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BG Göttingen gastiert bei Liga-Primus FC Bayern München

Basketball-Bundesliga BG Göttingen gastiert bei Liga-Primus FC Bayern München

Gegensätzlicher könnten zwei Teams kaum sein: Am Mittwoch gastiert Basketball-Bundesligist BG Göttingen um 20.30 Uhr beim haushohen Favoriten und Tabellenführer FC Bayern München. Die Veilchen haben zehn Spiele in Folge verloren, die Bayern 16 gewonnen. David gegen Goliath also.

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Im Hinspiel zeigte die BG Göttingen eine ihrer besten Saison-Leistungen.

Quelle: Swen Pförtner

Göttingen. Für BG-Headcoach Johan Roijakkers trifft dieses Bild durchaus zu: „Wir wissen, dass es eine schwierige Aufgabe ist. München spielt den besten Basketball in der Liga. Die haben alles, was man braucht: Sie sind extrem tief besetzt, athletisch, und viele ihrer Spieler können mehrere Positionen spielen, was es schwer für uns macht, sie zu verteidigen. Sie treffen einfach immer die richtige Entscheidung und machen keine Fehler.“

Das spiegelt auch der Kader des Starensembles wider. „Braydon Hobbs ist der beste Pointguard, Devin Booker der beste Center und Danilo Barthel ist der beste deutsche Spieler“, pickt Roijakkers aus der Ansammlung von Topstars die Hochkaräter heraus. Aber nicht nur das macht die Bayern so stark. „Außerdem haben sie mit Aleksandar Djordjevic den besten Coach der Liga“, betont der BG-Headcoach. „Er macht einen sehr guten Job, gibt dem Team Struktur, bringt aber gleichzeitig auch ganz viel Ruhe rein. Er findet einfach eine sehr gut Balance. Alle sind ins Spiel involviert, alle Spieler fühlen sich gebraucht.“

Läuft bei Bayern

Das zahlt sich offenbar aus. Es läuft bei den Süddeutschen. Ihre Meisterschaftsambitionen haben sie am Sonntag im Spitzenspiel gegen Titelverteidiger Brose Bamberg eindrucksvoll untermauert und nach schlechtem Start das Auswärtsspiel mit 71:63 gewonnen. Gegen die Bamberger war Nationalspieler Danilo Barthel mit 20 Punkten bester Bayern-Akteur – seinem Center-Kollegen Devin Booker gelang ein Double-Double (zehn Punkte, zehn Rebounds). Die längste Spielzeit erhält bei den Bayern Reggie Redding, der im Schnitt auf 10,6 Punkte, 4,2 Rebounds und 3,4 Assists pro Partie kommt. Ebenfalls zweistellig im Schnitt punkten US-Center Booker (12,1), der auch die meisten Rebounds holt (5,4), Jared Cunningham (11,2) und der deutsche Guard Nihad Djedovic (10,6).

Auch in Sachen Etat spielen die Bayern natürlich in einer ganz anderen Liga. Daher können sich die Münchener nicht nur Top-Spieler leisten, sondern neben Djordjevic auch noch zwei Assistant-Coaches. „Wir haben keinen“, ordnet der BG-Trainer ein. Nur in einem Punkt seien die Veilchen dem Tabellenführer überlegen: „Wir haben die bessere Trainingshalle als die Bayern“, so Roijakkers. „Aber damit gewinnt man keine Spiele.“ Daher gehe es für die BG am Mittwoch in erster Linie darum, so lange dagegenzuhalten, wie es geht. „Wir konzentrieren uns nur auf uns und darauf, besser zu werden“, gibt der BG-Trainer die Maßgabe vor. „Wir lernen für uns.“ Dass sein Team beim Topfavoriten auch untergehen könnte, sei egal. „Daran denken wir nicht, das kann jedem passieren.“

„Leben in unserer eigenen Welt“

Die Stimmung bei den Veilchen jedenfalls sei trotz der schier unlösbaren Aufgabe gut: „Wir leben in unserer eigenen Welt. Wir fokussieren uns auf die positiven Dinge.“ Da seien zum Beispiel Dominic Lockhart und Joanic Grüttner zu nennen, zwei junge Spieler, die eine tolle Entwicklung genommen hätten. Lockhart sei in dieser Saison zum Nationalspieler avanciert. „Und Grüttner kam aus dem Nichts“, so Roijakkers. „Das sind Top-Sachen, die man genießen kann.“

Dennoch sind die Veilchen weiterhin auf der Suche nach einem neuen Spieler. „Es kann sein, dass noch etwas passiert, aber bis jetzt gibt es dazu noch nichts Neues“, sagt der Headcoach. „Ich habe meine Hausaufgaben gemacht“ – jetzt gehe es darum, bereit zu sein, falls sich auf dem Markt etwas tut. Vor dem Bayern-Spiel werde es in der Sache aber keine Entscheidung geben, so der Coach.

Bayern bei Dreiern Liga-Schlusslicht

Die ganze Konzentration gilt jetzt also dem Duell David gegen Goliath. Und einen Hoffnungsschimmer gibt es immerhin für den Herausforderer aus Göttingen: Bei den Dreiern sind die Bayern Liga-Schlusslicht. Kein anderes Erstligateam wirft so selten von jenseits der 6,75-Meter-Linie auf den Korb (19,5-mal/ BG: 27,7) und trifft so selten (6,7 / BG: 8,6)). Und noch eines sollte der BG Mut machen: Im Hinspiel Anfang Oktober zeigten die Veilchen eine ihrer besten Saison-Leistungen und brachten den hohen Favoriten an den Rand einer Niederlage. Überragender BG-Akteur beim 72:78 war Brion Rush mit 35 Punkten.

Von Andreas Fuhrmann

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