte Baskets-Trainer Michael Koch.

BG 74 - Bonn

BG 74

Lee (17 Punkte/2 Dreier/11 Rebounds/3 Assists/4 Steals), Bailey (12/1/5/3/1), Trice (12/0/7/0/7), Little, Jacobson (13/2/1/0/0), Grimaldi (3/1/0/1/ 1), Boone (8/0/9/0/0), Oliver (3/1/1/0/0), Miller (2/0/4/0/0).

Bonn:

Rowland (7/0/4/8/0), Frazier (16/ 4/5/2/4), Strasser (7/1/5/1/1), Clifford (2/0/1/0/ 0), Kolodziejski (3/1/1/1/0), Yarbrough (11/2/4/0/ 0), Flomo (4/0/3/0/0), Bowman (6/0/3/0/1), Johnson (9/0/7/0/2).

Teamstatistik

Feldwürfe: BG: 25/68 (37%); Bonn: 25/60 (40%). - Dreier: BG: 7/23; 30%); Bonn: 8/27; 30%). - Freiwürfe: BG: 13/18; 72%); Bonn: 7/16; 44%). - Off.-Rebounds: 14:10. - Def.-Reb.: 27:27. - Ass.: 9:12; Steals: 12:8; Turnover: 14:19.

Von Michael Geisendorf

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BG Göttingen - Das Team 2016/17
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