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BG Göttingen tritt bei s.Oliver Würzburg an

Basketball-Bundesliga BG Göttingen tritt bei s.Oliver Würzburg an

Gelingt es dem Basketball-Bundesligisten BG Göttingen, seine Niederlagenserie von neun Pleiten in Folge zu beenden? Die Antwort gibt es am Freitag um 19 Uhr, wenn die Veilchen beim Playoff-Kandidaten s.Oliver Würzburg zu Gast sind.

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Brion Rush im Hinspiel gegen Würzburg im Duell mit Clifford Hammonds.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Ein Auswärtssieg bei den favorisierten Würzburgern wäre für den Drittletzten der Tabelle, der durch den Sieg der Giessen 46ers bei den Oettinger Rockets die Abstiegsränge wieder verlassen hat, freilich eine Riesenüberraschung: s.Oliver liegt nicht nur beim Etat vorn, sondern ist auf dem zehnten Platz auch noch in Reichweite der Playoff-Plätze.

Trotzdem ist etwas möglich. Rückblende November 2017: Die Veilchen gewinnen in der Sparkassen-Arena gegen Würzburg mit 81:74, bringen Würzburg die dritte Niederlage in Serie bei und holen ihrerseits den dritten Sieg in Folge. Entscheidend ist einmal mehr ein Dreier-Festival von Brion Rush, der in den letzten Spielminuten trifft, wie er will. Michael Stockton holt 20 Punkte, sein berühmter Vater John lässt Selfies über sich ergehen, und die S-Arena jubelt.

Vielleicht hilft die Erinnerung an die erfolgreiche Phase im vergangenen Herbst, um mit dem nötigen Selbstbewusstsein in die Partie bei s.Oliver zu gehen. BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen ist optimistisch: „Würzburg ist auf dem Papier besser, spielt aber sehr wechselhaft. Eine Überraschung ist auf jeden Fall möglich.“

Zu den Würzburger Ausschlägen nach unten gehörte am vergangenen Freitag die 72:80-Niederlage in Bremerhaven, direkter Konkurrent der BG Göttingen im Kampf um den Klassenerhalt. Zwar war Nationalspieler und s.Oliver-Aushängeschild Robin Benzing mit 21 Zählern Topscorer der Partie, doch reichte es nicht für das Team des ehemaligen Bundestrainers Dirk Bauermann.

Die Veilchen haben demgegenüber zuletzt zweimal überzeugt – ohne allerdings zu punkten: Bei der knappen Niederlage in Bayreuth war mehr drin, gegen Ulm spielte die BG bis auf vier desaströse Minuten zu Beginn ebenfalls sehr stark. „Es hängt zwar immer ein wenig davon ab, wie der Gegner drauf ist. Aber so ein Spiel in Bayreuth können wir nur gewinnen, wenn alles zusammenpasst“, sagt Meinertshagen. Die Spielpause, fügt der BG-Geschäftsführer hinzu, „hat dem Team definitiv gut getan“.

Beste Voraussetzungen also für einen Coup in Würzburg. Allerdings sind Punktgewinne gegen s.Oliver und am kommenden Mittwoch beim FC Bayern keineswegs eingeplant. Ein Sieg gegen das Schlusslicht Walter Tigers Tübingen Anfang März ist hingegen Pflicht – dann hätte die BG voraussichtlich bereits einen Konkurrenten im Abstiegskampf abgeschüttelt. „Für Tübingen wird es natürlich mit jedem Spiel, dass sie nicht gewinnen, schwieriger. Punkte gegen einen direkten Konkurrenten zählen doppelt.“

Dazu gehört Würzburg nicht. Ein Erfolgserlebnis würde den Veilchen aber gut tun, denn schließlich wird bei den Bayern nicht viel zu holen sein. Malik Müller bleibt in Göttingen, der Neuzugang kuriert eine Mandelentzündung aus.

Von Eduard Warda

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