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BG gibt alles und verliert in Bayreuth knapp

Basketball-Bundesliga BG gibt alles und verliert in Bayreuth knapp

Was für ein Auftritt der BG Göttingen! Der Basketball-Bundesligist, mit einer Niederlagenserie angereist, hatte am Sonntag den favorisierten Tabellenvierten Medi Bayreuth vor 3104 Zuschauern in der Oberfrankenhalle am Rande einer Niederlage. Letztlich unterlagen die Veilchen mit 83:86 (37:40).

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Die BG, hier mit Harper Kamp (2. v. l.) und Joanic Grüttner (2. v. r.), macht es dem Favoriten Medi Bayreuth in der Oberfrankenhalle so schwer wie möglich.

Quelle: Kolb

Bayreuth. Dabei hatte die BG in einer dramatischen Schlussphase sogar noch die Möglichkeit auf die Verlängerung. 62:71 hatten die Gäste in der 34. Minute zurückgelegen, als Brion Rush mal wieder Bock auf Dreier bekam, und in der 38. Minute war die BG beim 75:76 bis auf einen Punkt herangekommen.

Die Oberfrankenhalle verstummt, als Rush kurz darauf erneut ansetzt, doch ausgerechnet der etwas einfachere Drei-Punkte-Wurf verfehlt sein Ziel, und Medi erhält wieder etwas Luft zum Atmen. Allerdings kann sich der Champions-League-Teilnehmer gegen den Tabellensechzehnten, der mit einer Serie von sieben Niederlagen in Serie angereist ist, nie sicher sein – selbst nicht, als Bayreuths stärkster Akteur, der wieder einmal Gabe York heißt, mit verwandelten Freiwürfen zum 86:80 trifft. Es sind nur noch fünf Sekunden zu spielen, und nun versenkt Rush, der letztlich auf 23 Punkte und sechs verwandelte Dreier kommt, das Spielgerät von der Drei-Meter-Linie zum 83:86. Kurz vor der Sirene verliert dann Medi noch den Ball, Rush bekommt ihn zu fassen – aber der Dreier-Versuch verfehlt sein Ziel. Die Luft in der Halle wird schlagartig schlechter, denn die Bayreuth-Fans müssen erst mal durchatmen.

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Medi Bayreuth – BG Göttingen

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BG-Headcoach Johan Roijakkers ist nicht so einfach aus der Reserve zu locken, doch im Anschluss an das kräftige Lebenszeichen seiner Veilchen war selbst der Niederländer voll des Lobes: „Ich habe heute eine Mannschaft gesehen, die aggressiv auf allen Positionen war, die sich gegenseitig geholfen hat, die wusste, was zu tun ist“, sagte er. „Normalerweise sind die Mannschaften, die unten stehen, auch egoistisch. Wir hatten 21 Assists, nur 14 Turnover. Ich habe das genossen.“

Dass Kapitän Michael Stockton, der mit neun Assists knapp an einem Double-Double vorbeischrammte, mit 20 Punkten hinter Rush zweitbester Scorer sowie effektivster Spieler der Partie war, kam bei weitem nicht so überraschend wie die Leistung von Dennis Kramer, der sein bestes Spiel für die BG machte. Am Ende hatte er 10 Punkte auf der Habenseite und sechs Rebounds. Die Einsatzzeiten sprachen für Roijakkers Bände: Kramer kam auf 21 Minuten, Haukohl auf 20, Grüttner auf 17 und Nationalspieler Lockhart sogar auf 31. „Das war eine deutsche Mannschaft, die heute gegen eine Champions-League-Mannschaft gespielt hat“, sagte der BG-Coach. „Das ist einfach Klasse. Ich bin sehr stolz darauf, wie die Mannschaft heute aufgetreten ist.“

Smotrycz und Müller blieben demgegenüber unberücksichtigt, Williams spielte gerade einmal 3:49 Minuten. Am Ende war es eine gute Defense und eine hervorragende Teamleistung, die den Favoriten aus Bayreuth ins Wanken brachte. Mit einem 22:13 nach dem ersten Viertel hatten die Veilchen eine erste Duftmarke gesetzt, und auch nach der Halbzeit, als Medi stärker wurde, blieben sie dran. Ein entscheidender Faktor: Die Freiwurfquote der Bayreuther war mit 95 Prozent gigantisch, letztlich fehlten nur Nuancen zur Sensation. Was den Veilchen-Fans aber besonders gut getan haben dürfte, war die Art und Weise, wie sich das Team präsentiert hat – mit viel, viel Herz.

Von Eduard Warda

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